Gesundheitscheck bei scheuem Robo

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    • Gesundheitscheck bei scheuem Robo

      Hallo allerseits,
      seit Pfingsten wohnt der kleine Poncho bei mir und er ist immer noch extrem scheu.
      Bei der Pflegestelle soll er angeblich sogar auf die Hand gekommen sein, aber hier saust er in einer affenartigen Geschwindigkeit panisch durchs Gehege, sobald ich auch nur die Schiebetüren öffne. Ich beschäftige mich oft mit ihm und bedränge ihn nicht. Manchmal stehe ich nur vor dem Gehege und spreche mit ihm, ein, zwei Mal habe ich die Hand drin liegen lassen mit einem Kernchen drauf. Bisher hat er sich aber noch nicht getraut.

      Es ist mir bewußt, dass Robos in vielen Fällen Beobachtungstiere sind und bleiben, das ist okay für mich - der kleine Knopf ist trotzdem sooo süß. Allerdings mache ich mir inzwischen Gedanken, wie ich das mit dem regelmäßigen Gesundheitscheck mit ihm machen soll ? Das Gehege ist ja nicht gerade klein und bietet ganz viele Untertauchmöglichkeiten. Um ihn für den Check und fürs Wiegen einfangen zu können würde bedeuten, dass ich ihn wahrscheinlich durchs Gehege jagen muß. Oder aber ich überrumpele ihn im Schlaf und pflücke ihn aus dem Nest. Beides sind Dinge, die mir nicht gefallen, da ich das arme Tier damit total stresse und das wenige Vertrauen, was man zwischendurch aufbaut, auch gleich wieder zerstört. Einzige Möglichkeit ohne Jagd und Wecken, die mir momentan einfiele, wäre eine Zewapapprolle, die an einem Ende geschlossen ist, mit Kernchen drin hinein zu legen und abzuwarten, bis er drin ist. Aber ich fürchte, wenn ich das zwei- oder dreimal gemacht hab, wird er nicht mehr reingehen.

      Wie macht ihr anderen das ? Z.B. in den Pflege- und Vermittlungsstellen, wo die Tiere ja anfangs auch oft ganz scheu sind.
      Habt ihr eine Idee für mich ?

      Danke und fröhliche Grüße
      Anja
      :kerze1: Für immer in meinem Herzen: Fine (Dsungarin), Sheela, Malya, Nalin, Yumi und Poncho (Robos), Miss Sherlock und Käpt'n Migues (Hybriden)
    • Hallo Anja , bei ganz scheuen Hamsterchen nehme ich immer ein durchsichtiges Gefäß z.B. Litermaß oder stabilen Glaskrug . Dort lege ich ein paar Körnchen rein , lass ich sie kurz reinlaufen und man kann sie von allen Seiten mal gut anschauen , mir ist das immer wichtig das ich nichts übersehe.
      Pate von Hanka :love: und Harmony :love:



      Liebe Grüße Anne und ihre Fellnasen :familie:
    • Hallo Anja,

      wenn Du unbedingt kontrollieren willst-...oder musst, ist die Pappröhre eine gute Idee. Ich hab sie immer direkt vors Haus gelegt, und wenn er drin war, auf beiden Seiten zugehalten und dann in die Kiste (mobile Krankenstation :D ) gesetzt.
      Das hat auch nach vielen Malen immer wieder gelappt, zumal immer Bestechung im Spiel war.


      Nur zum Gucken kannst Du es wie Anne machen oder Leckerlies etwas höher nahe der Scheibe aufhängen, so dass er sich lang machen muss.
      Reicht oft auch für eine Kontrolle, da man auch die Unterseite zu sehen kriegt.
      Kennt man die Aufstehzeiten, funzt das ganz prima...
      LG, Perdita Ulrike


      Spring und lass Dir auf dem Weg nach unten Flügel wachsen (Ray Bradbury)
    • Ich würde es wahrscheinlich auch wie Melle halten. Da er so panisch ist, würde ihn der Gesundheitscheck wahrscheinlich noch mehr stressen und das muss dann ja auch nicht sein - insbesondere, wenn er noch irgendwann Vertrauen fassen soll. Sonst verbindet er die Hand, zumindest wenn du es regelmäßig machst, wahrscheinlich doch mit etwas Schlechtem.

