11.09.2014: Glückstag für 105 köpfige Campbellgroßfamilie - der Horror hat für sie ein Ende -- Warnung: Bilder nicht für jeden Menschen geeignet!

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    • 11.09.2014: Glückstag für 105 köpfige Campbellgroßfamilie - der Horror hat für sie ein Ende -- Warnung: Bilder nicht für jeden Menschen geeignet!

      Hallo!

      Ich bin der kleine "Glückspilz". Meinen Namen habe ich aber erst heute bekommen, denn heute beginnt der schöne Teil vom Rest meines Lebens :)


      Das Pflegestellenteam des Hamsterhilfe NRW e.V. hat mich gebeten die Geschichte meiner Familie zu erzählen. Ihm sitzt der Schock noch zu sehr in den Knochen, denn auch 1,5 Tage nach unserer Rettung aus dem Horror, jagt eine Hiobsbotschaft die nächste. Vieles haben sie schon erlebt, warum gibt es noch Steigerungen???

      Aber fangen wir mal von vorne an, denn ich möchte euch die Geschichte von mir und meiner Familie erzählen. Ganz ursprünglich stammen meine Vorfahren von einem Züchter. Der hatte uns aber als "bissig" abgestempelt und deshalb als Schlangenfutter verkauft. ;( So sollten wir dann also enden?! Und das nur, weil wir Campbells eben auch mal zwacken?! Gekauft von einem Schlangenhalter landeten wir dann dort bei einer Familie. Und weil wir eben nicht nur zwacken, sondern auch lieb gucken können, hatte man dann Mitleid mit uns und wir wurden nicht verfüttert. Eigentlich Glück gehabt - aber unsere Familienhorrorgeschichte sollte erst noch beginnen. Warum? Tja und wie das so ist, wenn man viele von uns auf engem Raum hält.... wir wurden immer mehr :rolleyes: Und die Frau, die sich um uns kümmern sollte, hat das irgendwann nicht mehr geschafft. Wir lebten dann dort in kleinen Käfigen und Terrarien, aber zum Teil auch in Transportboxen und Mini-Makrolonboxen.

      Ein paar Bilder zeige ich euch davon.





      Diese Makrolonboxen sind etwa so groß wie ein DIN A 5 Blatt. Dort lebten ganze Gruppen meiner Verwandten.

      Auch unsere "Wohn-Terrarien" waren nicht viel größer als Transportboxen :pinch:


      So sahen unsere "Zuhause" aus. Zuhause für 105 Campbells - eigentlich für viele mehr, aber dazu später.

      Und natürlich saßen wir Männlein und Weiblein fröhlich gemischt beisammen.







      Doch so konnte es nicht weitergehen... denn wir wurden natürlich immer und immer und immer mehr. Und die Gehege wurden dann auch langsam knapp. Zum Teil saßen wir mit bis zu 15 Tieren in kleinen Käfigen. Aus dem Weg gehen konnte man sich da ja nicht mehr wirklich :S Und so gabs einige Reibereien und Streitereien :dichfressen: Leider haben das nicht alle Tiere überlebt. Und einige sind auch jetzt noch schwer verletzt.


      Streitereien haben Bissverletzungen hinterlassen. Ob Männlein oder Weiblein war manchmal nicht ganz so einfach zu erkennen. Da ging es diesem Bub noch richtig prima.

      Da die Halterin nicht mehr wusste, wohin mit all den neuen Babies, hat sie die ganz kleinen und nackten Würmchen der Schlange gegeben. :weinen:
      Aber was muss das für eine Schlange gewesen sein, denn von vielen, vielen Weibchen sahen die Unterboden so aus:

      Ihre Würfe können gerade erst gewesen sein, aber kann eine einzige Schlange 50 Babies und mehr in der Woche fressen? Zwischen unserer Familie befanden sich keine Würfe und kaum Jungtiere. Wo sind unsere Familienmitglieder alle!

