Tumor am Hoden

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    • Tumor am Hoden

      Hallo,

      meinem Goldhamster Phlox geht es leider nicht gut.
      Er ist ja von Anfang an ein sehr scheuer Hamster gewesen. Zwischenzeitlich hat er sich richtig gut eingelebt und war manchmal nachts zu beobachten, aber selten vor Mitternacht.
      Phlox stammt aus einem Tierheim. Den Angaben der Tierpflegerin wurde er mit seinen Babygeschwistern und seiner Mutter zusammen in einer Plastiktüte gefunden. Als er unabhängig von seiner Mutter wurde, stopfte man ihn mit seinen Brüdern in ein winziges Terrarium ohne Laufrad, wo er auch nur sehr schlechtes Futter bekam. Dieses Tierheim ist leider auch sehr beratungsresistent... ||
      Er lebte seit ungefähr Oktober 2014 bei mir und war eine Zeit lang wirklich fröhlich. Buddelte viel und benagte sehr gern frische Äste, Sonnenblumenblüten und obwohl Phlox gehbehindert ist (er hat zu kurze Hinterbeine mit Fehlstellung) radelte er echt lange in seinem Laufrad.
      Mit 130g war er auch immer ganz gut im Futter, wie ich fand. Der Napf war meistens nur halbleer, aber das Grünfutter, das er täglich bekommt, ist fast immer weg (außer Feldsalat, den mag er gar nicht :D ). Das Futter aus dem Streu sammelte er sich genauso gerne zusammen, wie das Futter vom Napf. Kurzzeitig war er sogar mal richtig mutig und hat mir Nüsse aus den Fingern gemopst. Aber das klappte nur ein paar Mal, dann hab ich ihn wieder wochenlang nicht gesehen, weil ich einfach nicht jeden Tag bis in die Puppen aufbleiben kann :D :sleeping:
      Einmal zwischenzeitlich hatten wir über das Futter Ungeziefer eingeschleppt, aber glücklicherweise konnte nach einer gründlichen Gehegereinigung und neuem Einstreuen wieder Entwarnung gegeben werden und ihm war nichts passiert.

      Ungefähr seit einem Monat sehe ich Phlox allerdings gar nicht mehr. Letzte Woche hab ich ihn dann mal ausgebuddelt, um nach ihm zu sehen, da auch immer weniger Futter fehlte. Schon beim Buddeln merkte ich, dass es echt im Streu roch. Er hatte seine beiden Hauptnester, die er sonst so benutzt, gar nicht mehr in Gebrauch, sondern war noch tiefer ins Streu umgezogen (ich hab ca. 35cm tief eingestreut und Phlox war ganz unten).
      Seine Toilette hatte er ja auch seit einigen Tagen schon nicht mehr aufgesucht, das hab ich beim Saubermachen bemerkt. Phlox ist eigentlich kein Wildpinkler.

      Als ich ihn dann gefunden hab, sah er ganz schlimm aus. Bewegte sich langsamer als früher und war struppig. Am hinteren Rücken fehlt einiges an Fell.

      Gleich am nächsten Tag sind wir zu unserer Tierärztin gefahren. Phlox wiegt mittlerweile 150g und das, obwohl er immer weniger isst. Allgemein wirkte er besser, als ich es erwartet habe.
      Die Tierärztin tastete ihn ab und fand heraus, dass einer seiner beiden Hoden ein Seminom ausbilden, also einen Tumor. Diese Art von Tumor ist wohl auch ursächlich für Fellverlust und drückt auf seine Blase, sodass er es nicht mehr zu seiner Hamstertoilette schafft.
      Ein Teil dieser Gewichtszunahme sei dem dichteren Tumorgewebe geschuldet. Außerdem ist er ja mittlerweile unsportlich geworden...
      Milben und Pilze konnte die Tierärztin ausschließen. Sie hat sich seine Haut und das Fell genau angeschaut und festgestellt, dass die Haut top gesund ist, keine Löcher/Gänge/Bisswunden, keine Krusten oder Schuppen etc. und das Fell kommt auch nach, man kann die Haare nicht rausziehen. Außerdem juckt er sich gar nicht. Bei Berührung der Hodengegend jedoch reagiert Phlox ganz empfindlich, weil ihm das von innen her drückt.
      Die Tierärztin meinte, es wäre nicht so gut ihn zu operieren, weil seine Überlebenschancen wirklich gering sind. Er ist ca. 19 Monate alt, vielleicht etwas älter.

      Obwohl ich finde, dass er wirklich ein langsam krabbelnder Tropf geworden ist, der ja nur noch in seinem Nest hängt, meinte sie, er sei noch zu munter und vital, um eine Einschläferung zu rechtfertigen.

      Ich will nicht warten, bis er an dem Tumor stirbt. Verglichen mit dem munteren Hamster, der er noch vor wenigen Wochen war, ist er jetzt so langsam und zaghaft. Es tut mir echt weh ihn so zu sehen, aber ich bin ganz schön unsicher, was ich tun kann.

      Ich gebe ihm Babybrei und vermehrt Nüsse, Kerne und Eiweißfutter. Außerdem futtert er immer noch täglich seine Schale mit Grünfutter. Heute jedoch fehlte beim Grünfutter fast gar nichts und den Babybrei mochte er wohl auch nicht (vl. nicht seine Sorte?)... und er trinkt echt wenig.

      Aber wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich ihn erlösen sollte? Ich möchte nicht, dass er leidet.
      Glücklicherweise bunkert er in seinem Streu nichts Frisches, das wird immer sofort verzehrt. Aber ist es nicht auch gefährlich in Hinblick auf Schimmelbildung, wenn er so viel in sein Nest oder dort in der Nähe pullert? Ohne größeren Stress krieg ich das Nest aber nicht sauber... :/

      Für Ratschläge bin ich sehr dankbar!

      Ich hänge noch ein paar Fotos von Phlox an, damit ihr seht wie struppig er ist. Die Fotos sind direkt nach dem Tierarztbesuch vergangene Woche gemacht worden.

