Stanley und Diabetes

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    • Stanley und Diabetes

      Hallo,

      ich bin auf Anraten eines Mitglieds aus einem anderen Forum hier gelandet.

      Mein kleiner Zwerghamster Stanley (ca. 8 Moante alt) trinkt seit 1 1/2 - 2 Wochen sehr viel. Also wenn ich ihn tagsüber sehe, dann meistens beim Trinken. Seit dem ist er auch sehr hyperaktiv und ich bekam, als es nach einer Woche nicht weniger wurde, ein komisches Bauchgefühl, weshalb ich mir aus der Apotheke die Combur5 Teststreifen holte.
      Stanley hat dann auch gleich beim ersten Versuch eine Pfütze hinterlassen und das Ergebnis sah nicht gut aus.
      Ich bin dann am nächsten Tag bei einer Tierärztin gewesen, die ebenfalls einen Test machte. Sie sagte mir das der Glucose Wert sehr stark erhöht ist und außerdem Blut im Urin sei (spricht für Nierenprobleme).
      Sie konnte aber nicht genau sagen, ob nun erst das Nierenproblem da war und dadurch der hohe Zucker Wert oder ob da erst Diabetes war und dadurch ein Nierenproblem. Leider habe ich festgestellt, dass sie von Hamstern doch nicht ganz so viel Ahnung hatte. Ich habe für die Nieren "Renes Vsicum comp. PlantaVet" bekommen, was ich durchs Trinkwasser geben sollte und sie wollte das "bunny Pro-Fit balance granivor" mir mitgeben.

      Ich habe dann viel gelesen, habe aber das Gefühl, dass ich das noch nicht so recht verstanden habe.

      Gestern habe ich ihn gewogen: genau 50g. Die Trinkmenge über Nacht war bei 4 ml. Heute Abend wollte ich nochmal messen wie viel er über Tag trinkt.

      Nun habe ich irgendwie Angst, das Falsche zu tun.. Und wollte mir gerne nochmal eine Meinung von erfahreneren Leuten holen.

      Es ist bereits eine Futtermischung mit Buchweizen, ölhaltigen Saaten und tierischem Eiweiß bestellt, diese wird aber wohl erst nächste Woche hier sein.
      Zusätzlich noch Bockshornkleesamen.
      Bis dahin wollte ich die Mehlwürmer aus dem aktuellen Futter raus suchen und allgemein erstmal weg lassen, da diese ja natriumhaltig sind, was durch die Nieren ausgespült wird, die aber schon durch das Ausspülen des Zucker belastet sind.
      Als Leckerchen habe ich heute Pinienkerne geholt.

      Nun habe ich auch ein paar Fragen, die noch offen sind:
      - Wie viel Bockshornkleesamen sollte ungefähr gefüttert werden? Höchstmenge soll ja 25 sein. Woher weiß ich wie viel er braucht?
      - Erstmal alles an Frischfutter weglassen und nur Avocado füttern, die ja auch helfen soll die Trinkmenge zu reduzieren oder doch noch irgendwas zu füttern? Er liebt seinen Brokkoli nämlich wirklich.
      - Ich habe ja immer noch das Problem, dass er Urin im Blut hat. Soll ich ihm das Medikament, was mir mitgegeben wurde, über das Trinkwasser verabreichen oder sein lassen? Bis jetzt habe ich ihm das seit gestern Vormittag gegeben.

      Heute ist übrigens der erste Tag, seit ca. 2 Wochen, an dem ich ihn kaum sehe und wenn, dann kommt er sehr müde aus seiner Ecke raus. Also von Hyperaktivität gerade nichts mehr zu sehen.

      Würde mich über Tipps, Antworten und Hilfe wirklich sehr freuen.
      Liebe Grüße
      Marielena
    • Hallo Marielena,

      finde das gerade gar nicht so einfach, zu antworten.

      Bei Blut im Urin denke ich automatisch als erstes an Blasengrieß und Steine. Dass es unter Diabetes zu Blutungen kommt, ist eigentlich unwahrscheinlich.

      Dahingegen kann Glucose bei Stress ausgeschieden werden, ohen dass ein Diabetes vorliegt.

