Erneuter Fellverlust und Schmierkot MiHa-Weibchen

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    • Erneuter Fellverlust und Schmierkot MiHa-Weibchen

      Hallo in die Runde,

      unsere Charlotte (Mittelhamsterweibchen, Kurzhaar, ex-Labori) hat erneut Haarausfall und wir sind, zusammen mit unserem TA ein wenig ratlos.
      Zur Vorgeschichte: vor elf Monaten hatte sie schon mal Haarausfall um die Duftdrüsen herum. Erst an den Duftdrüsen, dann zog es sich Richtung Böppes weiter, so dass wir davon ausgegangen sind, sie hat was hormonelles. Damit lagen wir richtig, einer ihrer Eierstöcke war arg vergrößert/ entzündet und ihr wurden beide entfernt. Das Fell ist wieder nachgewachsen. Alles gut.

      Nun fehlt ihr das Fell wieder auf einer Seite der Duftdrüse, auf der anderen Seite ein kleines bisschen. Es stört sie nicht, sie kratzt sich nicht o.ä. Die Haut an den entsprechenden Stellen sieht normal aus.

      Seit sechs Wochen hatte sie nun immer mal wieder ein kleines bisschen Durchfall, d.h. alle paar Tage mal ein weicher Köttel und an einem Toilettenpapierstück klebte mal was schmierig. Wir haben alles (mehrfach) untersuchen lassen, auf die Ernährung geachtet, geschabsel, Kot gesammelt und untersuchen lassen etc. Sie hatte keine Milben, keinen Pilz, keine Entzündung , keine Würmer etc. Nun hatten wir noch mal ein anderes AB ausprobiert und sie ist wieder frei vom Minimaldurchfall (und einen ticken agiler).

      Ob ein Zusammenhang mit dem ab-und-an-mal-ein-bisschen-Durchfall oder der OP vor fast einem Jahr besteht, wissen wir nicht. Der TA meinte, dass er bei Hündinnen mal beobachtet hat, dass ca. ein Jahr nach einer Kastration hormonelle Störungen aufgetreten sind. (Wir wissen, dass Hunde nicht gleich Hamster sind!) In ganz, ganz seltenen Fällen könnte schlicht auch noch Restgewebe oder ein verstecktes Ei irgendwo sein, dass den Haarausfall hormonell verursacht. Der Fellverlust begann auch bereits vor dem Durchfall.

      Habt ihr Ideen, wodurch der Fellverlust (noch) verursacht sein könnte? Wir würden mit den Ideen gerne wieder beim TA auflaufen.
      Insgesamt scheint Charlotte selbst der Fellverlust piepegal zu sein, aber falls es eine behandelbare Ursache gibt, wäre es ja schön, das zu bekämpfen.

      Co-KG und ich danken euch jetzt schon mal für eure Gedanken und Ideen! :blumen:
      Viele Grüße von der Waterkant, :ente:
      Melanie
    • Hallo Melanie,

      vielleicht liegt es am Alter? Soweit ich weiß, kann das auch mal vorkommen. Und ein Jungtier ist Dein Mädel ja nicht mehr.

      Mein Teddyhamster-Mann Elmo hatte auch gerade sein komplettes Fell am Bauch verloren. Inzwischen wächst es wieder nach. Da er vor ca. 2,5 Monaten einen schweren Infekt hatte, vermutet der Tierarzt hier die Ursache. Wir warten derzeit einfach mal ab. Leiden tut er nicht und es kommt ja wieder. So wie es von außen aussieht, ist wohl eher ein inneres Problem die Ursache.
      Eine weitere Möglichkeit sind laut Dr. Klingberg Tumore oder Leberprobleme. (Bist Du bei Dr. Freund in Hamburg?) Wurde sie auf Tumore an den inneren Organen mal untersucht?

      Der inzwischen verstorbene Yoshi hatte auch Monate lang Löcher im Fell, deren Ursache nicht wirklich geklärt werden konnte. Behandlungen gegen Pilz und Parasiten brachten nichts. Irgendwann erledigte sich das von selbst. Zum Schluss sah er richtig gut aus. Ich habe ihm aber Efaderm mite in Brei gegeben. Vielleicht hat's geholfen ...

      Ist echt schwierig, das Thema ...

      Allerdings find ich das mit dem Durchfall schon ein bisschen auffällig. Dazu kann ich leider nichts beitragen.