      Phlox sieht im Gesicht stuppig aus und insgesamt ist er irgendwie hager geworden...

      Wenn er geht, dann langsam und bedächtig. Hinten fehlt ihm sichtlich Fell, welches schon nachwächst.

      Hier ein Foto vom Popo - man sieht eindeutig, dass ihm Fell fehlt :(
    • Hallo, das tut mir sehr leid für euch ;( .

      Ich kann dir leider keinen "fachmännischen Rat" geben, aber beim Lesen des Textes bin ich über eine Sache gestolpert:

      Warum meint denn die TÄ sich so sicher sein zu können, dass Phlox die OP höchstwahrscheinlich nicht überleben würde??

      Hat sie das näher erläutert? Denn, wenn es nur am Alter liegt, finde ich persönlich 19 Monat noch nicht zu alt für eine OP!
      Allgemein gilt die Meinung, dass die Kleinen OPs oft besser wegstecken, als wir denken. Hier wird immer zur Gasnarkose geraten.

      So ich wie das sehe, also heraus lese, klingt der Zustand leider ziemlich akut. Ich befürchte, wenn du nichts unternimmst, wird Phlox leider so oder so nicht mehr sooo sehr lange Zeit haben. Entschuldige meine Offenheit. Welches Risiko gehst du also ein, wenn du nicht darüber nachdenkst, wann du ihn erlösen mussst, sondern ihn operieren lässt? Für mich liest es sich so, als könntet ihr nur gewinnen... Und, wenn, dann würde ich lieber morgen als übermorgen eine OP wagen, denn der Kleine scheint ja jeden Tag schwächer zu werden :( .

      Wenn ich etwas falsch interpretiert habe, oder jemand hier aus dem Forum anderer Meinung ist, bitte sagen. Aber ich glaube, hier sollte schnell gehandelt werden. Hast du vllt noch einen fachkundigen TA, der Erfahrung mit OPs bei Hamstern hat, oder ist deine hamstererfahren?
    • hallo.

      Ich sehe das wie Wudin. Nach Viel Lebensqualität klingt das nun nicht gerade :( ich würde mir auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen.
      Liebe Grüße
      Fellknäuel

      Unvergessen und unendlich vermisst ;( : Wuselbusel :hamsterknuddeln: meine Herzenshamstermaus :dsungi: mit der meine Hamsterliebe begann. Ebenso die sanftmütigste Dsungarin, die die Welt je gesehen hat: Meine geliebte Loni. <3
    • Hey,
      danke für die schnellen Antworten :)

      Es stimmt absolut, die Lebensqualität bleibt echt auf der Strecke :( und es tut mir so leid Phlox so zu erleben. Wir streuen ihm heute Abend einige Kürbiskerne, Pinienkerne und so aus und wollen mal gucken, ob er sie aufsammelt. Eigentlich findet er die Teile zu gut um sie liegen zu lassen...

      Die Tierärztin sagte, dass sie nicht operieren würde, weil ihr das Risiko zu groß wäre, dass er dabei stirbt.
      Sie ist recht häufig im OP. Wie oft da kleine Tiere bei sind, weiß ich nicht. Narkose läuft bei ihr - soweit ich weiß - über Gas. Sie hat schonmal einen meiner Wellensittiche narkotisiert und das wurde mit Gas gemacht. Bei ihm musste ein gefährlicher geschlossener Ring am Bein entfernt werden. Weil das sehr stressig für ihn gewesen wäre, hat sie ihn etwas benebelt und dann ging es ganz einfach und der Welli hat es gut überstanden.
      Und eigentlich ist sie nicht zaghaft mit Entscheidungen. Ich erlebe sie als eine sehr sichere und extrem gut informierte Tierärztin, die ihr Team und sich selbst auch laufend fortbildet.
      Eigentlich ist sie Expertin für Vögel. Ich hab ja auch noch Wellensittiche und bin deshalb bei ihr in der Praxis und zwar schon seit 2010, also seit ich die Wellis habe. Es gibt zwischen der Tierärztin und mir ein ziemlich enges Vertrauensverhältnis. Zumindest bei meinem Hund und den Wellis hat sie sich noch nie geirrt oder eine doofe Entscheidung gefällt, auch wenn ich nicht immer alles so sehe wie sie. Immerhin nimmt sie sich immer Zeit und ruft auch abends nach Praxisschluss bei mir an, um strittige Themen zu klären.
      Außerdem ist die Praxis wirklich hochmodern, inklusive Labor und Station für kranke Tiere, die unter Beobachtung dort sein müssen, sie können röntgen und haben diverse Untersuchungsinstrumente in diversen Behandlungsräumen. Also eigentlich sind die echt gut dort. Eine Fehlentscheidung wäre eine echte Überraschung für mich.

      In ihrer Praxis arbeitet meines Wissens nach auch eine Nagerexpertin (ich vermute mal dass ich Tierarztnamen generell im Forum nicht nennen darf...). Bei ihr war ich auch schonmal mit dem Zwerghamster, den mein Freund und ich neben dem Goldi haben (wir haben Wellensittiche in einem Vogelzimmer, einen kleinen Hütehund und zwei Hamster, früher drei. Die drei leben auf zwei Räume verteilt in relativ großen Gehegen und haben keinen wirklichen Kontakt zueinander ;) ). Die angestellte Tierärztin hat sich in ihrer Promotionsarbeit mit einem Nagerthema (Zähne) beschäftigt und sie ist auch Expertin für Ultraschall. Sie hatte unseren Zwerghamster geultraschallt, weil die kleine relativ plötzlich ziemlich dick geworden ist. Wir wollten es genau wissen und sie hat herausgefunden, dass es vermutlich damit zusammen hängt, dass sie hormonell sehr aktiv ist. Es war richtig beeindruckend. Sie konnte die ganzen Organe erklären und hat sich fast 45 Minuten Zeit genommen, obwohl wir für die Untersuchung nur sehr wenig bezahlen mussten (ich glaube es waren nicht mal 40€ - mag für manche Leute viel klingen, aber ich finde das wenig bei dem Zeit- und Geräte- und Expertiseaufwand!). Man hat bemerkt, dass ihr die Sache wirklich wichtig ist. Mittlerweile ist Hamsterzwergi wieder bei ihrem Idealgewicht angekommen. Sie ist eine Campelldame und gleichaltrig mit Phlox - und bis auf dass sie extrem gerne Hände benagt und zwickt ist sie sehr anhänglich ;)

      Zu der anderen Tierärztin, der Chefin die auch Vogelexpertin ist, bin ich eigentlich nur mit Phlox gegangen, weil ich ihn als Notfall angesehen habe und ich an dem Tag eh einen Check-Up-Termin für zwei Wellensittiche hatte. Da hab ich Phlox einfach mitgenommen, weil das am schnellsten ging.

