Diabetestest

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Um herauszufinden, ob ein Hamster unter Diabetes leidet, ist ein Urintest nötig. Eine Blutabnahme, wie beim Menschen, ist nur schlecht möglich und bedeutet zusätzlichen Stress für das Tier. An ein bisschen Pipi für den Teststreifen ist deutlich leichter heran zu kommen. Für den Test eignen sich verschiedene Urinteststreifen, die man sowohl in der Apotheke, als auch im Internet bestellen kann.

In den meisten Hamsterforen werden verschiedene Tests empfohlen. Die Hamsterhilfe NRW arbeitet überwiegend mit den Keto-Diastix von Bayer. Dieser Teststreifen hat zwei Messfelder, einmal für Glucose (bis 2000ml/dl) und Ketone (bis 160ml/dl). Die Packung mit 50 Teststreifen kostet um die 10€. Der Vorteil an diesem Teststreifen ist es, dass die Vergleichsskala des Testes im Vergleich zu anderen Tests etwas länger ausfällt, wodurch man auch kleinere Veränderungen der Werte auf dem Teststreifen ablesen kann. Zudem reicht die Skala recht weit, bei vergleichbaren Tests endet die Skala bereits ab einem Wert von 100mg/dl. Beim Kauf sollte man darauf achten, wirklich den Kombi-Teststreifen zu erwerben, da es sowohl die Diastix als auch die Ketostix einzeln zu kaufen gibt.


Ein weiterer empfehlenswerter Test ist der Combur-5-Test von Roche. Hier werden nicht nur die Glucosewerte ermittelt, sondern diese Teststreifen können auch Entzündungswerte und Blut im Urin nachweisen. Dies kann helfen, um zwischen einer Diabeteserkrankung und einer Blasenentzündung zu unterscheiden. Den Combur-Test gibt es in kleinen Einheiten von 10 Stück und kostet um die sieben Euro.

Insgesamt sollten Halter, die einen Zwerg aus den gefährdeten Gruppen haben, von Anfang an diabetesgerecht ernähren. Die Tests zeigen erhöhte Zuckerwerte erst ab einem bestimmten Wert an. So kann ein Test unter Umständen negativ ausfallen, obwohl der Zuckerwert des Tieres bereits begonnen hat zu steigen. Es empfiehlt sich, einen Diabetestest nach ein paar Tagen nochmal zu wiederholen und trotz negativem Ergebnis schon auf Diabetikerkost umzusteigen. Dies schadet dem Hamster in keinster Weise und hilft unter Umständen, den Ausbruch der Krankheit zu verzögern, bzw. zu verhindern.

Testdurchführung:

Für die Teststreifen benötigt man ein kleines bisschen frischen Urin des Hamsters. Um an den Urin zu gelangen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bekommt der Hamster Auslauf, kann man es dort versuchen. Dazu sollte das Tier natürlich auf einem glatten Untergrund sitzen, der den Urin nicht gleich aufsaugt. Sobald der Hamster Urin abgesetzt hat, zieht man den Teststreifen mit den Testfeldern hindurch und liest das Ergebnis laut Packungsbeilage ab. Achtung: Hierzu hat man meist nur ein kleines Zeitfenster, bevor der Test durch zu lange Einwirkzeit verfälscht ist.
Bekommt das Tier keinen Auslauf, kann man es mit einer „Pipipause“ in einer Transportbox oder ähnlichem Versuchen. Manche Tiere reagieren darauf allerdings mit vehementem Einhalten. Hier kann dadurch Abhilfe geschaffen werden, in dem man den Hamster kurz vor seiner normalen Aufstehzeit weckt. Wie bei uns Menschen auch, führt der erste Weg nach dem Aufstehen auch beim Hamster Richtung Toilette. Hat man den Hamster also vor dem Toilettengang in eine Transportbox gesetzt, hat man in der Regel Glück.Unter Umständen kann es ebenfalls helfen, einen kleinen Löffel kalten Kamillentee ins Trinkwasser zu mischen. Dieser treibt und kann die Wartezeit auf den Urin verkürzen. Bei handzahmen Hamstern kann man auch versuchen, vorsichtig das Bäuchlein zu massieren. Dies kann zu Erfolg führen, sollte aber wirklich nur bei Tieren
durchgeführt werden, die die Hand kennen. Manchmal hilft aber auch der beste Trick nicht und man muss einfach warten. Die Wartezeit auf das Pipi sollte aber 20-30 Minuten nicht übersteigen, da auch das Sitzen in einer Transportbox Stress für das Tier bedeutet.

 

 

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