      Da eine Blaseninfektion ja schon mal ausgeschlossen werden kann, da wohl keine Bakterien gefunden wurden, mein Gedanke dazu:

      Blasengrieß/Steine machen die selben Symptome wie Diabetes. Also anfangs Hyperaktivität, der Schmerzen halber, die im Spätstdium dann eher zu komplettem Rückzug führen. Dazu eine gesteigerte Trinkmenge, in dem Versuch des Körpers, das Zeug wieder auszuspülen.
      Das Blut im Urin kommt davon, dass die scharfen Kristalle die Blasenschleimhaut aufreiben.

      Die erhöhte Glucose wurde vermutlich nur stressbedingt ausgeschieden, was gar nicht so selten vorkommt, oder aber es ist wirklich großes Pech, und Stanley leiset unter beidem.
      Das ist aber so unwahrscheinlich, dass ich das nicht glauben mag. Wohingegen er bei einer Grießbildung tatsächlich unter hohem Stress steht, da die Kristalle unaufhörlich in der Blase scheuern, und auch das Pinkeln weh tut, wenn Grieß abgeht und sich durch den Harnleiter begibt.

      Deshalb würde ich mein Augenmerk jetzt erst einmal auf die Blutungen richten.
      Eine Urinprobe, die blöderweise nicht immer einfach zu gewinnen ist - aber das hast du ja schon mal geschafft - zum Tierarzt zu bringen wäre das einfachste. Der Hamster muss dazu nicht mit und es kann unter dem Mikroskop ganz einfach festgestellt werden, ob sich Kristalle im Urin befinden.
      Eigentlich haben die Tierärzte bisher ganz verständig reagiert, wenn siezu solch einer Untersuchung unter dem Mikroskop gebeten wurden. Die Problematik ist ihnen von Katzen bekannt - und in dem Moment, wo man sie daruf aufmerksam macht, dass Hamaster das leider auch entwickeln, get ihnen ein Licht auf und sie Wissen genau, wonach sie gucken müssen. Die Krisalle sind auch nicht zu übersehen, wenn sie denn vorhanden sind

      Ich habe dazu alle wichtigen Infos hier hinterlassen: Problematik Blsaensteinbildung


      und tippe schwer darauf. Sollte sich der Verdacht bestätigen, füttere Stanley eine ganz normale, ausgewogene Zwergenmischung OHNE jegliches tierisches Eiweiß.
      Und gib ihm so viel Gurke, wie der kleine Mann nur verdrücken kann, denn das unterstützt die Ausspülfunktion!

      Damit klingen die Probleme ab, falls sich das Ganze noch im Bereich der Grießbildung befindet.

      Die ganze Sache ist keine Erkrankung an sich, sondern eine Ernährungsproblematik, die sich daraus ergibt, dass die Körnerkost an sich schon sehr viel Eiweß enthält. Kommt es unter der geballten pflanzlichen Kost zu einer Zufuhr von ordentlich tierischem Eiweiß, können sich solche Kristalle bilden, die irgendwann vom Stadium des Grießes zu ganzen Steinen werden.
      Ob die Gefahr einer solchen Bildung besteht, ist, genau wie beim Menschen anlagebedingt. Verhindert werden kann sie bei entsprechender Veranlagung nur durch eine Kost, die soche Eiweißstoffe reduziert. Bei Mensch wie Tier am besten, an dem man einafch die tierische Kost weglässt, was keine weiteren Probleme schafft. Im Gegenteil. Auch Rheuma, Gicht und ganz allgemeines Gliederreißen im Alter verhindert man dadurch ganz simpel. Stichwort Purinablagerung durch tierische Kost.

      Sollten es schon Steine sein, wird es schwierig werden. Manche lassen sich durch Medikamente auflösen. Genaueres über die unterschiedlichen Formen findest du auch unter dem Link.
      Bisher habe ich aber nur erlebt, dass es noch nicht zu Steinbildungen gekommen war.
      Eventuell muss die Diät mit Antibiotika begleitet werden, weil die Schleimhautverletzungen manchmal behnadlungswürdig sind, bevor die Blutungen abklingen können (immer dann, wenn die Reibung schon Entzündung verursacht hat)


      Erst wenn die (für mich allerdings sehr wahrscheinliche) Grießbildung ausgeschlossen wurde, würde ich im Hinblick auf Diabetes weitersehen.
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila und Manou
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Hallo Eva,

      ich habe deine Antwort jetzt erst gelesen.