      Ich werd morgen früh mal in der Praxis anfragen, ob ich bei der Nagerexpertin einen Termin haben kann. Vielleicht gibt's da ja eine gute zweite Meinung. Meine eigentliche Tierärztin ist grade in dieser Woche im Urlaub.
    • Mach das so! Ich würde morgen Früh darauf hinweisen, dass es wirklich sehr eilig ist und du am besten noch gestern den Termin bei der Nagerexpertin brauchst. Wie gesagt, ich befürchte, dass euer Kleiner sonst immer schwächer wird... und wenn du dann evtl. noch zu lange wartest, wären das ja nicht die besten Voraussetzungen für eine OP.

      19 Monate finde ich einfach noch zu jung, um daran zu denken, ihn aufzugeben. Und der Tumor scheint ja arg an ihm zu zerren :( .

      Drücke euch die Daumen und hoffentlich könnt ihr dann direkt auch morgen dahin und etwas entscheiden.
    • Danke für die Anteilnahme :)
      Ich hab auch noch ein paar Freunde gefragt, die auch Nagetiere haben. Die gehen alle zu einem Tierarzt, bei dem ich noch nie war. Aber wenn ein Haufen Leute, die sich nicht kennen, alle zum gleichen Tierarzt gehen und alle zufrieden sind, dann muss der ganz gut sein, denk ich...
      falls ich nicht zufrieden bin bei meiner Nagerexpertin, werd ich mit Phlox mal den Doc wechseln!
    • Ja. Mit der anderen, aus der dir bekannten Praxis, warst du ja auch ganz zufrieden. Aber dieser klingt natürlich auch gut - Empfehlungen sind da oftmals sehr wertvoll. Sei froh, dass du die Auswahl hast. Und der verlinkte Beitrag von @Sinead macht ja auch Mut.

      Ich bin wirklich niemand, der vorschnell zu einer OP rät. Aber, ich wiederhole mich, ich würde hier wirklich ganz schnell was machen, versuch doch am besten gleich morgen, dem Puschel zu helfen :krank: .

      Alles Gute, ich halte die Daumen gedrückt, und berichte uns dann bitte.
    • Ich schließe mich da auch in allen Punkten meinen Vorgängerinnen an.

      Falls nichts zu machen ist - (und auch bis zur OP), würde ich auf Schmerzmittel bestehen.

      Viel Glück :goodluck: <3
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila & Manou
      Patenpuschel: Käpt'n Ahab, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Mein an Prostatkrebs erkrankter Schäferhund wurde damals mit Corison behandelt. OP kam nicht in Frage, zu alt, zu viele gravierendere Baustellen, zu hohes Risiko...


      Aber davon geht der Tumor ja nicht weg. Phlox fühlt sich so, wie die Situation jetzt ist, ja unwohl. Die erfolgreiche OP könnte in ihm wieder die Lebensgeister erwecken. Falls er soweit fit ist, würde ich es riskieren. Auf jeden Fall alles Gute :daumendrueck: :daumen:


      :hlaugh: Liebe Grüße :dsungi:
    • Hallo!
      Ich habe grade einen Tierarzt angerufen, der mir empfohlen wurde von mehreren Hamster- und Kaninchen- und Meerschweinchenhaltern.
      Ich hätte heute mit Wartezeit oder morgen um 11:30 kommen können und hab mich dann für morgen um 11:30 entschieden, weil ich den Stress für Phlox gering halten möchte und ich hoffe, dass wir nicht so lange warten müssen.
      Die Nagerexpertin in meiner Stammpraxis hat morgen um 14 Uhr Zeit. Ich werd jetzt auf jeden Fall erstmal den neuen Tierarzt aufsuchen, da er wirklich einen guten Ruf hat.

      Er hat heute Nacht ein bisschen besser gegessen: Bananenchips und Mehlwürmer fehlten, die ich im Streu ausgelegt habe und die Kerne fehlten auch, die ich direkt vor sein Nest gelegt habe. Er war außerdem auf dem Dach seines Häuschens und hat dort Grünfutter genommen und am normalen Futter (momentan haben wir das von Rodipet) genascht, aber sehr viel fehlt dort nicht. Nach Banane, Kernen und Mehlis dürfte er aber auch schon einiges gemampft haben ;)


      DsungiMika schrieb:

      Falls er soweit fit ist, würde ich es riskieren. Auf jeden Fall alles Gute :daumendrueck: :daumen:
      Leider fühlt er sich ja nicht fit. Er schleicht nur, bewegt sich also sehr langsam, als ob er seine Umgebung gar nicht wirklich wahrnimmt und reagiert mit einer Mischung aus Anschmiegen und langsam weggehen (es sah sehr merkwürdig aus, wie er sich bewegt hat) darauf, wenn man ihn an der Stelle wo der Tumor sitzen soll, berührt. Phlox saß dabei in einer Plastikschüssel und die Tierärztin hat ihn festgehalten und abgetastet. Später hat sie ihn noch mal abgetastet, als sie ihn in der Hand hatte, aber sie wollte auch sehen wie er geht und hat ihn deshalb in der Schale laufen gelassen. Früher hätte er auf jeden Fall versucht aus der Schale zu entwischen. Er war ja auch schonmal bei der Tierärztin und da war er echt fast unhaltbar, so flink war er. Dieses Mal war das ein richtig starker Unterschied :(
      Er versucht aber auch gar nicht zu beißen, was für Phlox auf jeden Fall total ungewöhnlich ist. Früher war er wirklich sehr scheu und wenn er sich bedrängt gefühlt hat, konnte er sehr aggressiv reagieren. Phlox war nie wirklich zahm. Dass er sich beim Abtasten kaum wehrt ist für mich ein alarmierendes Zeichen.
      Das hab ich der Tierärztin auch gesagt, aber sie fand, dass er dennoch ganz gut aussieht. :/

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von feather ()

    • Du kennst Phlox ja am besten und weißt das wahrscheinlich schon gut einzuschätzen. Bei Lelia ist es mir auch aufgefallen, dass sie sich komisch verändert hat. Zunächst hat der Tierarzt auch gesagt, dass es alles okay aussieht, aber so war es leider nicht. Die Krankheit wurde dann erst spät erkannt.

