09.04.2013: 39 Goldhamster verletzt/halbtot im Zooladen "ausgesetzt"

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    • 09.04.2013: 39 Goldhamster verletzt/halbtot im Zooladen "ausgesetzt"

      Gerade 14 Tage ist der letzte dramatische Goldhamsternotfall her. Gestern wurden wir erneut um sehr schnelle Hilfe gebeten.

      In einen Zooladen waren Gestern Nachmittag Personen mit einen Karton gekommen. Sie wollten Hamster abgeben. Der Zooladen verweigerte die Annahme, da die Tiere für einen Verkauf viel zu alt waren und auch viel zu viele. Das kann der Zooladen nicht leisten. Anstatt die Hamster wieder mitzunehmen, stellten sie den Karton im Zooladen ab und flüchteten mit dem Wagen. Anzeige wurde erstattet.

      Der Zooladen bat die Arche 90 in Dortmund um Hilfe. Sie übernahmen die Hamster umgehend und brachten sie zum Tierarzt, da sofort klar war, dass viele der Tiere nicht unverletzt waren. Parallel dazu informierten sie uns um 18.15 Uhr. Wir hatten bereits in einem früheren dramatischen Hamsterfall zusammen gearbeitet und ihnen geholfen, da ihre Tierschutzorganisation nicht auf Hamsterhaltung ausgelegt ist.

      Die Tierärztin rief unsere Stelle in Dortmund um 19.30 Uhr an. 5 der 39 Goldhamster konnte sie nur noch erlösen. Teilweise hatten sie bereits Verwesungsgeruch - aber waren noch am Leben! Andere waren mit so großen eitrigen Abszessen übersät, dass nur noch eine Erlösung in Frage kam. Für mindestens diese 5 Hamster kam die Hilfe zu spät. Wir gedenken ihrer. :kerze1:

      Die anderen 34 Hamster wurden in der Arche 90 um 20 Uhr noch von uns übernommen. Die Hamster, denen es besonders schlecht ging oder hochträchtig wirkten, blieben sofort in der Dortmunder Stelle. Die anderen wurden noch am Abend nach Kaarst gefahren. Dort erfolgte die weitere Verteilung und die folgenden Bilder wurden aufgenommen.

      Die Bilder sollen für sich sprechen, was diese Hamster erlitten haben:




























      Verzweiflung und der Ruf nach Hilfe


      Gestern Nacht war die erste Maßnahme, die Hamster auf Einzelgehegen unterzubringen - sofern sie bereits alt genug dafür sind. Dies ist uns geglückt!!!

      Sofern keine sofortige tierärztliche Behandlung erforderlich ist, sollen die Hamster sich in erster Linie erholen. In der Regel ist dies die beste "Medizin".

      Einige Weibchen haben entzündete Gesäugeleisten und Blut trat noch aus der Scheide aus. Die Vermutung ist u.a., dass einige Weibchen frisch geworfen hatten, aber der Wurf es nicht zwischen den vielen anderen Hamster geschafft hat, zu überleben. Extrem viele Hamster haben Augenentzündungen oder ihnen fehlen sogar Augen. Die Ohren sind zerfleddert. Die Körper sind häufiger ausgemergelt. Einige Jungtiere sind dabei. Sind sie in einem verhältnismäßig guten gesundheitlichen Zustand. Leider sind die jungen Weibchen jedoch bereits so alt, dass sie auch trächtig sein können. Einige sehen trotz ihres dünnen Körpers trächtig aus.

      5 konnten nicht gerettet werde - möge ein neuer Lebensabschnitt für 34 Hamster beginnen.
      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team
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      Wer uns gerne dauerhaft unterstützen möchte, kann dies z.B. durch die Übernahme einer Patenschaft von einem unserer Dauerpfleglinge tun. Unter pate:at:hamsterhilfe-nrw.de erhaltet ihr dazu nähere Informationen.

      Wir bedanken uns bereits jetzt für eure Unterstützung - egal in welcher Form sie ausfällt. Ggf. erzählt ihr eurer Familie, Freunden, Bekannten und Kollegen einfach von unserer Arbeit und dadurch wird der Bekanntheitsgrad erweitert und auf diesem Wege findet ein weiteres Notfellchen sein Zuhause.
      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team