      Das klingt für mich irgendwie gerade sehr schockierend und alarmierend ;(

      Eine Urinprobe von Stanley ist im Moment nicht schwer zu bekommen. Eine kleine 1 ml Spritze habe ich auch noch hier.
      Ich bin nicht sicher, ob ich zu der Tierärztin gehen sollte bei der ich schon war oder ob ich die zu einen anderen Tierarzt bringen sollte. :/

      Blöderweise lese ich das auch heute erst. Kann also einen Tierarzt jetzt schwer erreichen. Gurke habe ich immer da, dann werde ich ihm gleich was davon geben.
      Stanley ist im Moment nicht mehr ganz so hyperaktiv wie am Anfang.

      Ich weiß gerade ehrlich gesagt nicht, was ich jetzt machen soll. Ich mache mir ziemliche Sorgen, dass es wirklich so ist und weil das ja schon zwei/drei Wochen so geht, dass es vielleicht schon Steine sind.

      Den Link werde ich mir gleich nochmal genauer durchlesen, danke dafür!
    • Marielena schrieb:

      Das klingt für mich irgendwie gerade sehr schockierend und alarmierend
      Hallo Marielena - und nur die Ruhe - ist lästig, aber hinzukriegen und nur halb so wild wie es sich erst einmal anhört oo) (besser, als wenn doch ein Diabetes dahintersteckt, wie von dir und der TA vermutet)

      Marielena schrieb:

      Ich bin nicht sicher, ob ich zu der Tierärztin gehen sollte bei der ich schon war oder ob ich die Urinprobe zu einen anderen Tierarzt bringen sollte.
      Ich habe inzwischen schon einige solcher Fälle begleitet und die Halter hatten sich mal so und mal so entschieden. Fakt war immer, dass die Tierärzte den Vorschlag gut nachvollziehen konnten und es bisher keine Probleme gab, egal ob zurückgekehrt oder gewechselt wurde.
      Auch gar nicht so hamsterfern orientierte Tierärzte kommen da oftmals nicht von selbst drauf und reagieren auf die Info/Anregung positiv.


      Marielena schrieb:

      Stanley ist im Moment nicht mehr ganz so hyperaktiv wie am Anfang.
      Die Ausschwemmungsintervalle verlaufen oft phasenweise. Das heißt, schmerzfreie Intervalle, in denen gerade nichts abgeht werden von Phasen abgelöst, wo wieder Abgänge Schmerzen durch Reibung verursachen und vermehrt Hyperaktivität zu beobachten ist.
      Erst wenn der Hamster so am Ende ist, dass er nur noch Schmerzen hat, weil tatsächlich Steinbildung erfolgt ist, zieht er sich lethargisch zurück und hat dann auch einen auffälligen Gang.


      Marielena schrieb:

      Ich weiß gerade ehrlich gesagt nicht, was ich jetzt machen soll. Ich mache mir ziemliche Sorgen, dass es wirklich so ist und weil das ja schon zwei/drei Wochen so geht, dass es vielleicht schon Steine sind.

      Wenn ich das richtig verstanden habe, war das Blut im Urin ein Zufallsbefund der Ärztin? Das heißt, du hast noch kein sichtbares Blut gesehen? Dann befindet sich der kleine Mann erst im Anfangsstadium. Bei fortgeschrittener Grießbildung und in der Folge Steinbildung pinkeln die Fellchen sichtbar Blut.