      Du weißt ja nun, was dein Phlox hat und hättest noch die Möglichkeit einzugreifen. Die Frage ist eben, ob du das OP Risiko eingehst und Phlox dabei vielleicht verlierst, oder ob du ihm lieber irgendwie die Zeit, die er mit Tumor hat, irgendwie verschönerst, bis es eben nicht mehr geht und er eingeschläfert werden muss. Das Abschätzen, wie viele Schmerzen er hat und ob er noch Lebensqualität hat, ist aber sehr schwierig. :/

      Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dir noch eine andere Meinung des TA einzuholen. Vielleicht bist du danach schlauer. Schmerzmittel finde ich auch wichtig, ich glaube das die Lelia noch ganz gut geholfen haben.

      Ich wünsche Phlox und dir alles Gute! Ich drücke fest die Daumen, dass er es irgendwie schafft :daumendrueck:
      Liebe Grüße
      Sarah :hamstergrins:
    • Hallo!

      Ich war heute beim Tierarzt mit Phlox. Der Tierarzt wurde von mehreren Nagerhaltern empfohlen und er hat auch schon erfolgreich eine OP an dem Hamster einer Bekannten durchgeführt.

      Phlox wurde untersucht und der Tierarzt hörte sich meine Beobachtungen an. Erstmal wollte ich ihm noch nicht sagen, dass ich zu ihm gekommen bin, um eine zweite Meinung zu hören, damit er sich auf sein Gefühl verlässt und nicht nur überprüft ob die andere Tierärztin recht hat. Ich hab gesagt, dass ich Phlox als ziemlich bissig kennengelernt habe, der keine halben Sachen macht und sich kräftig wehrt. Dagegen konnte auch dieser Tierarzt ihn ohne Bedenken anfassen 8o
      Er tippte sofort auf Demodexmilben und sagte, dass der Fellverlust dafür typisch sei. :| - das hatte ja die andere Tierärztin ausgeschlossen.
      Dann hab ich ihm "gestanden", dass ich letzte Woche woanders mit Phlox war und dass dort die Diagnose Hodentumor gefallen sei. Da er nun aber nicht immer gut isst und ich ihn weiterhin gar nicht sehe oder sein Laufrad auch nicht höre, möchte ich eine zweite Meinung haben.
      Der Tierarzt war erstaunt, dass kein Ultraschall gemacht wurde und hat Phlox dann abgetastet. Er war wirklich lange mit ihm beschäftigt und hat die ganze Zeit erklärt, was er fühlt. Da sind laut dem neuen Tierarzt aber weder Zysten zu fühlen, noch konnte er bei den Hoden etwas merkwürdiges ertasten.
      Er hat mir das ziiiiiemlich lange und genau erklärt und mich auch die Hoden fühlen lassen und ich muss sagen, dass die tatsächlich ziemlich weich waren :D
      Er sagte für ihn wäre Phlox nicht zu "schlapp" um ihn zu operieren, das würde er tun, wenn er einen Grund hätte. Und ich hab auch sofort gesagt, dass ich eine OP will, wenn sie nötig ist. Aber er hat nichts gefunden. Ultraschallen wollte er nicht, weil er beim Tasten schon nichts gefunden hatte (ein bisschen schrägo, weil das ja im Grunde die Untersuchung noch klarer gemacht hätte, aber ich hab nur gesagt, dass ich mit Ultraschall sehr einverstanden wäre und er hat genickt und gesagt, dass er das nicht braucht um zu sagen, dass der Hamster für ihn keinen Tumor hat :wacko: )...

      Dann hat er sich seinen Gang angeschaut, als Phlox wieder in der großen Plastikschale saß und fand, dass Phlox' Hinterbeine gar nicht so verkürzt aussehen. Phlox war mittlerweile richtig wach und total neugierig. Beinahe wie ein gesunder, junger Hüpfer hat er versucht seine Kiste zu verlassen :rolleyes: :love:

      Der Tierarzt hat dann noch ein Geschabsel von Phlox' Rücken gemacht und es unter dem Mikroskop untersucht und mich auch gucken lassen. Insgesamt hat er mich wirklich stark in seine Untersuchung eingebunden, das fand ich echt nett. Vielleicht hat er mir angesehen, dass ich mir ganz schön große Sorgen mache :/
      Bei dem Geschabsel habe ich kein Blut gesehen. Ich kenn das sonst nur vom Hund und dachte, dass das echt suppen muss. Der Tierarzt hat meinen skeptischen Blick gesehen und gesagt, dass er nicht so doll kratzen muss, weil das eine besondere Milbenart ist.
      Wir haben Demodexmilben auf Phlox gefunden und ich konnte unter dem Mikroskop auch eine sehen, die sich richtig bewegt hat. Brrr... ich dachte sowas seh ich nicht mehr, ich hab doch Bio damals auch extra früh abgewählt, weil ich das immer so ekelig fand :D :D

      Der Tierarzt hat dann eine Weile mit mir diskutiert und ich hab mich für ein Spot On entschieden. Ich hab ja ansonsten eher Tierarzterfahrungen durch meine Wellensittiche und da ist man zwar auch sehr vorsichtig mit Spot Ons, aber wenn man unter Milben leidet, dann muss das drauf.
      Ich soll Phlox in vierzehn Tagen und in vier Wochen noch mal spotten und ich soll nicht das Gehege einstreuen, weil das den Milben keinen Nachteil bringt. Außerdem soll ich Phlox weiterhin viel Grünfutter anbieten (klar! Das mache ich sowieso!).

