Saltoschlagende Hamsterine

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    • Saltoschlagende Hamsterine

      Vor kurzem habe ich Campellzwergin Sydney bei mir aufgenommen und bin mittlerweile völlig vernarrt in den kleinen Wirbelwind - als hätte sie das nicht schon mit den Bestechungsfotos geschafft *g*
      Sie hat sich mittlerweile auch gut eingerichtet, bastelt sich noch ihren Tagesrhythmus zusammen und ist die reinste Wonne. Sie kommt neugierig auf uns zu, hat uns noch nie gebissen oder auch nur angefaucht und sie liebt ihr Laufrad heiß und innig. Nachdem sie abends aufgestanden ist und sich schick gemacht hat (mehrminütiges Putzen inklusive ausgiebiges sandbaden), hüpft sie ins Laufrad und rennt los. Ich habe ein großes rodipet-Holzlaufrad, damit kommt sie auch prima zurecht - wenn auch so ein Fellbüschel in einem fast 30 cm durchmessenden Rad echt wahnwitzig aussieht. Sie kann also losrennen und kann es auch anhalten, alles kein Problem.
      Allerdings gibt es manchmal Momente, wo sie das scheinbar vergißt. Zum einen läuft sie minutenlang so, daß sie immer wieder kurz stehenbleibt, so daß sie vom Rad hochgetragen wird und wieder auf der Lauffläche runterrutscht. Ist sie unten angekommen, läuft sie weiter und das Spielchen wiederholt sich.
      Aber zum anderen passiert es mitunter, daß wir abends das Zimmer betreten, wenn sie im Rad läuft. Manchmal interessieren wir sie gar nicht, manchmal hält sie das Rad an und guckt interessiert, während sie darin hocken bleibt.... und manchmal bleibt sie prompt im Rad stehen und läuft auch nicht weiter. Die Folge ist, daß sie sich überschlägt oder auf den Rücken fällt und dann runterrutscht, manchmal fällt sie dann noch aus dem Rad und schlägt dabei Saltos... Kurzum: Sie legt einen Stunt hin, daß ich immer die Befürchtung habe, sie bricht sich alle Knochen. Gut, fällt sie aus dem Rad, fällt sie auf dicken Nagerteppich, immerhin. Und es berührt sie offenbar nicht sonderlich, weil sie danach direkt wieder ins Rad hüpft und weiterrennt. Aber es sieht jedesmal so schlimm aus, daß ich mir doch Sorgen mache.

      Sollte ich mir Sorgen machen? Oder verpackt ein junger Hamster solche Schleudertouren problemlos? Ist sie eventuell ein Adrenalinjunkie? Sollte ich sie in einem Zirkus anmelden? Oder machen das alle Campellhamster so? Momentan traue ich mich nicht mehr so richtig ins Zimmer, wenn ich höre, daß sie im Rad unterwegs ist.

      Liebe Grüße,
      Sevenah
    • Halo Sevenah,
      schwierige Frage... :huh: - Ich habe so ein Kamikaze-Radeln noch nie gesehen... ob es gefährlich werden kann, kann man ohne es zu sehen noch schwerer beurteilen. Manche bekleben die Lauffläche des Holzrades mit Hanfmatte, vielleicht würde das in deinem Fall etwas abpuffern? Oder falls du jmd. kennst, der dir mal ein WW ausleihen kann, vielleicht mal testen, ob das da genauso ist?
      schöne Grüße
      Antje

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    • Hi,

      ich hatte dies besonders mal bei Lemmingen (weiter unten im Beitrag 02.12.2007: Kuckuckseier aus Sachsen-Anhalt ). Die Lemminge haben es nachher auch gelernt, wie sie ohne die Stunts laufen können. Genauso sehe ich es bei den Hamstern. Fallen sie so, dass es ihnen weh tut, dann würden sie es auch lassen. Nach deinen Erzählungen scheint sie ja das Laufrad ziemlich genau so "bewegen/anhalten" zu können, wie sie es gerade möchte.
    • Hallo Sevenah,

      eins vorweg: mit Zwergen habe ich keinerlei Erfahrungen, lediglich mit Goldis. Aber auch bei denen denen gibt es Laufrad- und Adrenalin-Junkies (Karlchen :whistling: ) bis hin zu Laufradmuffeln. Auch die Art der Laufradnutzung kann - bei ein und demselben Hamster - sehr unterschiedlich sein. Karlchen beispielsweise legt oft minutenlang sehr weite Strecken in gleichmäßigem Tempo zurück, und im Wechsel damit dann wieder sehr kurze Sprints mit Abstoppen und Stehenbleiben, so dass das Rad schaukelt und auspendelt, wobei er allerdings aufgrund seiner Größe nicht herumpurzelt, wie Du es beschreibst.