      Die meisten Fälle fliegen erst auf, weil derHamster schon Blut pinkelt (weil die Trinkmenge selten Beachtung findet - da hast du schon echt super aufgepasst :wolkesieben: ) Beim TA wird dann in der Regel erst auf Blasenentzündung behandelt. Tatsächlich lassen sich dann auch Bakterien nachweisen, aber meist nur einfach positiv, was in keinem Verhältnis zur bluteten Schleimhaut steht. Die mäßige Bakterienzahl erklärt sich mit einer unspezifischen Entzündung, und das Antibotikum bringt in der Regel auch erst einmal Linderung, aber irgendwann glauben die KGs nicht mehr an eine sich ständig wiederholende Blasenentzündung - zumal es dem Hamster ja von Mal zu Mal schlechter geht - und dann schlagen sie in Foren auf, um auf dieses Syndrom hier aufmerksam gemacht zu werden ;)
      So richtig herumgesprochen hat es sich aber leider immer nich nicht so richtig.

      Da deine Ärztin in Punkto Bakterien nichts gefunden hat, ist eine Blasenentzündung also definitiv schon mal ausgeschlossen. Und gleichzeitig kann man davon ausgehen, dass Stanley tatsächlich sehr rechtzeitig erwischt wurde, da er noch nicht sichtbar Blut pinkelt.

      Am Besten gehst du jetzt einfach mal davon aus, dass es sich tatsächlich um eine Grießbildung handelt und lässt das tierische Eiweiß komplett weg. Bei gleichzeitiger Gabe eines normalen Zwerghamsterfutters - welches genau fütterst du? - geben sich die Problem dann wieder.
      Beim Frifu unbedingt darauf achten, keine oxalsäurehaltigen Dinge wie Mangold oder Sauerampfer zu füttern. Und auch Vorsicht bei Nüssen! Entsprechende Tabellen findest du im Netz.
      Sollten sich die Probleme damit noch nicht legen, was nur selten vorkommt, muss man eine umfassendere Diät ins Auge fassen. Aber auch kein Problem. Dazu muss man nur genau wissen, ob es sich nun um Struvit oder Oxalatsteine (siehe Link) handelt. Das erkennt man im Urin an der Beschaffenheit der Kristalle (TA hat da durch Katzen Übung, die das viel viel häufiger befällt als Hamster)
      Je nach Art stellt man eine Körnermischung zusammen, die das berücksichtigt, falls die Streichng von tierischer Nahrung nicht reicht.
      Der Hamster kommt dabei trotzdem nicht zu kurz. Sollte es soweit kommen, stelle ich dir gern ein individuelles Rezept zusammen, deren Zutaten du in allen gängigen Futter-onlineshops zusammenstellen kannst.

      Auf keinen Fall darfst du ihm jetzt die bestellte Diabetesmischung füttern. Die könnte die Grießbildung verstärken, weil Problemstoffe in manch einer Ölsaat sitzen, die er dann ja geballt bekommt.

      Hebe die Mischung aber auf jeden Fall auf, falls sich doch ein Diabetes bestätigt (was ich nicht glaube).
      Ob hinter seiner Problematik doch (oder zusätzlich) ein Diabetesproblem steckt, kannst du antesten, in dem du, sobald du seine gewöhnliche tägliche Trinkmenge kennst, ihm einen Tag lang einen Schub Kohlenhydrate verpasst. Da reagiert ein Diabetiker mit empfindlich erhöhter Trinkmenge drauf. Dann allerdings hätte Stanley ein Problem. Und ich auch, weil ich noch nie eine Mischung ausbaldovern musste, die beide Probleme gleichzeitig berücksichtigt :pinch: Aber ich könnte es gern probieren.
      Überlege gerade, was man zu dem Test nehmen könnte. Haferflocken wären einfach, leider stark Oxalsäure haltig, was der Verdachtsdiagnose Grießbildung halber total ungünstig wäre ... also am besten wäre es tatsächlich, ihm dann ein ordentliches Stück Apfel zu spendieren - in etwa daumennageldicke Stücke - gaaanz Ausnahmsweise. Ein Diabetiker steckt das nicht weg und du siehst es an der Trinkmenge. Einen Zwerg ohne Diabetes wird diese absolut einmalige Gabe nicht schädigen - und er wird auch nicht für diesen Tag mit erhöhtem Trinken reagieren, weil intakte Insulinzellen dann halt einmal ordentlich aufdrehen und fertig.

      Eine andere Möglichkeit, da kurzfristig Klarheit zu gewinnen sehe ich gerade nicht. Denn solange er den Stress/Schmerzen durch sein Grießproblem hat, wird er auch Glucose im Urin haben, die nichts mit einem Diabetes zu tun hat.


