Einstreu

Einstreuhöhe

 

Die Hamster haben ein natürliches Bedürfnis zum Buddeln und Graben, da sie sich in der freien Natur richtige Gangsysteme und Höhlen anlegen. Um dem natürlichen Verhalten entgegenzukommen sind für Zwerghamster mindestens 20 cm und für Goldhamster mindestens 25-30 cm empfehlenswert, erst dann lassen sich richtig tolle Gänge bauen. 10 cm Einstreu sind das Minimum, allerdings reicht das gerade zum Buddeln, Gänge werden dabei nicht halten. ->siehe hierzu auch Buddelarium

 

Einstreuarten
Das Kleintierstreu ist die häufigste und am weitesten verbreitete Streuart für Nager. Es besteht aus Weichholzspänen (also Nadelhölzer, diese sind aber nicht schädlich, da das Streu kein Harz enthält), je nach Hersteller sind diese mal recht fein und mal recht grob. Die Holzspäne sind saugstark. Es ist sehr gut geeignet, um dadrin Gänge zu graben. Das Kleintierstreu darf nicht mit künstlichen Geruchstoffen (z.B. Zitrone) versetzt sein, dies reizt die Atemwege und die Augen. Kleintierstreu ist fast überall im Handel erhältlich und im Internet z.B. www.zooplus.de oder das Allspan bei www.stroeh.de oder www.pferdefuttershop.de
Hanfstreu empfiehlt sich besonders für Teddyhamster, da sich das Streu nicht im Fell verfängt. Im Vergleich zum normalen Kleintierstreu ist es staubärmer, verhältnismäßig aber relativ teuer. Zum Gängebau ist es nicht geeignet, da es sofort wieder zusammenfällt. Erhältlich z.B. bei www.rodipet.de oder www.zooplus.de
Leinenstreu/Flachsstreu ist sehr fein und staubarm. Das Leinenstreu ist auch gut für Teddyhamster geeignet. Gänge halten in dieser Streu leider nicht, dazu muss es anderem Streu gemischt werden. Erhältlich in vielen Raiffeisenmärkten, Pferdeshops und im Internet z.B. bei www.stroeh.de oder www.pferdefuttershop.de
Strohhäcksel/Strohmehl besteht aus fein gehäckseltem Stroh. Es ist staubarm und angenehm weich und eignet sich auch zum Gänge bauen. Erhältlich in vielen Raiffeisenmärkten, Pferdeshops und im Internet z.B. bei www.stroeh.de oder www.pferdefuttershop.de
Weichholzgranulat z.B. der Marke Tierwohl Super ist als alleinige Einstreu geeignet, allerdings halten keine Gänge in diesem feinen Granulat. Für Teddyhamster mit eher kurzem Fell ist dieses Streu geeignet. Erhältlich im Handel und im Internet z.B. bei www.stroeh.de, www.pferdefuttershop.de, www.zooplus.de oder www.amazon.de
Es gibt unterschiedliche Arten von Erde, diese sind als alleinige Einstreu nicht geeignet. Hamster wohnen in sehr trockenen Böden und ihre Haut verträgt die Feuchtigkeit normaler Erde nicht gut. Es kann aber in Buddelboxen im Gehege oder Auslauf angeboten werden.

      Geeignet:
  • Kleintiertorf muss immer etwas feucht gehalten werden. Wenn Torf zu trocken ist, kann es stauben, ist es zu feucht, kann sich Schimmel bilden. Um Torf zu gewinnen werden Moore trockengelegt und abgebaut. Die Entwässerung und der Abbau von Torf zerstören wertvolle Lebensräume, viele Tier- und Pflanzenarten verlieren ihren Lebensraum. Wir empfehlen als Alternative Kokos-Humus, es ist ein optimaler Ersatz für Torf (umweltfreundlich, günstig, gut zu lagern). Zunächst diesen in Wasser aufquellen lassen und dann etwas trocknen lassen.
  • Gartenerde – diese darf nicht gedüngt sein und sollte im Backofen bei 100 Grad eine Stunde ausgebacken werden, um Keime abzutöten.
  • Terrarienerde
      Ungeeignet (da sie gedüngt sind):
  • Blumenerde
  • Torf aus dem Gartencenter/Baumarkt
Baumwolleinstreu ist sehr weich, manche benutzen es zum Nestbau. Es ist als alleinige Einstreu nicht geeignet. Holzpellets sind sehr fest, grob und schwer, daher ist es als Einstreu nicht geeignet.

 

Buddelarium:

Die Hamster haben ein natürliches Bedürfnis zum Buddeln und Graben, da sie sich in der freien Natur richtige Gangsysteme und Höhlen anlegen.

Für Zwerghamster empfehlen wir mindestens 20 cm Einstreu und für Goldhamster mindestens 25-30 cm, erst dann lassen sich richtig tolle Gänge bauen. Um optimale Stabilität und Haltbarkeit der Gänge zu garantieren, verwendet man am besten ein Mix aus verschiedenen Streuarten. Dies abwechselnd mit Heu oder kleingeschnipselten Toilettenpapier ins Gehege füllen.

(Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Holzsprossenlaufräder nicht geeignet sind, da die Sprossen beim laufen große Probleme bereiten können. Wie man diese Laufräder umbaut findest du hier: http://www.hamsterhilfe-nrw.de/?page_id=2000)

Das Tiefstreu kann über die gesamte Gehegefäche gehen oder nur über einen Teil. Dazu kann man das einfach schräg auslaufen lassen oder beispielsweise eine Weidenbrücke als Abtrennung nehmen. Knapp über der Streu angebrachte Etagen oder Verstecke nehmen viele Hamster gerne um darunter das Graben anzufangen.

Der Buddelbereich sollte nicht zu schmal sein. Hamster buddeln lange recht waagerechte gänge. Turmartig angelegt wird es vermutlich wenig bis gar nicht genutzt

Erst ab einer gewissen Höhe und Festigkeit können richtige Gänge angelegt werden, die Einstreu sollte also fest angedrückt sein.

Bei Hamstern, die nicht selber zu graben anfangen kann man Korköhren oder Tunnel leicht vergraben und teilweise herausgucken lassen, das kann ein Anreiz sein zum weitergraben. Als weiteren Anreiz empfiehlt es sich Leckerchen zu vergraben.

Erfahrungen haben gezeigt, dass einige Hamster erst anfangen zu buddeln, wenn mehr Einstreu drin ist. Manche fangen damit aber auch ohne ersichtlichen Grund nach langer Zeit an, als wenn sie dann erst auf den Geschmack gekommen sind.

Und hier eine buddelfreudige Hamsterdame in Action.

 

Weitere tolle Bilder von Buddelarien gibt es bei uns im Forum:KLICK

 

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