      Sehen tust du ihn ja zwischendurch, da kannst du dann äußerlich feststellen, ob alles in Ordnung wirkt. Und ein wichtiges Indiz ist ja auch, dass er immer sein Futter einsammelt. Wenn du das nicht genau beurteilen kannst (weil das Futter z.B. überall im Streu verteilt ist), würde ich tageweise das Futter an Stellen verteilen, wo man erkennt, ob er es genommen hat. Also aufs Häuschendach, auf eine Rennbahn usw. Und beim Frischfutter natürlich auch, da sieht man es ja noch besser (vorausgesetzt, er ist nicht "schleckig" :D )
      Liebe Grüße
      Sarah :hamstergrins:
    • Vielen Dank für eure Einschätzungen und Vorschläge.
      Ich bin sehr hin und her gerissen im Moment. Einerseits möchte ich das kleine Robolein nicht ohne guten Grund in Panik versetzen, andererseits habe ich noch sehr gut in Erinnerung, wie krank die kleine Sheela damals zu mir kam. Ohne den unfreiwilligen, stressigen Gesundheitscheck wäre die GBE nie so zeitig festgestellt worden und sie wäre vermutlich daran verstorben.
      Zur Zeit tendiere ich aber tatsächlich dazu den Kleinen erstmal in Ruhe zu lassen und mit kleinen Tricks (Leckerli oben an die Scheibe kleben) zu versuchen, einen Blick von ihm zu erhaschen, ohne dass er das richtig mitbekommt. Parallel dazu arbeiten wir weiter am Vertrauensaufbau und ich versuche, ihm ein Hamstertaxi schmackhaft zu machen, mit dem ich ihn mal in meine Krankenkiste setzen könnte.

      Fürs Wiegen habe ich mir vor längerer Zeit mal eine ganz flache Küchenwaage besorgt, die ich hin und wieder mal aufs Dach seines MKHs stellen werde. Mit einem Leckerchen drauf lernt er vielleicht, dass die Waage nicht "böse" ist und gewöhnt sich dran drauf zu laufen.
      Wenn ich ihn dann soweit habe, dass er keine Angst mehr vor meiner Hand hat, kann ich vielleicht die Waage einschalten und ein Leckerchen hinlegen und ihn ganz unbemerkt wiegen.
      Soweit jedenfalls die Theorie. Bei Sherlock und Sheela hat das leider nie geklappt mit der Waage. Sheela war so schnell, dass sie beim Drüberlaufen die Leckerchen einsammeln konnte und schon wieder von der Waage runter war, bevor das Gerät reagieren konnte. Und Sherlock hat herausgefunden, wie man die Waage mit einem Pfotendruck ausschaltet, wenn man drauf ist. 8|
      Aber bei einem Hamster muß es doch mal klappen. ;)
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    • Nighthawk schrieb:

      Soweit jedenfalls die Theorie. Bei Sherlock und Sheela hat das leider nie geklappt mit der Waage. Sheela war so schnell, dass sie beim Drüberlaufen die Leckerchen einsammeln konnte und schon wieder von der Waage runter war, bevor das Gerät reagieren konnte. Und Sherlock hat herausgefunden, wie man die Waage mit einem Pfotendruck ausschaltet, wenn man drauf ist. 8|
      Aber bei einem Hamster muß es doch mal klappen. ;)
      :rofl:

      Und nun zurück zum Thema: klingt nach einem guten Plan. Eine GBE kann es in diesem Fall zum Glück nicht geben, das beruhigt vielleicht schon mal ein wenig.


      @Melle: verzichtest du dann ganz auf einen regelmäßigen Gesundheitscheck oder wendest du Tricks an wie z.B. Waage aufs Dach stellen? Oder machst du den Check z.B. nur einmal im Monat? Bei meinen MiHa-Damen hätte ich z.B. auch Angst (besonders) vor einer GBE. Bisher hatten wir Glück mit unseren Nasen. Aber wenn wir mal so einen scheuen Poncho hätten. Ist ja auch immer so eine Abwägungssache...
      Viele Grüße von der Waterkant, :ente:
      Melanie
    • Zitronenjette schrieb:

      Eine GBE kann es in diesem Fall zum Glück nicht geben, das beruhigt vielleicht schon mal ein wenig.


      Jaaaaa, aber das ist auch ein Punkt, wo man manchmal überrascht wird.
      Immerhin sind sowohl Sherlock als auch Sheela mir als "Jungen" verkauft worden. Ich kann jetzt nicht einschätzen, wie gut diejenige, die mir Poncho übergeben hat, in Geschlechtsbestimmung ist. Gerade bei Robos ist da schon einige Sachkenntnis erforderlich. Ich bin daher lieber vorsichtig.
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    • Ich erinnere mich... Ah, ich dachte, das wäre schon sicher, welches Geschlecht dein Poncho (oder wäre es dann Poncha ;) ) hat. Hmmmm, sprich, du bräuchtest, um GBE für immer ausschließen zu können auch noch ein Foto vom Unterteil und jemand müsste mal drüber gucken. Das wird bei so einem scheuen Wesen dann ja auch nicht so leicht zu bewerkstelligen sein. Nach wie vor denke ich aber, dass dein langfristiger Plan, sprich Vertrauen aufbauen, Waage aufstellen, an ein Taxi gewöhnen, erfolgreich sein wird.
      Viele Grüße von der Waterkant, :ente:
      Melanie
    • @Zitronenjette genau, ich mache gar nichts und lasse die Tiere einfach in Ruhe.
      Zumal man bei richtig scheuen Tieren ja im schlechtesten Fall das ganze Gehege umgraben müsste und damit nicht nur den Hamster in Panik versetzt, sondern auch sein ganzes Reich zerstört.
      Wenn ich die Tiere sehen ist gut und wenn nicht, dann halt nicht ^^
      Hat bisher hier auch keinem geschadet :D und ich hatte ja schon ein "paar" hier :whistling:
      Liebe Grüße, Melle
    • Vielen Dank euch.
      Meine eigene Tendenz geht auch eher zum "in Ruhe lassen" und nicht stressen. Ich freue mich, dass diese Einstellung hier von erfahrenen Leuten geteilt wird. Man möchte sich ja Mühe geben und möglichst viel richtig machen. Leider mußte ich mir von anderer Seite auch schon mal anhören, ich wäre ein verantwortungsloser Mensch, wenn ich keine regelmäßigen Gesundheitschecks mache.