      Marielena schrieb:

      Den Link werde ich mir gleich nochmal genauer durchlesen, danke dafür!
      ja, mach das in aller Ruhe :yes:

      Sollte sich der Verdacht bestätigen dran denken, dir Metacam geben zu lassen.
      Denn bei gesicherter Diagnose macht es Sinn, dem Hamster in den schmerzenden Intervallen Metacam zu geben, bis aller Grieß abgangen ist.
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila und Manou
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

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    • Hallo Eva, danke für deine hilfreichen Antworten!
      Das beruhigt mich alles erstmal etwas, das es alles wieder hinzubekommen und doch nicht so schlimm, wie ich denke,ist.

      liloba schrieb:

      Auch gar nicht so hamsterfern orientierte Tierärzte kommen da oftmals nicht von selbst drauf und reagieren auf die Info/Anregung positiv.
      Da bin ich ja beruhigt. Ich war das erste Mal hier bei einem Tierarzt und kenne mich noch nicht damit aus, welcher denn nun wie reagieren würde oder was auch immer.

      liloba schrieb:

      Wenn ich das richtig verstanden habe, war das Blut im Urin ein Zufallsbefund der Ärztin?
      Ja, es war nur zufällig. Ich bin der Meinung auf einem meiner Streifen war der Wert auch schon erhöht, aber ich mit kaum Ahnung, wusste natürlich nicht wie ich das deuten soll. Blut habe ich so noch nicht gesehen. Stanley ist ja zum Glück so gut und macht in seine Ecktoilette rein.

      liloba schrieb:

      welches genau fütterst du?
      Bis jetzt habe ich immer die Mischung für Campbells & Hybriden mit Eiweiß (Mehlwürmern) von der Nager-Küche gefüttert.

      liloba schrieb:

      Auf keinen Fall darfst du ihm jetzt die bestellte Diabetesmischung füttern.
      Okay, dann werde ich die wieder weglassen und erstmal aufbewahren und abwarten, was nun raus kommt.

      liloba schrieb:

      Beim Frifu unbedingt darauf achten, keine oxalsäurehaltigen Dinge wie Mangold oder Sauerampfer zu füttern.
      Das heißt also, überhaupt gar keine oxalsäurehaltigen Dinge füttern im Moment, richtig?


      Habe mir nun alles auch aufgeschrieben, damit ich beim TA auch nichts vergesse.
      Ich hoffe, dass ich morgen eine Urinprobe bekomme, damit ich die dann auch schnellstmöglich zum TA bringen kann.
    • Marielena schrieb:

      Das heißt also, überhaupt gar keine oxalsäurehaltigen Dinge füttern im Moment, richtig?
      ... ganz lässt sich das kaum vermeiden - und das ist auch nicht nötig. Nur weglassen, wo es im Frifu geballt drin ist und in bestimmten Nusssorten, falls du die überhaupt fütterst.

      Dein Futter ist auf jeden Fall gut. Erst einmal einfach Tierchen raussammeln, da Calcium auf dem Weg schon mal reduziert wird. Meist reicht das schon. Ansonsten muss man genauer nach Oxalat/Calcium Balance schauen, ist aber längst nicht immer nötig bei Hamstern.

      Und Trinkmenge weiter festhalten, damit man da einen Überblick hat, bis die Diagnose steht.

      Viel Glück euch beiden :goodluck: :daumendrueck:
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila und Manou
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    • Hallo,

      nach etwas längerer Zeit melde wir uns wieder.