      Dann haben wir Phlox' Alter diskutiert. Er soll ja ungefähr im Sommer 2014 geboren worden sein, sagten die Tierheimleute.
      Der Tierarzt meinte, er könne sich den Fellverlust eigentlich nur erklären, wenn der Hamster schon älter wäre. Das kann ich ja nicht ausschließen. In Tierheimen passieren Fehler und ehrlich gesagt sind Hamster nicht grade die Nummer eins in diesem Tierheim, aus dem Phlox kommt. Dass die ihre Hamster ganz katastrophal halten, das hab ich ja eingangs schon erzählt.
      Der Tierarzt sagt, er denkt dass der Hamster älter ist, weil er halt älter aussieht und einen seniorenhafteren Eindruck macht.

      Der Tierarzt hat mehrmals darauf hingewiesen, dass Demodexmilben nicht ansteckend für die anderen Tiere oder mich sind, weil sie wirtsspezifisch leben. Ich muss also meinen Campbell und meinen Hund und mich selber nicht auch noch behandeln. Ich werd aber trotzdem schauen (Hund ist gespottet, Campbell und ich natürlich nicht) und beobachten. Da Phlox so scheu ist, mag er überhaupt nicht in den Auslauf, von daher bin ich mir schonmal sicher, dass eine Übertragung unter den Hamstern ausgeschlossen ist. Die Hamsterfuttersorten sind in verschiedenen Dosen und ich nehm jeden Tag frische Löffel... :rolleyes: :saint:

      Ich hab jetzt also zwei komplett unterschiedliche Diagnosen. Phlox soll entweder einen Tumor haben oder ein alter Opi mit Milben sein. :/ :S

      Momentan glaube ich eher der zweiten Diagnose, weil ich halt die Milben selber gesehen habe. Aber ich muss ganz ehrlich sagen: Es ist ein ganz blödes Gefühl zwei so komplett gegensätzliche Diagnosen zu bekommen!
    • Hallo,

      zum Thema Demodex gibt im Ratgeber einen ausführlichen Erfahrungsbericht:

      hamsterhilfe-nrw.de/?page_id=1619

      Vielleicht hilft dir das weiter.
      Liebe Grüße,

      Tanja mit Flynn

      Ganz tief im Herzen ;(
      Zorgi + Sheldon + Butters + Floh :katze: + Matty + Kiam + Böhnchen + Floyd + Vince + H. Cortés + Zwiebel :katze: + Lykke + Gunnar + Brace + Amaya + Angus
      :trauer4:


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    • Hallo,

      danke, das ist sehr informativ.

      Gestern Abend war total toll: Ich hab Phlox gesehen. Wir hatten ihm einige Kürbis- und Sonnenblumenkerne im Gehege ausgestreut und er war eifrig auf der Suche.



      Kurz darauf ist er wieder in sein Häuschen verschwunden. Aber für ungefähr fünf Minuten konnte ich ihn beobachten <3

      Mein Plan ist jetzt folgendermaßen:
      Ich werde erstmal die Annahme mitgehen, dass Phlox schon älter ist als wir ursprünglich dachten und mit der Milbenbehandlung fortfahren. Um sein Immunsystem zu stärken fallen mir eigentlich nur Nahrungsergänzungsmittel ein. Ich bin da noch etwas unentschlossen, welches ich nehme.
      Kann ich sie auch ohne tierärztlichen Rat geben oder soll ich lieber vorsichtig sein?
    • Auch hier hilft der Ratgeber, ggf. sollten Dosierungen mit dem TA abgesprochen werden.

      1. Stärkung Immunsystem
      Auch wenn der TA nur ein Spot On gibt, bitte immer nach Möglichkeiten zur Stärkung des Immunsystems fragen. Bei einem starken Ausbruch spritzen die TA das Antimilbenmittel, weil es so schneller wirkt. Sie kombinieren es oft mit einem Vitaminpräparat oder Catosal (hierzu später mehr), damit das Immunsystem unterstützt wird.
      Auswahl an Mitteln zur Stärkung des Immunsystems:
      • Echinacea (Heel, Ampullen ohne Alkohol): 1ml ins Trinkwasser oder den Brei gegeben

      • Bioserin (beim TA): Dosierung in Absprache mit TA

      • Propolis D4 oder D6 (homöopathisch): Drei Globuli am Tag

      • Catosal (beim TA): Dosierung in Absprache mit TA

      • Vitacombex (TA oder Zoofachhandel): 1 Tropfen pro Tag

      • BirdBeneBac(TA): als Kur beim Jahreszeitenwechsel, eine Woche jeden Tag eine Erbsengröße

      • Vitamin B12 mit Depotwirkung (beim TA): 1 Tropfen alle drei Tage

      Ich rufe die mal @honeycake sie hat Erfahrung mit Demodex-Hamstern und kann dir evtl. besser weiter helfen.
      Liebe Grüße,

      Tanja mit Flynn

      Ganz tief im Herzen ;(
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      :trauer4:


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    • Äh ja, das hab ich doch schon gelesen :thumbsup:
      Ich hab grad keins der Präperate da (und ich weigere mich Globulis zu geben). Einige kenne ich vom Namen her oder habe sie auch schon an meine Wellensittiche verabreicht. Aber ich muss Mittwoch mit einem meiner Wellensittiche zu einem Check Up, da werd ich was mitnehmen für Phlox und auch nach der Dosierung fragen.

