21.05.2014: Kranke Hamsterdame aus Zuchtauflösung - Tabularasa

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    • 21.05.2014: Kranke Hamsterdame aus Zuchtauflösung - Tabularasa

      Am 21. Mai erhielten wir eine Aufnahmeanfrage für mehrere Hamster aus einer Zuchtauflösung. Eine Privatperson stand mit der Züchterin in Kontakt und wandte sich an uns, da sie gerne helfen wollte, selbst die Tiere aber nicht unterbringen konnte. Bei uns gelandet ist dann letztlich nur ein Hamster. Die anderen sind vermutlich doch noch anderweitig verkauft worden. Was unterschied daher diese Hamsterdame von den anderen?


      Ankunft in der Pflegestelle


      Schon bei ihrer Ankunft bei uns stand schnell fest, dass die Süße Dove TTS Goldidame ordentlich Temperament hat. Auf dem Transportweg hätte sie sich fast aus ihrer Transportbox genagt. Leider kam sie hier aber völlig verstört und aufgedreht an. Sie wurde wie alle Hamster, die im Hamsterhilfe NRW e.V. aufgenommen werden zunächst gespottet und äußerlich untersucht. Ein Tumor am Rücken, in etwa so groß wie eine Kichererbse war nicht zu übersehen. Am Bauch zeigten sich Veränderungen an der Gesäugeleiste. Schnell war klar, dass die Gute in jedem Fall tiermedizinisch untersucht und behandelt werden musste.


      Schwarzer dicker Knubbel am Rücken


      Bei der tierärztlichen Untersuchung wurde die Vermutung der aufnehmenden Pflegestelle bestätigt. Tabularasa muss etliche Würfe gehabt haben. Ihr Gesäuge war deutlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Tierärztin vermutete zudem, dass sie erst kürzlich einen Wurf gehabt haben muss. Der Tumor am Rücken war klar begrenzt und somit gut chirurgisch zu entfernen. Da wir nun aber nicht wussten, ob Tabularasa nicht noch einmal trächtig ist, begann ab hier die bange Wartezeit. Eine Narkose während der Trächtigkeit sollte in jedem Fall vermieden werden, um Komplikationen zu vermeiden. 19 Tage beträgt die Tragezeit für Mittelhamster, die galt es nun abzuwarten.

      Am 12.06.14 war es dann so weit. Zum Glück hatte Tabularasa bis dahin keine weiteren Hamsterkinder zur Welt gebracht. Morgens um 9 Uhr wurde sie zur OP gebracht. Der Tumor war deutlich gewachsen, ließ sich jedoch nach wie vor gut mit den Fingern in der Haut umfassen, was dafür sprach, dass er klar abgekapselt war und gut entfernt werden konnte. Trotzdem stellt selbstverständlich jeder Eingriff ein Risiko für das Tier dar. Auch für erfahrene Pflegestellen der Hamsterhilfe bedeutet dies immer banges Warten auf den erlösenden Anruf der Tierarztpraxis, dass alles gut gegangen ist.

      Gegen 15 Uhr kam der erlösende Anruf und Tabularasa konnte abgeholt werden. Die Süße war zunächst etwas verstört und wollte ihre Ruhe haben. Die sonst so neugierige Tabularasa vergrub sich lieber in ihrer Transportkiste. Der Tumor war wirklich sehr klar abgekapselt und konnte damit vollständig entfernt werden. Um den Tumor so zu entfernen, musste ein recht großer Hautschnitt von etwa 5 cm gemacht werden.


      Hier die frische OP Wunde wenige Stunden nach der OP.



      Hier sieht man den entfernten Tumor.


      Die Vermutung lag nahe, dass es sich um eine bösartige Wucherung gehandelt haben wird. Trotzdem hat Tabularasa nun gute Chancen auf ein langes Hamsterleben. Natürlich kann niemand sagen, ob sie weitere Tumore bekommen wird. Und mit dieser Prognose hätte sie selbstverständlich schlechte Vermittlungschancen gehabt. Deshalb entschieden wir uns schnell, dass sie nun - nach einem Leben als Gebärmaschine und der Tumor OP - ab sofort ein artgerechtes Hamsterleben führen darf.


      Damit die OP Wunde erstmal gut verheilt, musste Tabularasa einige Tage auf Zewapapier leben.
      In dieser Zeit vertrieb sie sich die Zeit mit dem Anlegen reichhaltiger Kornbunker.


      Noch muss die Wunde vollständig abheilen, doch schon jetzt genießt sie das Buddeln in ihrem großen Gehege und darf sogar in ihren eigenen Auslauf.


      Hier genießt sie schon wieder den Auslauf....


      ...denn die Wunde ist schon gut verheilt.



      Tabularasa darf nun als Dauerpflegling ihr Leben beim Hamsterhilfe NRW e.V. genießen.

      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team
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      Fast jeder kennt es, der mal mit einem Hamster zum Tierarzt musste. Nicht selten kam es vor, dass sogar Tierärzte es noch merkwürdig fanden, dass man Hamstern größere OPs unterzieht und sich dieser finanziellen Belastung annimmt.

      Im Bekanntenkreis kann es passieren, dass man belächelt wird, weil "lohnt sich das überhaupt? Die leben doch gar nicht so lange und ein Neuer kostet doch nur ein paar Euros!"

      Diese Fragen stellt sich der Hamsterhilfe NRW e.V. nicht! Wir entscheiden nicht an der "Tür", ob wir einen Hamster aufnehmen oder nicht.

      Alle Hamster - egal mit welchem Handycap - für die wir ein Plätzchen finden können, sind willkommen!


      Kranke, behinderte, alte, unterwickelte Hamster sind bei uns mindestens genauso willkommen, wie gesunde & vermittelbare Hamster.

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      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team