      Nachdem ich die Mehlwürmer aus dem Futter genommen hatte und mehlwurmfreies Futter gegeben habe, ging es Stanley relativ gut.
      Er hat weniger getrunken, nicht normal, aber deutlich weniger als vorher. Wobei ich sagen muss, dass er täglich auch viel Gurke bekam.
      Dann fiel mir auf das er dünner geworden war, 10 g hatte er innerhalb von 3 Wochen abgenommen. Ich weiß nicht woran es gelegen hatte und auch die Tierärztin konnte mir nicht sagen wieso. Sie sagte mir, ich soll es mit etwas mehr Futter versuchen, was ich auch tat. Sein Gewicht schwankt im Moment zwischen 43 g und 46 g, wobei es eher in Richtung 43 g geht. :sad:
      Ich brachte eine Urinprobe zur Tierärztin. Sie sagte mir, sie konnte keinen Grieß oder ähnliches im Urin unter dem Mikroskop sehen, also wäre da nichts, auch sagte sie mir, der Zucker Wert wäre bei +/-, wobei es wohl noch +, ++, +++ gäbe, also wäre er negativ. Ich bin mir nicht sicher, aber ich bin der Meinung sie hatte einen Combur 9 Test oder einen ähnlichen.
      Nun trinkt Stanley aber immer noch nicht wirklich weniger und seine Ecktoilette muss ich morgens und abends sauber machen, weil sonst alles komplett nass ist.
      Nun habe ich gestern ein Combur 5 Test gemacht, der so aussah:


      Ich bekam heute den Anruf der Tierärztin, dass alles gut sei, also dachte ich, ich wäre doof und machte einen neuen Test gerade eben:



      Aber das erste Feld verändert sich immer noch.
      Ich weiß also nicht, was die Tierärztin gemacht hat, oder bin ich einfach doof? :nixw:
      Sollte ich es nochmal bei einem anderen Tierarzt versuchen, mittlerweile habe ich das Gefühl sie ist nicht ganz so kompetent, was die Hamsterbehandlungen angeht ?
      Ich weiß gerade gar nicht, was ich noch machen soll :sad:

      Liebe Grüße
      Marielena
    • War das direkt so dunkel? Ein sicheres Ergebnis hat man ja bloß in einem kurzen Zeitfenster bis zu 1 Minute.

      Insgesamt finde ich, geht es Stanley jetzt eigentlich gut, oder?
      Kein Blut mehr im Urin und auch keine Hyperaktivität mehr - auch keine Kristalle im Urin zu finden - da denke ich, die einfache Diät hat seine Probleme doch weitgehend aus der Welt geschafft. Weshalb ich dazu tendiere, dass es wirklich ein Blasengrieß gewesen sein wird, der ihm schon Schmerzen (Hyperaktivität) und Schleimhautverletzungen (Blut im Urin) eingebracht hatte.

      Die weiterhin gesteigerte Trinkmenge könnte daran liegen, dass er den Nahrungsbestandteilen nach weiter viel Ausschwemen muss???
      Welches Futter bekommt er derzeit?

      Sein Gewicht finde ich gut. Jetzt zum Herbst hin nehmen manche Zwerglein sogar bis unter 40 g ab, ohne krank zu sein.
      43 g wäre im Hinblick auf ein Diabetesrisiko geradezu ideal :sunny:

      Sogesehen finde ich das Urteil der TÄ schon nachvollziehbar - und primär ist der kleine Mann erst einmal gesund.
      Davon ausgehend, dass bei ihr keine Glucose im Urin zu finden gewesen war.

      Trotzdem muss man bei Glucoseausscheidung plus erhöhter TM natürlich weiter nachdenken. Ebenso wie bei "nur" erhöhter Trinkmenge ohne Glucose im Urin.

      Deshalb erst einmal drei Fragen:
      Wie sah das Testfeld 30-60 Sekunden nach dem Eintauchen aus?
      Welches Futter genau bekommt er zur Zeit?
      Wie sieht die genaue Trinkmenge aus?
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila und Manou
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

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    • Hallo Eva,

      das Testfeld sah kurze Zeit nach dem Eintauchen schon so dunkel aus, ich habe es nicht länger liegen lassen.
      Er bekommt im Moment die Campbell & Hybriden Mischung noch OHNE Mehlwürmer von der Nager-Küche.
      Die Trinkmenge schwankt sehr mal sind es nur 5 - 10 ml, dann 10 - 15 ml.

      Was mir noch aufgefallen ist, dass er in letzter Zeit immer seine Weidenbrücken und sein Häuschen anknabbert. Das hatte er vorher noch nicht gemacht. Kann das mit irgendwie damit zusammen hängen?
    • hm, so kurz danach so dunkel bedeutet ja hammerviel Glucose, mehr als das möglich 2-fach Feld, eine Menge, die kaum stressbedingt so ausgeschieden wird.