      Zu unserem großen Glück erfuhr der Hamsterhilfe NRW e.V. von uns und denen war schnell klar, das sie uns helfen wollen. Aber wann macht es in so einem Fall Sinn? Ausschließlich unter der Bedingung, das unsere Großfamilie komplett mitziehen darf. Keiner sollte einem ungewissen Schicksal überlassen werden. In einer kurzfristigen Aktion innerhalb von wenigen Stunden zwischen erstem Kontakt mit der Halterin und dem Pflegestellenteam des Hamsterhilfe NRW e.V. wurden wir dann auch wirklich ALLE, die noch lebten, abgeholt. :applaus:

      Ein Brüderlein hat es nicht geschafft und wir mussten seinen bereits toten Körper zurück lassen. Alle anderen traten eine Reise an, die für uns jetzt schon großes Glück bedeutet, so ist für uns dieser 11.09.2014 ein Glückstag. Auch wenn einige nur noch kurz zu leben haben, sie müssen sich nicht eingepfercht im Dreck auf die Reise ins Regenbogenland machen.

      Nun ging es los - für unseren Urvater, der sich auch noch unter den 105 Familienmitgliedern befinden soll - ist es die Befreiung nach 2 Jahren des Horrors. Nach einer Fahrt im Auto und einer ersten Sichtung durch die Pflegestellen des Hamsterhilfe NRW e.V., durften wir alle saubere, trockene und nett eingerichtete Pflegeplätze beziehen. Wenn wir weinen könnten vor Glück, hätten wir es wohl getan. Das Pflegestellenteam tat es, aber nicht vor Glück, sondern vor Trauer und Entsetzen.

      Unsere "Glücksreise"


      Zwischenstopps zur weiteren Verteilung waren vom 11.09. auf den 12.09.2014 angesagt.


      Das Tollste: dort gab es frisches Wasser und auch jede Menge Futter!!! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie toll das für uns war! Denn wir hatten im alten Zuhause nicht genug Futter und Wasser bekommen. Einige von uns stürzten sich regelrecht auf das reichhaltige Angebot. Andere waren erstmal völlig verunsichert und trauten sich gar nicht, ihre neuen Gehege zu erkunden.

      Sie blieben einfach dort, wo man sie abgesetzt hatte - Minuten lang - bis ein Mensch sie ins Streu setzte. Sie kennen noch nichts unebenerdiges, zum Klettern, Erkundschaften etc..




      dann endlich hieß es ...

      Erstmal futtern...


      ....und trinken!!

      Die, die es besonders hart getroffen hat, wurden am 12.09.2014 sofort einem Tierarzt vorgestellt. Viele von uns sind einfach sehr unterernährt, andere haben Krankheiten, wie einen Hautpilz, einen Tumor, sind blind, haben Abszesse... ach ihr könnt es euch gar nicht vorstellen. Einen Tierarzt kannten wir ja bisher gar nicht. Manche von uns haben auch neurologische Ausfälle und schwere Fehlstellungen der Beinchen und verkrümmte Wirbelsäulen. Wir müssen jetzt alle erstmal zur Ruhe kommen und die schwere Zeit, die hinter uns liegt verkraften.

      Drückt uns alle Daumen, das es alle schaffen, ihr neues Leben auch zu genießen und Erkrankungen zu überwinden!!


      Blind und ausgemergelt kamen wir zum Teil bei der Hamsterhilfe an.


      Unterernährt mit großem Hunger und Durst saßen wir in unseren Boxen. Die Wasserschalen waren leider als solche kaum zu erkennen.


      Schwer entzündete Ohren, die wahrscheinlich amputiert werden müssen und einen Hautpliz brachte dieses arme Wesen mit.


      Dieser kleine Mann hat einen großen Abszess im Gesicht und wahrscheinlich auch noch einen Tumor.


      Am ganzen Körper mit Pilz befallen, überall sind Pusteln und Krusten. Fell ist kaum noch zu erkennen.

      Dies könnte ich fortsetzen und fortsetzen, aber euch reicht es wahrscheinlich schon so. Die Pflegestellen müssen alles mit ansehen, für uns sorgen und das Erlebte verarbeiten - aber sie helfen einander, so wie sie meiner Familie und mir helfen. Haben wir ein Glück, das es sie gibt.

