Campbell total verängstigt

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    • Campbell total verängstigt

      Hallo zusammen!
      Folgende Situation:
      Wir haben im März einen Campbellmann (mittlerweile ca 1 Jahr alt) von einem sch..ss Kind aufgenommen, welches ihn nur gequält und fast verhungern lassen hat. Typischer Fall, Eltern total überfordert und keine Ahnung von Hamstern und dann sollte er weg, am besten natürlich, wie immer, so schnell wie möglich weg, gerne auch als Schlangenfutter.
      Er hat mittlerweile ein 6.500 cm2 großes Gehege mit vielen Verstecken und alles, was man sich unter artgerechter Hamsterhaltung vorstellt.
      Nun ist er zwar sehr neugierig und schnuppert, wenn man ihn ruft und nimmt auch Kernchen aus der Hand, jedoch ist er total misstrauisch, sehr schreckhaft und dennoch ziemlich scheu.
      Wir haben schon alles Erdenkliche versucht, da wir sehr hamstererfahren sind, aber wissen mittlerweile einfach nicht weiter.
      Uns ist klar, dass Hamster, zumindest theoretisch, reine Beobachtungstiere sind, aber sein Verhalten ist nicht das eines "normalen" Hamsters.
      Wir haben auch schon überlegt, ob er sich vielleicht einfach einsam fühlt? Wir wissen nicht, ob er nicht vielleicht aus einer Gruppe herausgerissen wurde...
      Vielleicht habt ihr ja noch eine Idee.
    • Wahrscheinlich hat ihn die vorhergehende Haltung so traumatisiert, das er nicht über seinen Schatten springen kann.

      Andererseits gibt es immer wieder Hamster die einfach nichts mit den Menschen zu tun haben wollen.

      Ich habe einen eigenen Teddymann, er ist seit er ein Baby war bei mir. Ich habe ihn monatelang fast gar nicht gesehen, höchstens mal einen weghuschenden Popo. Mittlerweile kann ich ihm hin und wieder ein Kernchen unter die Nase halten. Meistens ist er weg sobald ich in den Raum komme. Davor die Teddymänner waren alle richtig handzahm. Er möchte einfach nichts mit mir zu tun haben.
      Liebe Grüße von Gudrun
      Bandid :hamsterdrehen: Johnson :hamsterboxen: und Herr Meyer :hamstern:
      und schon einigen süßen Fellnasen im Herzen.
    • Mir tut das kleine Kerlchen so leid. Wenn ich deine Zeilen lese, zerreißt es mir echt das Herz. ;(

      In den Auslauf geht er demnach nicht oder? Vielleicht hilft eine direkte Konfrontation mit dem Hamstertaxi
      und dann ab nach draußen. Habt ihr noch weitere Hamster? Eventuell kann er sich ja dann an deren Duft erfreuen.

      Außerdem hab ich es schon ein paar Mal bei ängstlichen Zwergen erlebt, dass sie sehr viel mehr Vertrauen hatten,
      nachdem sie gemerkt haben, dass ihnen nichts passiert. Zum Beispiel wenn sie zum TA mussten oder Medis bekamen.
      Ich mach mir da ja jedes Mal Sorgen, dass das Einfangen und Festhalten sie traumatisiert. Aber wenn ihnen nichts
      geschieht, merken sie oft, dass die Hand nichts Böses ist und werden aufgeschlossener.

      Ob er sich einsam fühlt, ist natürlich sehr schwer zu beurteilen. So richtig gescheit testen kann man das ja nicht.
      Ach, es ist wirklich schlimm. Armes Schätzchen... :hamsterknuddeln:
      Liebe Grüße
      Iris
    • Danke für eure Antworten!
      @ Unzelchen: Nein, in den Auslauf geht er leider nicht, er hat viel zu sehr Angst.
      Sobald man mein einem Hamstertaxi in das Gehege kommt, haut er direkt ab und auf die Hand will er auch nicht. Früher hat er immer richtig doll gebissen, das ist jetzt aber schon besser geworden.
      @ Guppi: Woran merke ich denn, dass er mit mir nichts zu tun haben will oder dass er einfach nur Angst hat? Also wenn wir im Käfig sauber machen kommt er schon manchmal raus und guckt und schnuppert auch.
    • Ich fürchte auch, da hilft nur Zeit und viel Ruhe. :sad:

      Für den Kleinen sind alle unsere Daumen fest gedrückt. Ich wünsche ihm von Herzen,
      dass es irgendwann "klick" macht und er merkt, dass nun alles in Ordnung ist. Solange
      könnt ihr wohl leider wirklich nichts für ihn tun.