      Oder de Sticks sind verdorben. Diese Dinger sind ja ziemlich empfindlich und zeigen leicht flasche Ergebisse an.
      Bei der TÄ war der Glucose im Urin ohne Befund?

      Interessant wäre, womit die Schwankung der Trinkmenge zusammenhängt. Könnte das am dazugegebenen Frischfutter liegen? Isst er manchmal deutlich mehr davon? Bekommt er sporadisch etwas, das mehr Kohlenhydrat enthält (z.B. Broccoli), im Wechsel mit dann wieder weniger?

      Oder, falls nicht die Glucose das Problem ist, sondern steinbildende Substanzen - entsteht die erhöhte Trinkmenge nach Gabe von Nüsschen oder Sonnenblumenkernen? Bei Stein/Grießproblemen kommt man meist mit dem Strechen tierischer Kost gut zurecht. Sollte die gesteigerte TM-Menge aber noch daran liegen, dass weiter viel Oxalsäure ausgespült werden muss, sollte man auch bei Nüssen und Sonnenblumenkernen sehr vorsichtig sein. Gemüse wie Mangold und Rote bete, Spinat darf auch nicht gegebne werden (ist ja sowieso für Zwerge eher ungünstig)

      Wenn das für dich nicht ersichtlich wird, woher die Schwankung kommt, gibt es folgende Möglichkeit:
      Du machst mal die "Apfelprobe". Also Trinkmenge messen, zeitgleich mit dem neu befüllten Napf 1-2 daumennageldicke Stück Apfel auslegen ud nach 24 Std wieder nachmessen. Ist die TM deutlich gestiegen, müsste er auf eine mehlsaatenfreie Mischung umgestellt werden. Und auch beim Frifu wird er dann am besten erst einmal auf ein bisschen Gurke und Chinakohl beschränkt. Auch mit Nüssen und Pininenkernen ist Vorsicht geboten, weil viel Eiweißzufuhr die Zuckerwerte auch nach oben treibt.
      Reagiert er nicht auf die Apfelgabe, kann es sich kaum um Diabetes handeln.


      Marielena schrieb:

      Was mir noch aufgefallen ist, dass er in letzter Zeit immer seine Weidenbrücken und sein Häuschen anknabbert. Das hatte er vorher noch nicht gemacht. Kann das mit irgendwie damit zusammen hängen?
      .... so ein Verhalten fällt immer mal wieder auf. Bisher hat noch keiner herausgefunden, woran das liegen könnte. Versuche, etwas fehlendes zu kompensieren, sind, so weiß ich weiß bisher nicht von Erfolg gekrönt gewesen.

      Löwenzahnwurzeln hat er zum Knabbern?
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila und Manou
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Also laut Tierärztin sei jetzt alles in Ordnung und "der Zucker-Wert war negativ".

      Ich werde jetzt einfach nochmal eine Woche lang die Trinkmenge messen. Reicht es wenn ich das 1x pro Tag mache, also abends? Oder lieber abends und morgens?

      Er bekommt hauptsächlich Gurke und Brokkoli, weil er das super gerne isst.
      Nüsse und Sonnenblumenkerne bekommt er keine. Pinienkerne hatte ich vorgestern versucht, die mag er aber nicht.

      Löwenzahnwurzeln hat er nicht, ich wusste nicht das es sowas gibt. :nixw:

      Die Apfelprobe würde ich dann nächste Woche machen, wenn ich die Trinkmenge dann weiß.

      Wie ist das mit den Mehlwürmern, sollte ich die lieber noch weglassen oder darf ich die wieder geben ?
    • Marielena schrieb:

      Ich werde jetzt einfach nochmal eine Woche lang die Trinkmenge messen. Reicht es wenn ich das 1x pro Tag mache, also abends? Oder lieber abends und morgens?
      ... im 24 Std. Takt schafft das eine gute Übersicht :yes:

      Marielena schrieb:

      Er bekommt hauptsächlich Gurke und Brokkoli, weil er das super gerne isst.
      Broccoli könnte bei Diabetes hinter der Schwankung der Trinkmenge stecken, es sei denn, er frisst da täglich gleichmäßig viel von.
      Hast du mal Chicoree probiert? Oder Chinakohl? Das hätte im Falle von Diabetes deutlich weniger KH.
      Auch im Zusammenhang mit Grießbildung könnte der häufige Verzehr von Broccoli eine Rolle spielen. Möglich, dass er dann mehr Calcium ausschwemmen muss, was die erhöhte Trinkmenge ebenfalls erklären würde.