      Von der Beobachtung her lässt das den Schluss zu, dass die Fellnasen das schon "gewollt" so handhaben und das Schaukeln möglicherweise toll finden (warum auch nicht?). Auch glaube ich nicht, dass da wirklich Verletzungsgefahr besteht. Man kann das einfach nicht auf menschliche Größenordnung hochrechnen. Die geringe Körpermasse der Fellnasen sorgt dafür, dass sie so ein paar Überschläge gut überstehen.

      Nach Deiner Schilderung vermute ich, dass Du zwar ein Rodipet-Holzlaufrad hast, jedoch nicht die Version mit Korklauffläche. Ich glaube, darauf würde Dein Hamster weniger leicht abrutschen können. Mit etwas bastlerischem Geschick lässt sich nachträglich eine Korklaufbahn aufbringen, falls Du doch lieber etwas verbessern möchtest. Die schon erwähnte Hanfmatte könnte ebenfalls helfen.

      Und da unsere Fellnasen ja doch immer mal gerne die eine oder andere individuelle Marotte ausbilden: zwar ist es zweifellos richtig, dass ein großes Laufrad grundsätzlich besser als ein kleines ist; aber man muss auch bedenken, dass ein großes Rad zwangsläufig eine größere Schwungmasse als ein kleineres (der gleichen Bauart) hat und damit schwerer zu kontrollieren ist, je geringer die Körpermasse des Hamsters ist. Im Einzelfall kann das durchaus Probleme geben.
    • *gg* das mit dem raus fallen machte Luna auch die ersten Male. Ich hatte schon Panik, dass ich ihr doch das falsche Laufrad gekauft habe, aber sie hatte den Bogen dann schnell raus.

      Wir haben Kork, also das von Rodipet, 25 cm (mittleres Laufrad). Sie lief am Anfang so schnell, dass sie raus geflogen ist. Ob Absicht oder Ungeschick kann ich nicht sagen. Sie machte aber direkt weiter.
      Beim Laufen ist sie generell etwas schräg im Rad finde ich. Aber sie läuft so rasend schnell und fällt nun nicht mehr raus und hält einfach an, wenn sie genug hat.

      Unsere Mäuse haben Laufräder ohne Kork, aus Holz, da fahren sie immer gerne mal außen mit, wenn einer innen läuft:D und eins von Trixie wie Rodipet was diesen Aufsatz Vorne hat, wo man nicht raus fallen kann. Allerdings kann da auch keiner außen mitfahren:P.

      Wenn Luna nun immer wieder raus gefallen wäre, dann hätte ich ihr das Trixie gegeben, aber da sie es schnell raus hatte, bleibt alles so. Ich finde das Kork Rad das Beste vom Geräusch her, denn man hört nichts!!! Das Trixie ist auch gut, wenn es frei steht. Die Holzräder ohne Kork nerven inzwischen ziemlich.
      Liebe Grüße

      Tanja ^^
    • Danke für die vielen ausführlichen Antworten!
      Es hat sich einiges getan mit Sydney. Zunächst haben wir ihr zusätzlich ein kleineres Rad reingestellt, das wir ohnehin noch hier stehen hatten (Holz, 20 cm Durchmesser), falls sie das vielleicht lieber nutzen möchte. Sie ist zwar mal reingehüpft, immer im Wechsel mit dem großen, aber letztlich hat sie das kleinere dann stehen lassen. Da ist sie ganz entschieden :thumbsup:
      Und ja, die Räder sind ohne Kork oder Hanfmatte (und schon ein wenig angeknabbert von unseren Vorhamstern). Allerdings läuft Sydney mittlerweile viel kontrollierter. Dieses kurz stehen bleiben und rutschen macht sie noch immer und auch, wenn wir nicht im Raum sind - da höre ich es ganz gut, wenn ich in der Tür stehe und sie mich noch nicht sieht. Aber sie ist schon seit zwei Tagen nicht mehr ungebremst aus dem Rad gekullert, yay!
      Ich habe nie den Eindruck gehabt, daß sie mit ihrem Gewicht und dem Rad nicht klarkommt. Wie geschrieben, sie konnte es die ganze Zeit schon anhalten, wenn sie wollte. Ob sie das vergessen hat, wenn wir den Raum betreten haben oder sie sich erschrocken hat und deshalb nicht hinbekommen hat, weiß ich nicht zu sagen. Vielleicht mußte sie sich erst einmal an die neuen Lebensumstände gewöhnen.
      Aber mal sehen, was sie sich noch einfallen läßt. Zur Zeit ist ihr großes Hobby, unbedingt unter die Korkröhre zu kommen, die auf einem Hanfteppich liegt. Der Teppich ist schon ziemlich zerpflückt, aber es ist zu niedlich, wie sie sich konzentriert abmüht, die Fasern da rauszufummeln :love:

      Liebe Grüße,
      Sevenah