      Auf der Fahrt in eine Pflegestelle wurde wieder Nachwuchs geboren. Die Babies kamen lebend an, ob es sie es schaffen, weiß ich nicht, aber wenn sie es schaffen, sind es die ersten lebenden Babies seit vielen, vielen Wochen und es sind alles Glücksbabies und sie haben mit ihrer Geburt uns allen den Startschuss in ein artgerechteres Leben gegeben. Endlich, endlich, endlich, hat die sinnlose Vermehrung, das Leiden, der Schmerz und der tägliche Horror ein Ende für uns. Noch müssen einige Familienangehörige mit dem Tode kämpfen, Operationen überstehen, voraussichtliche Würfe groß ziehen und vieles mehr. Aber alles ist besser als nur einen Tag länger dem bisherigen Dasein ausgesetzt zu sein.

      Wir schauen nun hoffnungsvoll in die Zukunft, wie meine süße Schwester mit einem fehlenden Hinterbein.


      Hinter mir und meiner Großfamilie liegt eine schwierige Zeit. Auch unsere traumatischen inneren Wunden müssen heilen. Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten und berichten, wie es mit uns beim Hamsterhilfe NRW e.V. weitergeht!

      Euer Glückspilz
      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team
    • Liebe Hamsterfreunde,

      wir haben Glückspilz für uns die Geschichte erzählen lassen, denn uns fiel es zu schwer den Horror in Worte zu fassen.

      Für den Hamsterhilfe NRW e.V. dessen Pflegestellenteam bedeutet dieser Notfall erneut viele Herausforderungen zu meistern, leider wie sie oft im Leben auch die Finanzielle.

      Dieser Notfall wird nicht "nur" 1000 € schlucken, sondern wird in die Tausende gehen. Das Wissen lässt uns aber nie eine Sekunde zögern, ausschließlich das zu tun, was wir im Einzelfall für richtig halten. Den Weibchen ein Abtreibungsmittel zu spritzen, um weitere Babies zu verhindern, kommt für uns nicht in Frage, gleichwohl an die 50 Würfe möglich sind. Wir helfen um Leid zu beenden und um Leben zu retten und nicht um es zu bekämpfen. Die Probleme, die mit dieser Aufgabe entstehen, müssen im Sinne aller Tiere - der lebenden und der ungeborenen - gelöst werden.

      Helft uns mit einer Spende bei dieser Aufgabe & Herausforderung.
      Glückspilz und seine Familie sagen danke.

      Hamsterhilfe NRW e.V.
      Deutsche Skatbank
      IBAN: DE98 8306 5408 0004 8307 25
      BIC/SWIFT-Code: GENODEF1SLR
      Deine Spende ist steuerlich abzugsfähig!

      Überweisungshinweis: Spende Campbellgroßfamilie


      Damit ihr als Dankeschön eine persönliche Urkunde mit eurem Vor- und Nachnamen bekommen könnt, gibt uns bitte eine Vorabinfo über eure Spende an spende :at: hamsterhilfe-nrw.de.

      Möchtet ihr uns gerade bei dieser Aufgabe regelmäßig helfen, in solchen Fällen finanziell abgesichert zu sein, dann könnt ihr dies gerne durch regelmäßige Spenden tun. Einfach dieses Formular ausfüllen und an unsere Vereinsgeschäftsstelle senden.

      Wir können im Namen der Notfellchen nur Danke für eure Unterstützung sagen.
      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team
    • Liebe Hamsterfreunde,

      danke, dass ihr auch bei diesem Notfall eure Anteilnahme zeigt. Die Hamster zeigen sich teilweise noch sehr gestresst - kamen erst nach wenigen Tagen zur Ruhe. Einige Tierarztbesuche sind erfolgt - manche OPs werden bis nach dem Trächtigskeitsquarantäneende (21 Tage nach Aufnahme) verschieben, sofern keine Lebensgefahr besteht bzw. keine wesentliche Verschlechterung zu erwarten ist. Dies ist z.B. bei einem voraussichtlich eingekapselten Tumor der Fall. Die ersten Würfe nach der Aufnahme haben nicht überlebt. Aktuell gehen wir davon aus, dass der Stresspegel für die Müttertiere noch zu hoch gewesen war und wie oft haben sie ggf. bereits in einer Box oder Minikäfig mit vielen anderen Campbells geworfen und keins ihrer Babies hatte eine Chance gehabt. Das Trauma braucht auch seine Zeit.