      Sonnige Grüße
      Anja
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    • Nighthawk schrieb:

      verantwortungsloser Mensch, wenn ich keine regelmäßigen Gesundheitschecks mache.
      Nee, sehe ich ganz und gar nicht so.

      Bei meinem Böhnchen hab ich auch nie einen "Gesundheitscheck" gemacht, bis er etwa ein 3/4 Jahr bei mir war.
      Danach wurde er etwas zutraulicher und ich konnte ihn gut beobachten wenn er durch Terra streifte.
      Nachdem er PK gut aus der Hand nahm, könnte ich ihn dann immer an der Scheibe Männchen machen lassen um auch die Unterseite zu beobachten.


      Z.Zt. habe ich einen Labor-Dsungi, sehr scheu, ängstlich, panisch.....ich sehe ihn tlw. nur alle 2 Wochen. Solange das Frischfutter morgens angerührt ist und die ausgelegten Kernchen eingesammelt wurden, muss das reichen.
      Jedwede Störung oder Veränderung lässt ihn Kopflos los stürmen, da knallt er dann auch ungebremst gegen Einrichtung oder Terrawand.
      Also lass ich ihn lieber in Frieden sein Leben leben.

      Man muss immer abwägen was das beste fürs Tier in der Situation ist.
      Liebe Grüße,

      Tanja mit Flynn und Pooky

      Ganz tief im Herzen ;(
      Zorgi + Sheldon + Butters + Floh :katze: + Matty + Kiam + Böhnchen + Floyd + Vince + H. Cortés + Zwiebel :katze: + Lykke + Gunnar + Brace + Amaya + Angus
      :trauer4:


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    • Die Beschreibung von deinem Labor-Dsungi erinnert mich sehr an Poncho.
      Allerdings läßt sich Poncho gut beobachten und kommt auch ganz mutig bis ganz nach vorn an die Scheibe, wenn ich direkt davor stehe. Aber nur solange die Scheibe geschlossen ist !!! Mache ich den Versuch, sie aufzuschieben, schaltet er sofort um in den Panikmodus und saust kopflos quer durchs Gehege, knallt irgendwo dagegen, purzelt hinunter oder zieht sich verzweifelt strampelnd irgendwo hoch anstatt 2 Zentimeter weiter die Rampe zu nehmen. Es tut mir total leid, wenn er solche Angst hat. Das möchte ich nicht. Lieber warte ich ab und zeige ihm ganz sanft und geduldig, dass er von mir nichts zu befürchten hat.
      Aber gerade als Neuling ist man oft unsicher, ob man richtig abwägt.

      Vorgestern Abend habe ich meine Hand ganz vorn im Sandbereich hingelegt mit einem Pinienkernchen drauf und gewartet. Poncho kam nach einer Weile auch in den Sandbereich, blieb aber auf Abstand. Irgendwann hat er aber wohl das Kernchen gerochen, blieb stocksteif sitzen und hob das Näschen um zu schnuppern. Die kleinen Schnurrhärchen vibrierten richtig - und dann sauste er urplötzlich los, auf meine Hand zu. Ich hab die Luft angehalten und mich nicht gerührt, aber wenige Zentimeter vor meiner Hand hat er wohl bemerkt, dass unter dem Kernchen noch "die große, gruselige Hand" ist. Er hat eine Vollbremsung gemacht und drehte im Bremsen schon wieder um, dass der Sand nur so spritzte. Der Anblick war unglaublich: das Köpfchen zeigte schon wieder von mir weg, aber die Füße waren noch am Bremsen und drehen. Und dann hat er sich schnell wieder versteckt und ich hab ihm das Kernchen so hingelegt und mich zurück gezogen.
      Wir probieren das jetzt öfter mal. Vielleicht traut er sich ja irgendwann mal.
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    • Die Laboris sind schon ein seltsames Völkchen, die einen neugierig und direkt Hand- und/oder Futterzahm, die anderen voll im Panikmodus.
      Ich muss allerdings sagen das Gunnar schon Kernchen und Würmchen aus den Fingern nimmt. Scheibe auf und zu ist auch nicht immer ein Problem....
      aber dann klickt bei ihm irgendwas um und er dreht am Rad.
      Ob das jetzt mit Dingen zusammen hängt die ihm im Labor widerfahren sind oder ob er einfach so ist, werde ich nie erfahren.
      Wichtig ist einfach das er sich in seinen Wänden wohl und sicher fühlt, da muss dann halt auch der Gesundheitscheck weg fallen.
      Liebe Grüße,

      Tanja mit Flynn und Pooky

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