      Gestern hat Phlox seinen Obstteller leergemampfelt, da gab es ein Stück Banane und ein größeres Stück Apfel. Vom Gemüseteller fehlte auch einiges. Dazu noch die Kerne - ich glaub, dass Phlox grade denkt, dass er im Schlaraffenland angekommen ist :D

      Ich bin echt sooo happy, dass ich ihn gesehen habe und vor allem, dass ich eine hilfreiche Diagnose bekommen habe. Es sind mir wirklich große Steine vom Herzen gefallen. Vielen lieben Dank, dass ihr mir Mut gemacht habt und für die vielen Tipps. Das war wirklich richtig hilfreich!! Danke!
    • Guten Morgen,

      ich finde es auf jeden Fall sehr gut, dass du dir so schnell noch einen Termin hast geben lassen und eine zweite Meinung eingeholt hast. Auch, wenn diese nun so extrem stark von der Meinung der 1. TÄ abwich, was wirklich doof ist und erst einmal verunsichert :S .

      Du wirst natürlich merken, ob Phlox unter der Demodex-Behandlung wieder aufblüht. Wir drücken die Daumen.

      Zu den o.g. Mitteln - das von Heel z.B. sind ja auch Tropfen, die kann man sehr gut in einer Spritze im Kühlschrank aufbewahren und dann täglich, wie auch schon beschrieben, ins Trinkwasser oder in den Brei geben. Funktioniert wunderbar. Wie ganz sicher auch mit den anderen Tropfen, da gibt es ja einige Möglichkeiten und ich würde das einfach kurzfristig mit dem TA absprechen; geht ja vllt sogar flugs telefonisch. Nur am Rande, warum magst du keine Globulis geben, bei nem MiHa?
    • huhu - Mariendistelextrakte werden unter Menschen als Leberschutzmittel und Immunstimmulans teuer gehandelt, weil sie so wertvoll sind.

      Bei Hamstern hat man es da gut. Einfach in einem Futtershop preiswert als ganzen Samen kaufen und verfüttern. (Nicht das Kraut, den Samen!)

      Beim Spotting ist Leberschutz eigentlich ein MUSS - weil es dann problemlos wird, selbst wenn anfangs Wiederholung in kurzen Abständen nötig ist.

      Die Samen sind preiswert - im Gegensatz zur Industrieware frei von Zusatzstoffen, und werden vom Nager persönlich ja sozusagen kaltgepresst zubereitet 8o - also unter einem Herstellungsverfahren, was alle Inhaltsstoffe optimal erhält, was unter den "hergestellten" Präparaten durch Trocknungsverfahren z.B. nicht so gegeben ist.


      Ich habe das in meinen Mischungen immer mit drin.
      Setze ich die Mariendistel allerdings gezielt als Immunstimmulanz/Leberschutzmittel ein, zermahle ich die Körner in meiner Kaffeemühle (kann man auch mit der Gabel/Mörser zerquetschen). Dann wird das nicht weggebunkert, sondern tatsächlich in größeren Mengen gefressen. Die Hamster schnabulieren das Pulver einfach zwischen den Schalen heraus.

      In Kapseln gekauft ist es schon pulversisiert (getrocknet ist die Wirkung aber natürlich abegschwächt) und leider hat man dann auch jede Menge Füllstoff mit untergerührt - meist Zuckerstoffe, vor allem Maltodextrin.
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila & Manou
      Patenpuschel: Käpt'n Ahab, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Hey,

      also das Thema Globulis möchte ich hier nicht diskutieren. Ich glaube nicht dass sie helfen und werde sie meinem Tier und auch meinen mir anvertrauten Menschen nicht verabreichen noch werde ich dafür Geld ausgeben. Für mich ist das Scharlatanerei und Abzocke und ich hoffe, dass sie bald verboten oder nur noch als Süßigkeiten verkauft werden dürfen.
      Bene Bac zB kenne ich, Echinacea ebenfalls und da hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

      Mariendistelsamen bekommen bei mir alle Tiere regelmäßig. Da ich eine Campbelldame habe und die ja ab und an zu Leberproblemen neigen, bin ich auch sehr froh, dass sie die Samen nicht nur hamstert, sondern auch wirklich isst. Gilt für Phlox auch.
      Zermörsert habe ich da aber noch nix, die haben sie tatsächlich selber aufgeknabbert. Bei den Gehegereinigungen ist mir aufgefallen, dass da nur wenige Mariendistelsamen drin waren. Ich gebe aber mehrmals im Monat einige Teelöffel. Darum gehe ich davon aus, dass sie sie wirklich gegessen haben.

      Das Gemüse gestern (Salat und Gurke) fand er nicht so toll. Lediglich der Fenchel ist komplett weg. Da war wohl noch jemand verwöhnt vom Obstteller am Abend vorher. Obst biete ich aber nicht täglich an, da ich finde dass bereits in vielen Gemüsesorten reichlich Zucker vorhanden ist.
      Als Leckerei hatte er gestern Wellensittichfutter (das was meine Wellis auch bekommen, bestehend aus mehlhaltigen Saaten, 30% Gräser, 30% Kanariesaat, Rest Hirsen und ein paar Extrasorten wie Dari, Amaranth, Buchweizen, Leinsaat, etc.). Davon hat sich Phlox ziemlich viel geholt. Es lag im Streu und heute fehlt von einem EL ca. 2/3. :)
      Er steht allgemein sehr auf die kleineren Körnchen. Darum geb ich ihm ab und zu einen Löffel Wellifutter, oder auch gern mal Sesam, Leinsamen, Amaranth und Quinoa (dann aus meiner Küche ;) ).

      Vom eigentlichen Hamsterfutter (habe hier momentan ein Goldhamsterfutter, ein Rest von Ricos gemischt mit Mixerama) nimmt er üblicherweise nicht ganz so viel. Da er aber an den Leckerchen sehr viel nimmt und sein Gewicht konstant ist, denke ich nicht, dass er hungrig ist. Er bekommt täglich 2 EL Hamsterfutter, einen im Napf und einen ins Streu.