      Die erste Campbellfrau hat auch ihre Patenschaftsanzeige online gestellt:


      Falls ihr eine Dauerpatenschaft für sie übernehmen mögt, schickt bitte dieses Formular an unsere Vereinsgeschäftsstelle.

      :danke:
      Trotz der Trauer und der Ohnmacht, da man lediglich ein gutes Heim, gutes Futter und viel Ruhe bieten kann und dann abwarten muss, haben wir uns sehr über eure Spenden gefreut. Alle Spenderinnen & Spender, denen uns die Mailadresse bekannt ist, erhalten eine persönliche Urkunde als Dankeschön.



      Sie wird in den nächsten Tagen erstellt und euch dann übersandt.

      Nun heißt es weiter :daumendrueck: , dass alle es schaffen und noch ungeborenes das Leben entdecken darf.
      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team
    • Finns trauriges Schicksal

      Von einem ganz besonders anrührenden Schicksal aus diesem Notfall möchten wir euch heute berichten. Auch wenn es vielleicht besonders traurig ist, möchten wir, dass Finns Geschichte nicht vergessen wird.
      Schon bei der Abholung fiel der kleine Finni direkt ins Auge. Sein Gesicht war einseitig stark geschwollen. So stark, dass wir zunächst einen massiven Abszess vermuteten und gar nicht viel Hoffnung hatten. Angekommen in der Pflegestelle zeigte der kleine Mann aber Lebenswillen und knabberte am Futter.
      Doch die Umfangsvermehrung war wirklich massiv.


      Hier sieht man wie stark Finns Gesicht auf der rechten Seite angeschwollen ist.
      Einen Tag später stellten wir den kleinen Mann mit dem großen Lebenswillen einem Tierarzt vor. Aus der Verdickung konnte ordentlich Wundsekret herausgelassen werden und die Schwellung nahm erstmal ab. Doch leider ergab die Tastuntersuchung schon, dass Finn wahrscheinlich einen großen Tumor im Gesicht hatte. Um dies genauer abzuklären, hätte er in Narkose gemusst, doch nun sollte er erstmal wieder Kraft tanken dürfen.


      Mit deutlich abgeschwollener Gesichtshälfte bezog er sein Pflegeheim. Ausgestattet mit Zewa, damit sich die Wunde nicht weiter entzündet. Er lernte schnell, dass man in einem Haus schlafen kann und kam mehrfach täglich heraus um Futter einzusammeln.


      Natürlich wurde der kleine Kerl von seinen Pflegefrauchen rundum verwöhnt. Es gab zusätzlich zum reichhaltigen Zwerghamsterfutter immer Frischfutter, Gemüse- und Geteidebrei und Eifutter. Er nahm tatsächlich auch 3 g zu und machte insgesamt nach einer Woche einen munteren Eindruck. Natürlich wurde er auch medikamentös versorgt und erhielt sowohl Antibiotikum gegen die Entzündung als auch ein Schmerzmittel, damit er die Genesungszeit gut überstehen konnte. Die Wunde wurde mit einer Salbe täglich zusätzlich behandelt.

      Nach einer Woche ging es zum Kontrolltermin zum Tierarzt. Leider war Finns Gesicht dann wieder etwas angeschwollen, die Entzündung war aber besser geworden. Nun konnte viel besser untersucht werden, wie die Umfangsvermehrung im Gesicht angesiedelt war. Leider konnte die Tierärztin einen massiven Tumor, der weiträumig im Gesicht verbreitet war, feststellen. ;( Aufgrund der Größe war dieser leider inoperabel. Traurig konnten wir nun nur noch das Beste daraus machen und Finn ein paar schöne Tage bereiten. Mehr blieb uns nicht zu tun... Der kleine Kerl blieb lebenswillig, fraß, trank und ließ sich bereitwillig weiterhin mit Medikamenten behandeln. Leider verschlechterte sich sein Zustand aber zusehends und nun schwollen beide Gesichtshälften stark an. Der kleine Kerl versuchte weiterhin Futter einzusammeln, doch man merkte nun deutlich, dass ihm dies viel schwerer viel. Insgesamt baute er nun rasant ab und uns beschlich der Gedanke, dass er trotz Schmerzmittel nun nicht mehr schmerzfrei war. Und so blieb uns nichts anderes als Finn auf seiner letzten Reise zu begleiten.