      So drücke ich einfach mal die Daumen, dass die Lady einfach altersbedingt Fell verliert.
      :daumendrueck: :goodluck:
      Alles Gute für Euch!
      Liebe Grüße,
      Silke mit Vincent :hzwinker: + Yuki :hamstern: + Wika :hamsterdrehen:
      und Yoshi, Elmo, Mick, Radieschen und jetzt auch Harley tief im

      Patin von Findus und Josi
      Mit den Patenhamstern Kalle, Batida & Mani im <3
    • Unser Alberich hat zurzeit ja auch ein Problem mit Fellverlust (bzw. eher brüchigem, sehr kurzem Fell auf dem hinteren Rücken). Laut unserer TÄ ist ein unsymmetrisch bzgl. der Körperachse ausgeprägtes Fellproblem i.A. nichts hormonell Bedingtes. Warum auch sollten sich Milben oder Pilze auf beiden Körperseiten symmetrisch ausbilden?

      Wenn hingegen z.B. der Bereich rund um beide Duftdrüsen (oder auch langgezogen weiter nach hinten, wie damals bei unserer Coco) halbwegs symmetrisch auf beiden Seiten betroffen ist, dann wird es sicherlich was Hormonelles sein. Muss aber nichts Schlimmes sein!

      Da sein zerzauster Rücken völlig unsymmetrisch befallen ist und in keiner Weise "pilzig" aussieht, wird Alberich gegen Milben gespottet. Das Fell scheint momentan tatsächlich wieder nachzuwachsen. (Obwohl ich da eher skeptisch war, denn unsere ehemaligen Demodex-Hamster Felix und Michel hatten viele Schuppen und kein so brüchiges Fell.)

      Zu dem "Durchfall": über einen langen Zeitraum hatte unser Hannibal (Alberichs Vorgänger, übrigens auch ein Labori!) das auch. Neben ganz normalen Kötteln (schwarz und knallhart) hatte er stets einen Anteil von weich gebliebenen, dunkel oliv-braunen Hinterlassenschaften. Bei ihm war das eindeutig mehr als "alle paar Tage mal ein weicher Köttel", allerdings niemals dünn und wässrig wie richtiger Dünnpfiff. Fellprobleme hatte er dagegen NICHT.

      Die Köttelchen haben wir untersuchen lassen. Kein Befund. :nixw:

      Hannibal konnte damit problemlos alt werden. Mehr noch: zu meiner Verblüffung wurde das Problem im Alter nicht etwa - wie befürchtet - immer schlimmer, sondern verschwand allmählich, nachdem Hannibal in die Ü2-Liga gekommen war. Er wurde (am Ende ganz ohne weiche Köttelchen) noch 33 Monate alt.

      Nebenbei:
      Ab einem Alter von ca. 2 Jahren (!) wurde Hannibals zuvor eher katastrophaler Gewichtsverlauf dann auch wunderbar gleichmäßig und stabil. Das scheint zu dem Ausbleiben des weichen Kots perfekt zu passen. Jedenfalls auf den ersten Blick; doch Vorsicht! Irgendwas passt da nicht richtig zusammen. Er hatte im Alter noch einen größeren (vielleicht eine Woche lang) und einen kleineren Rückfall (ein paar Tage) mit weichem Kot. In beiden Fällen keinerlei "Ausschlag" in der Gewichtskurve. Und in jüngerem Alter schien er das Problem ständig und einigermaßen gleichmäßig zu haben, klar ausgeprägte Phasen mit viel oder wenig weichem Kot sind mir nie aufgefallen. Hannibals Gewichtskurve war aber die reinste Achterbahn, wochen- und monatelange "Berge" und dann wieder Täler"...

      :daumendrueck: :daumendrueck: für Charlotte!
    • Zitronenjette schrieb:

      Seit sechs Wochen hatte sie nun immer mal wieder ein kleines bisschen Durchfall, d.h. alle paar Tage mal ein weicher Köttel und an einem Toilettenpapierstück klebte mal was schmierig. Wir haben alles (mehrfach) untersuchen lassen, auf die Ernährung geachtet, geschabsel, Kot gesammelt und untersuchen lassen etc. Sie hatte keine Milben, keinen Pilz, keine Entzündung , keine Würmer etc. Nun hatten wir noch mal ein anderes AB ausprobiert und sie ist wieder frei vom Minimaldurchfall (und einen ticken agiler).
      huhu - hast du es mal mit einer getreidefreien Mischung versucht? Hamster können Zöliakie entwickeln. Stellt man ihre Ernährung getreidefrei um, verschwindet der Schmierkot in etlichen Fällen, wo das Labor Pilze und Parasitenausgeschlossen hat.