      Auch wenn ich ihn nicht sehe, ist es ein gutes Zeichen dass er überall im Gehege aktiv ist. Sein Gehege ist 160x60 und ca. 30-40cm tief eingestreut. Er hat das Sandbad aus dem Knastladen und das große Korklaufrad (in dem war er noch nicht wieder). Dadurch ,dass ich das Futter überall im Gehege anbiete, ist er wirklich aktiv und auf der Suche. Das erste Spot On scheint ihm schon richtig gut geholfen zu haben und anhand des fehlenden Futters kann ich seinen Bewegungsradius ziemlich gut einschätzen.
    • @feather Dann hast du dich etwas unglücklich ausgedrückt - ich dachte, du hättest ggf. Bedenken bei Globulis wegen des Zuckergehalts; daher nur meine Frage. Was du aber wirklich meintest, ist Homöopathie an sich (was halt nicht nur Globulis sind). Die Meinung dazu müssen wir hier auch nicht diskutieren. Hauptsache, Phlox geht es gut.

      @liloba - deinen Tipp mit den gemahlenen Mariendistelsamen finde ich sehr interessant! Habe hier auch welche, aber unsere fressen es nicht so wirklich. Daher werde ich das gleich mal ausprobieren und unserer Wudi in ihren Seniorenbrei mischen, vllt mag sie es ja, bin gespannt :thumbsup:
    • feather schrieb:

      Mariendistelsamen bekommen bei mir alle Tiere regelmäßig. Da ich eine Campbelldame habe und die ja ab und an zu Leberproblemen neigen, bin ich auch sehr froh, dass sie die Samen nicht nur hamstert, sondern auch wirklich isst. Gilt für Phlox auch
      ...na, dann bist du ja soweiso voll im grünen Bereich in dem Punkt und brauchst dir darüber schonmal keine Gedanken mehr zu machen :thumbsup:

      Ich finde die "Erstdiagnose-Geschichte" mal wieder haaarsträubend. Ein Segen für Phlox, dass du keine Ruhe gegeben hast.

      Die zweite Diagnose kommt mir auch sehr stimmig vor. Ganz abgesehen von den tatsächich nachgewiesenen Milben bei Fellverlust passt der Komplettrückzug auch gut zu Demodex. Der schleichend zunehmende Befall äußert sich meist nicht durch auffälliges, heftiges Kratzen wie bei akutem Milbenbefall, sondern durch Resignation - die Tiere werden total phlegmatisch und können daran sogar zugrunde gehen, wenn die Diagnose dann nicht gestellt wird und somit die Spotts ausbleiben.

      Da die Milben bei Vergiftung durch Spott ert einmal "aufmucken" , kann es sogar sein, dass der Hamster gerade nach dem 1. Spott zum ersten Mal zu Kratzen beginnt. Die Phase dauert aber nur 1-2 Tage an, bis die Milben abgestorben sind. Danach beginnt der Hamster sich zu erholen. Kann ertmals wieder Tiefschlaf finden, pennt sich gründlich aus und wird zunehmend aktiv <3

      Gerade Demodex aber flammt immer wieder auf, da es kein Befall von außen ist, sondern die ganz normal vorkommenden Demodex-Milben sich aus besonderen Gründen oder auch einfach anlagededingt im Alter unverhältnismäßig vermehren.

      Falls sich da in Zukunft Probleme ergeben, weil die Spottingabstände zu groß waren, kann ich dir bei Interesse gern über PN jemanden nennen, der sich da super auskennt und bei der Einstellung souveräne Hilfe leistet.
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila & Manou
      Patenpuschel: Käpt'n Ahab, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Zur Stärkung des Immunsystems kann auch Zylexis gegeben werden, es hilft super, ist aber ziemlich teuer.
      Auch können Vitaminkombinationen helfen, besonders B12 ist hier in Kombi zu empfehlen, brennt aber, weshalb man davon bei Hamstern eher absieht.
      Der TA hat sonst evtl. auch noch andere Möglichkeiten, die man besprechen kann.
      Herzliche Grüße,
      Anne


      "Die Achtung vor der Eigenart des Tieres ist die Grundlage für eine Freundschaft mit ihm" (Alfred Buckowitz).
    • Momentan isst Phlox wieder ziemlich normal, das heißt Grünfutter viel, Rest nach Belieben.

      So war es ja immer mit ihm, er ist ein bisschen verwöhnt und das finde ich auch okay. :)

      Gestern war er auch im Laufrad (ob er gelaufen ist, weiß ich nicht). Ich hatte dort ein Leckerchen (einen Kürbiskern) hingelegt, um ihn zu animieren dort ein bisschen zu radeln. Früher hat er ja viel Zeit im Laufrad verbracht, jetzt war er zumindest so lange darin, dass das Kernchen gefehlt hat und das Laufrad hatte sich ein wenig gedreht (hab mir gemerkt, wie das Rodipet-Logo im Rad stand, um sicher zu sein, ob er drin war oder nur das Kernchen geholt hat). Außerdem hat er einen neuen Tunnel begonnen, das heißt er bewegt sich jetzt wirklich wieder mehr als im letzten Monat, wo er fast nur in seinen Nestern saß und wenn, dann nur zum Essen rauskam.

      Heute Abend stelle ich ihm wieder ein bisschen frisches Obst hin. Das mag er wirklich gerne. Dazu Brokkoli und Karottengrün (was er beides auch total toll findet). Morgen gibt's dann Kürbis und Gurke. Ich wechsle das Grünfutter immer ein bisschen ab, damit die Hamster es weiterhin interessant finden und gern was davon nehmen.

      Ein B12-Präperat hab ich im Haus (für meine Wellensittiche), aber wenn das nicht so gut genommen wird, dann versuche ich gern was anderes.

      Morgen frage ich bei meinem neuen Tierarzt nach Bene Bac. Vielleicht hält er es ja auch für eine gute Idee. Dann werde ich es ihm verabreichen. Bei den Wellis kann man viele Zusätze über das Futter geben. Wenn das bei den Hamstern auch ginge, würde ich es ihm am liebsten auf ein Stück Grünfutter geben und dann warten bis er das Grün gegessen hat - und danach erst weiteres anbieten. So könnte ich sicherstellen, dass er stressfrei an seine Medizin kommt.
      Ich bin sehr gespannt, was der Tierarzt sagt.

      Viele Grüße!
    • Ich hab ein paar schöne Neuigkeiten und möchte den Thread damit dann vorerst auch schließen.