      Finn, du warst nur kurz bei uns und hast doch etliche Herzen erobert. Du warst ein ganz besonders tapferer Kämpfer und wirst hier nicht vergessen werden. 14 Tage wurdest du hier umsorgt und gepflegt... du durftest leider nur kurz erfahren, dass Menschen es auch gut mit Tieren meinen können. Wir hoffen sehr, dass du diese Zeit etwas genießen konntest.

      Finns Schicksal hat uns ganz besonders berührt. Endlich einem schlimmen Martyrium entkommen, blieb ihm dann nur so wenig Zeit. Wäre er früher einem Tierarzt vorgestellt worden, hätte man ihm mehr Leben schenken können. Leider sind wir in solchen Fällen auch oft machtlos und können nur retten, was noch zu retten ist. Für Finn waren es 14 Tage.... 14 Tage, die zählen!!
      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team
    • Wutzelchen - ein schwer behindertes lebenswertes Leben - Kurzpaten gesucht

      Finns Schicksal ist grausam, aber die Grausamkeit in diesem Notfall sollte kein Einzelschicksal sein.

      Für Finn konnten wir leider keine Paten mehr suchen, für Wutzelchen zwar auch keine Dauerpaten, denn ihr Zustand ist zu schlecht - aber für Wutzelchen kannst du ihre Kurzpatin oder ihr Kurzpate werden.

      So kam Wutzelchen in ihrem harmseligen, verdreckten Gehege zu uns:


      Selbst Trinken viel ihr schwer


      Was darf dennoch nie fehlen, wenn man Tieren in ihrer größten Not hilft! Die Hoffnung - die Bitte um Hilfe - die aus diesen Augen spricht:



      Ihre ganze Geschichte erfährst du hier und kannst sie hier auch weiterhin verfolgen: Wutzelchen - ein schwer behindertes lebenswertes Leben

      Wenn ihr Wutziline unterstützen wollt, dann könnt ihr für sie eine Kurzpatenschaft übernehmen. Schreibt dafür einfach eine Mail an pate :at: hamsterhilfe-nrw.de mit dem Betreff: Kurzpatenschaft für Wutzelchen
      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team
    • Die unschönen Nachrichten kommen bei diesem Notfall einfach nicht zum Ende.

      Die süße Lene hat so einen krummen Rücken, dass sie sich nur schwerlich durch das Gehege bewegen kann.



      In ihrem Dauerpfleglingsheim richten wir nun alles so behindertengerecht ein, dass sie hoffentlich noch eine schöne Zeit bei uns verbringen kann. Für Lene suchen wir Dauerpaten.



      Weder auf die Suche nach Kurzpaten noch auf die Suche nach Dauerpaten, darf sich aktuell Reni machen. Wir nahmen zunächst an Reni sei trächtig, aber die Trächtigskeitsquarantäne ging ohne Wurf zu Ende. Beim Tierarzt wurde ein Ultraschall gemacht. Was sich nun genau in ihre Bauch befindet, wissen wir noch nicht. Die größte Wahrscheinlichkeit liegt leider auf einem Tumor - es kann aber auch eine Eierstock-Zyste sein. Ihr Bauch sieht schlimm aus , aber Reni zeigt noch so einen Lebenswillen und ist munter, dass wir ihr noch eine schöne Zeit schenken möchten - ganz egal wie kurz oder lange sie dauern mag.