      Leider lassen sich die Symptome der beiden völlig verschiedenen "Leiden" kaum auseinander halten.

      An der Apfelprobe erkennt man es dann aber. Apfel ärgert nur den Diabetes. Grießbildungstechnisch verhalten sich seine Inhaltsstoffe neutral :sunbrill:

      Marielena schrieb:

      Löwenzahnwurzeln hat er nicht, ich wusste nicht das es sowas gibt.
      Kaum ein Zwerg lässt die unberührt. Wenn sie sie nicht kennen, kann es dauern, aber im Endeffekt finden sie sie meist unwiderstehlich ;)
      Die kriegt man auch in Baumarkt-Tierabteilungen und bei Fressnapf in kleinen Tütchen. Also mal was richtig Gutes, das man nicht zwingend online bestellen muss.

      Marielena schrieb:

      Wie ist das mit den Mehlwürmern, sollte ich die lieber noch weglassen oder darf ich die wieder geben ?
      Bei Gabe könnte er seine Anfangsproblematik wieder entwickeln. Diese Grießbildung ist ja keine Krankheit, sondern auf eine relative Überfütterung zurückzuführen (zuviel Calcium und Protein)

      Auch im Falle von Diabetes wirkt sich die Gabe eher negativ aus (Natriumgehalt belastete die Nieren zusätzlich zum Zuckerausspülen, und zu viel Eiweiß beeinflusst die diabetische Lage auch negativ.

      Außerdem hält er so sein schönes neues Gewicht auch besser ^^

      Da die TÄ keine Glucose gemessen hat, hoffe ich doch sehr, dass nun nicht doch noch zusätzlich ein Diabetes dahintersteckt, sondern dein Stix gesponnen hat :daumendrueck: (Manchmal werden die Dinger schon vor dem Verfallsdatum ungenau. Z.B., wenn man sie nicht sofort nach Entnahme wieder dicht verschließt. Außerdem können sie auf Temperaturschwankungen reagieren - und angeblich ist speziell der Comburtest ja Vitamin C resistent. Trotzdem könnte eine erhöhte Ausscheidung eine Rolle bei der Verfärbung spielen. So gesehen sollte man vielleicht erst nach 24 stündiger Frifupause stixen - keine Ahnung, wie relevant das ist. Gurke hat ja auch nicht so viel davon. Broccoli schon.)

      Marielena schrieb:

      Die Apfelprobe würde ich dann nächste Woche machen, wenn ich die Trinkmenge dann weiß.
      Jipp. Dann wissen wir mehr.

      Wünsche euch alles Gute! Und ein Foto von Stanley hier wäre schön, damit man mal sieht , um wen genau es da geht :love:


      PS: Grüße Selene "drüben" ganz lieb von mir
      Liebe Grüße, Eva mit den Robos Minino und Bo - und den Campbells Mila und Manou
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!

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    • liloba schrieb:

      Hast du mal Chicoree probiert? Oder Chinakohl? Das hätte im Falle von Diabetes deutlich weniger KH.
      Nein, das habe ich noch nicht getan. Ich denke ich werde mir nochmal eine Futterliste raus suchen und durch gucken. :)

      liloba schrieb:

      Die kriegt man auch in Baumarkt-Tierabteilungen und bei Fressnapf in kleinen Tütchen. Also mal was richtig Gutes, das man nicht zwingend online bestellen muss.
      Baumärkte mit Tierabteilungen haben wir, soweit ich weiß, gar nicht. :gruebel: Da ich aber sowieso online bestellen muss, kann ich da gleich mal nachgucken! :yes:


      liloba schrieb:

      PS: Grüße Selene "drüben" ganz lieb von mir
      Werde ich machen ^^