      Phlox isst regelmäßig. Sowohl Grünfutter als auch sein Hamster-Mixfutter und die Leckerchen werden zwar nach wie vor ausgewählt und manchmal bleiben echte Leckerbissen liegen - aber er isst gut.
      Vorletzte Nacht habe ich ihn fast eine Stunde im Laufrad beobachtet. Er war echt flink. Als er bemerkt hat, dass ich ihn beobachte hat er innegehalten und sich kurz versteckt. Als er meine Stimme gehört hat, ist er aus seinem Versteck wieder rausgekommen :love:
      Anschließend war er wieder im Laufrad.
      Ich denke Phlox ist jetzt ein munterer Senior. Morgen muss ich ihn wieder spotten und bin gespannt, ob wir das hinbekommen. Für alle Fälle, falls ich es nicht schaffe, werden wir zum Tierarzt mit ihm fahren, der das für mich macht. Er hatte es mir ja sehr genau erklärt. Die größte Schwierigkeit ist wohl, nicht so viel vom Spot On auf den Hamster zu geben. Dann in zwei Wochen noch ein Spot On, dann wär's das soweit mit den Demodex-Milben.
      Mittlerweile hab ich überhaupt keinen Zweifel mehr, dass Phlox noch viele schöne Wochen vor sich hat, auch wenn er älter ist als ich dachte. Und ich steh auch gern nachts mal auf, wenn ich höre, dass er im Laufrad herumtapst, nur um ihn zu sehen <3


      Ich hab auch mit der Tierärztin geredet, die die erste Diagnose gestellt hat. Ich kenne sie ja schon einige Jahre und es war in dieser Zeit die erste Fehldiagnose, davon bin ich überzeug. Wir haben eine Weile darüber gesprochen und sie sagte sie war sich nicht sicher ob mit den Hoden alles in Ordnung ist, hat dann aber Milben ausgeschlossen, weil einer der Hoden größer war als ein anderer. Sie sagte sie ist froh, dass die richtige Diagnose gestellt werden konnte.
      Das Gespräch war zunächst eher unangenehm für uns beide, weil es ja auch echt schwierig ist so etwas anzusprechen. Aber sie ist super damit umgegangen und ich fühle mich sehr gut. Mit meinen anderen Tieren werde ich weiterhin zu ihr gehen. :)
      Für mich war das ein ganz wichtiges Gespräch. Über die Jahre hinweg ist ein wichtiges Vertrauensverhältnis gewachsen und ich hab mich nicht gut gefühlt, als ich dachte es wäre beschädigt. Nun bin ich sehr erleichtert.
    • Prima, das es gut läuft bei euch :goodluck:
      Finde es super, das Du mit der Ärztin geredet hast und gut von ihr, das sie die Fehldiagnose zugegeben hat. Sind eben auch Menschen.

      Wünsche euch noch viele schöne Wochen zusammen :daumendrueck:
      LG, Perdita Ulrike


      Spring und lass Dir auf dem Weg nach unten Flügel wachsen (Ray Bradbury)
    • Ich freu mich sehr für Phlox und dich <3

      Gut, dass du so am Ball geblieben bist! Und super auch das Gespräch mit der TA :thumbsup: Da hätte ich auch wieder Vertrauen, wenn ich merken würde, dass sie gern dazulernt.
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila & Manou
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      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Vielen lieben Dank :)

      Ich kann ja noch kurz berichten:
      Das Spotten hat heute echt gut geklappt. Wir haben es zu zweit gemacht. Phlox in einer Schale, mein Freund hat ihn abgelenkt und ich hab gespottet. Da Phlox nicht zahm ist und eigentlich auch sehr, sehr scheu, wollten wir ihn natürlich nicht noch mehr beunruhigen. Deshalb haben wir versucht ihn ohne anfassen zu spotten und es ging ganz gut. Erst war er sehr skeptisch, aber dann lagen da auf einmal so tolle Pinienkerne in der Schale, in die ihn das Hamstertaxi gesetzt hat... :D
      Als Phlox dann die Umgebung außerhalb der Schale erkunden wollte hat mein Freund ihn ein bisschen abgelenkt und ich konnte ihn spotten. Ich hab es geschafft nur die vom Tierarzt genannte Menge vom Nervengift auf ihn zu tun und konnte es auch direkt auf die Haut geben. Ich glaub,es war für uns alle gleichermaßen aufregend 8o

      Gewicht ist gleich geblieben. Alles direkt gecheckt, alles gut.

      Gestern Nacht hatte Phlox noch ca. ein Viertel von einem getrockneten Sonnenblumenkopf "abgemäht" :thumbsup:
      Es fehlte auch bis auf die Kräuter, die es gestern gab, alles an Grünzeug. Er ist ja so ein Öko-Mampfi, er nimmt immer das frische, gesunde Zeug und lässt die Leckerchen gern mal links liegen. :D ;) Der Sonnenblumenkopf lag jetzt auch schon einige Tage im Gehege, bevor Phlox dran war. Bei anderen Köstlichkeiten lässt er sich nicht so lange bitten.
      Gestern gab es Fenchel, Staudensellerie und frischen Spinat - alles weg. Ich glaube es hat geschmeckt :)

      Sein Fell sah auch schon viel dichter aus und er wirkte auch ziemlich agil.

      Darum glaube ich, dass Phlox die allerbesten Chancen hat, noch ein uralter Hamster-Opi zu werden <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von feather ()

    • Prima,das hört sich ja toll an für Phlox!
      Ich drücke mal vorsichtshalber die Daumen, dass er auf dem Weg der Besserung bleibt und ihm noch viel Seniorenzeit bleibt!
      :daumendrueck: :goodluck:
      LG Patricia
      mit
      Elvis, Holly, Urte, Rexon, Nina, Knut, Piper, Alfi, Melody, Peterchen, Wolke
      und den Rennmäusen Paulina, Linnea, Coco und Lotti

      ;( und 68 weiteren im <3

      Solange Du kein Tier geliebt hast, wird ein Teil Deiner Seele nie erwachen.