      Reni - die süße Dame :love:


      Damit nicht genug. Wir erwarten aus diesem Notfall noch weitere Dauerpfleglinge. :S

      Damit immer noch nicht genug. ;(

      Viele der Campbells bleiben ungewöhnlich inaktiv, wir hatten 3 unerwartete Todesfälle (bei 105 Hamstern nicht so ungewöhnlich, aber sie zeigten vorher keine Anzeichen), das Gesamterscheinungsbild ist teilweise nach wie vor nicht gut, trotz gutem Futter, sauberen Streu etc.. Ganz grausam war, dass so viele Würfe/Babies nicht überlebt haben. Es kann an dem Stress vorher gelegen haben, aber leider auch an Oxyuren (Würmern). Ein Probetest letzte Woche ließ den Verdacht erhärten - ein geringer Oxyuren-Befall wurde bei einem Hamster festgestellt. Im Laufe dieser Woche wurden bereits Sammelkotproben von ca. 50 Hamstern eingeschickt und untersucht. Ein Großteil der Hamster ist betroffen - ein Nichtbefall scheint eher die Ausnahme zu sein. Das bedeutet für das Pflegestellenteam die Hamster insgesamt 10 Tage mit Panacur zu entwurmen und die Gehege regelmäßig zu desinfizieren. Der Aufwand ist groß, aber aus vorherigen Oxyuren-Notfällen wissen wir, dass die Hamster Panacur sehr gut vertragen und uns nach der Behandlung an den Würmern keine Hamster mehr gestorben sind. Eure Spenden für diesen Notfall werden also gerade gut gebraucht. Danke :knuddel:

      Um den Bericht nicht ganz negativ abschließen zu lassen. Ein paar Babies haben überlebt und wachsen nun glücklich auf. :love:

      Mama Cora hat vom 16.09.14 1 Baby
      Mama Molly hat vom 16.09.14 4 Babys
      Mama Tina hat vom 17.09.14 2 Babys
      Mama Ranjana hat vom 20.09.14 1 Baby
      Mama Amica hat vom 28.09.14 1 Baby
      Mama Vicki hat vom 25.09.14 3 Babys

      Auch wenn es traurig ist, dass viel mehr Babies unterwegs gewesen waren, hätten auch diese 12 Babies keine Chance gehabt, wenn sie zum Zeitpunkt ihrer Geburt nicht bereits in unserer Obhut gewesen wären. Das muss zählen - 12mal weiteres Leben gerettet!
      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team
    • Warum?
      Warum könnte nun nicht einfach alles gut sein?
      105 Hamster hätten nun ein artgerechtes Leben vor sich. Sie waren endlich dem Horror entkommen.

      Der wenige Nachwuchs, der nun eine Chance erhalten hat, sollte doch sorglos aufwachsen können, oder?
      Leider nein.

      Der süße Bub Toni von Mama Amica muss seit Donnerstag um sein Leben kämpfen bzw. eine liebe Pflegerin kämpft um seins und füttert ihn alle 3 Stunden per Hand (auch nachts).


      Seine Mama hat einen riesigen Abzess an einer Zitze bekommen. Er drohte bereits zu platzen, so dass gar keine Wahl blieb als ihn beim Tierarzt aufschneiden zu lassen.

      Nach der Leerung ist immer noch eine große Wunde zu sehen.


      Toni durfte nicht bei seiner Mutter bleiben. Die noch süffende Wunde bzw. der noch vorhandene Eiter wäre für ein gerade 11 Tage altes Baby der sichere Tod. Also wird nun versucht ihn per Hand aufzuziehen. Seine Chance stehen 50:50 - genauso wie die seiner Mutter. ;( Alle Daumen & Pfoten werden gedrückt. :daumendrueck:


      Leider sind in den vergangenen zwei Tagen doch noch zwei Hamster gestorben. Sie sind in ihrem Nest eingeschlafen. :kerze1: :kerze1:


      Neben der Trauer, des Schmerzes und des Bangens gibt es dann Momente, die gut tun und man weiß wieder genau, warum man helfen möchte und es auch tut. :herzhuepf:

      Die süße Mama Vicki


      mit ihren süßen Babys - nun ca. 18 Tage alt










      Ein Familienfoto am Buffet :lecker:


      Nun hoffen wir, wenn alle Behandlungen abgeschlossen sind, die Campbellgroßfamilie zur Ruhe kommen kann. Sie haben es so verdient. :love:

      Viele Grüße
      dein Hamsterhilfe NRW e.V. Team