      Aber ich bin mir sicher, dass er es genießt, einfach nur Hamster sein zu dürfen! :yes:
      Liebe Grüße
      Iris
    • Och der Arme...
      Ich glaube auch wie ihr schon sagt das er Zeit braucht, ABER, die Liebe die er von euch bekommt geht ja Sprichwörtlich durch den Magen, da helfen nur Leckerlie und sprechen mit ihm.
      Ich denke schon das das Kind den Hamster auch gequetscht hat in der Hand, fallen lassen hat und solche Dinge, ELTERN, zu doof um ein Kind den Umgang mit kleinen Lebewesen beizubringen, das fängt schon bei Insekten an...
      Mein Stiefsohn ist 11 Jahre und darf gar nicht an die Gehege, nur mit mir und dann höchstens ein Leckerlie geben!!!!
      Wie lange habt den kleinen Kerl den schon?
    • Als ich vor mehr als einem Jahr die einjährige dsungarin Susan aus der Hamstehilfe übernommen hab (ehemaliger Laborhamster, demnach auch sehr ängstlich und schreckhaft) hat sie schon angefangen zu schreien und zu quietschen als ich nur die Hand ins Aquarium gehalten hab. Es hat viel Zeit und Geduld gebraucht bis sie Vertrauen und Mut geschöpft hat und frische Mehlwürmer haben da besonders viel bei getragen ;)
      Mittlerweile kommt sie schon angelaufen wenn ich nur meine Hand ins Aquarium halte um das Wasser zu wechseln ^^
      Also wie die anderen schon sagten: du musst sicherlich viiiel Zeit und Geduld investieren aber dein Hamster wird es dir danken. Viel Glück und noch viel Spaß mit dem kleinen Schatz :rolleyes:
    • Vielen lieben Dank für eure ganzen Tipps und Antworten :)

      @Unzelchen: das mit dem Vertrauen fassen, wenn er merkt, dass es beim Tierarzt nicht schlimm ist, kann ich leider gar nicht bestätigen.
      Ich rate auch allen anderen eindringlichst davon ab, mit einem so ängstlichen Hamster überhaupt zum Tierarzt zu gehen. Man sollte es wirklich nur in lebensbedrohlichen Zuständen machen.

      Wir waren zum Krallen schneiden beim Tierarzt, weil er uns immer gebissen hat und wir uns nicht mehr anders zu helfen wussten.
      Eine wirklich absolute scheiss Idee, da er hierbei vor lauter Angst gestorben ist.
      Die Tierärztin könnte ihn zum Glück wieder beleben, aber seit dem ist er natürlich nicht mehr der selbe.

      Gestern habe ich ihn nach längerer Zeit mal wieder gesehen:
      Bilder
      • IMG_9244.JPG

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    • ChrisTine10 schrieb:

      das mit dem Vertrauen fassen, wenn er merkt, dass es beim Tierarzt nicht schlimm ist, kann ich leider gar nicht bestätigen.
      Ich rate auch allen anderen eindringlichst davon ab, mit einem so ängstlichen Hamster überhaupt zum Tierarzt zu gehen. Man sollte es wirklich nur in lebensbedrohlichen Zuständen machen.
      ...also ich habe das bisher auch nur so wie Unzelchen erlebt - die Angst war danach stets wie verflogen und das Verhältnis gebessert.

      Dass er so strak verängstigt ist, ist wirklich traurig. Und tut mir wikrlich sehr sehr leid für das arme Zwergi. Soweit hat er die Reanimation ja aber wohl wenigstens gut überstanden. Jedenfalls ist dir ja ein Foto gelungen - mit blanken Äuglein, aufgestellt fleddrigen Campbelohren, dichtem Pelz und entspannter Hockhaltung. So vom Bild her finde ich, sieht er richtig gut aus :love: (Ein völlig verängstigtes Tier schnappt sich sein Futter und verschwindet damit in die hinterste Ecke, wenn nicht gleich unter Tage).
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila & Manou
      Patenpuschel: Käpt'n Ahab, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Es ist sehr verängstigt, ich sehe ihn maximal 1-2 mal die Woche, dann auch immer nur ganz kurz.
      Meist buddelt er sich sofort wieder ein, ganz weit unten in der letzten Ecke des Terrariums und lässt sich tagelang nicht blicken.
      Wir hatten Glück, dass wir mal so einen "Schnappschuss" von ihm bekommen haben.

      Er wirkt um etliche Jahre gealtert, läuft nicht mehr im Rad und ist noch viel scheuer als zuvor.

      Ich habe mich an eine Tierheilpraktikerin gewandt und wir machen gerade eine Bachblütentherapie mit ihm, also schon knapp 5 Wochen.
      Seit dem ist es ein wenig besser geworden, wir konnten immerhin schon ein Foto machen.

      Ich hoffe, dass es sich langsam noch bessert.
    • ich drücke euch die Daumen :daumendrueck: - denke aber, er fühlt sich im Untergrund ganz wohl, denn ein so richtig unwohler Zwerg hat nicht solch ein schönes Fell - es wird bei anhaltendem Kummer stumpf, die Haltung bucklig, der Körper zu dick oder mager.

      Mach dir nicht allzu viel Sorgen. Manche Zwerge mögen ihr Untertageleben und sind dort gar nicht so unaktiv, wie man meinen sollte.

      Da hast du wohl ein richtiges U-boot zur Pflege :whistling:
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila & Manou
      Patenpuschel: Käpt'n Ahab, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

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