      Hier findest du umfangreiche Informationen darüber und auch gleich die Therapie. Es ist zwar hauptsächlich für Zwerghamster geschrieben - aber die Zöliakie betrifft die Mittelhamster gleichermaßen:
      Das kipi-Konzept (speziell die Schmierkotproblematik findest du in Kapitel 7.6 )


      Da die geschädigte Darmschleimhaut das Immunsystem schwächt, könnte das auch eventuell mit Felverlust einhergehen, bzw. Hormonstörungen auslösen.
      Liebe Grüße, Eva mit Robo Minino, Hybridin Dalia, den Campbells Diddie und Tütü
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Hallo ihr Lieben,

      vielen Dank für eure Anregungen und Gedanken!

      Das Buch haben wir bestellt (über genialokal.de, amazon bekommt keinen Cent von mir). Nun heißt es: einlesen.

      Momentan sind Charlies Ausscheidungen stabil gut. Aber das Fell wird überall schütter (was sicherlich auch mit am Alter liegt, Madame ist nun 22 Monate alt) und die kahlen Stellen sind natürlich auch nicht weg.

      Mit neuen Ideen geht es dann nochmal ab zum TA.
      Viele Grüße von der Waterkant, :ente:
      Melanie
    • Zitronenjette schrieb:

      Das Buch haben wir bestellt (über genialokal.de, amazon bekommt keinen Cent von mir). Nun heißt es: einlesen.
      ... das kann ich nachvollziehen :yes: Persönlich habe ich alle Vermarktungsrechte an den Verlag abgetreten und der nutzt Amazon als Vertiebsplattform. Es ist aber auch direkt im BoD-Buchshop bestellbar und auch in jeder Buchhandlung vor Ort.

      Bei alterbedingtem Fellverlust wird von manchen Usern ja auch zu Bierhefe geraten. Habe persönlich noch keine Erfahrung damit, klingt aber logisch und @Gundi fällt mir dazu z.B. gerade ein, hat damit schon mehrmals enorme Erfolge erzielt :thumbup:
      Wichtig finde ich dabei nur, dass man vorher abklärt, ob die Darmflora intakt ist - also kein Pilz vorliegt. Bei Pilzbefall im Darm (der auch zu Fellverlust führen kann), würde eine Zufuhr von Hefe eine explosionsartige Vermehrung der Pilzsporen verursachen.
      (So wie man Pilze ja auch extra auf Hefekulturen bebrütet, damit sie zum besseren Nachweis rasch wachsen)

      Viel Spaß beim Einlesen :sunny: und einen lieben Gruß ans Charlottchen - sie soll sich schön an die Vorgaben halten :D :rolleyes:
      Liebe Grüße, Eva mit Robo Minino, Hybridin Dalia, den Campbells Diddie und Tütü
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von liloba ()

    • Bierhefeflocken habe ich Yoshi auch gegeben. Ob die was gebracht haben, weiß ich nicht. Ich weiß aber sicher, dass der damit angereicherte Brei dem Herrn sehr geschmeckt hat. Der hat mir die Schüssel ausleckt! :D
      Liebe Grüße,
      Silke mit Vincent :hzwinker: + Yuki :hamstern: + Wika :hamsterdrehen:
      und Yoshi, Elmo, Mick, Radieschen und jetzt auch Harley tief im

      Patin von Findus und Josi
      Mit den Patenhamstern Kalle, Batida & Mani im <3
    • Ich backe meine Kräcker immer selbst und gebe pro Eiweiss einen gestrichenen Teelöffel Bierhefe hinein - hier haben die Hamster immer bis ins hohe Alter sehr schönes Fell. Pro Woche gibt es dann einen Kräcker ^^

      Wobei ich auch schon Hamster hatte, bei denen Bierhefe überhaupt nichts gebracht hat - ich habe absolut keine Ahnung, woran das lag. Bei denen habe ich dann von Bierhefe auf Braunhirse gewechselt und das Fell wurde wieder einwandfrei.
      Liebe Grüße Gundi mit Kylie :hund: sowie Eddy, Bugsy, Nelson und Hetti :familie:

      Das Wenige, was du tun kannst, ist viel - wenn du nur irgendwie Schmerz, Weh und Angst von einem Wesen nimmst
      (Albert Schweitzer)
    • Aaaaalso, ich hab grad mal recherchiert: wenn ich das richtig sehe, ist "Braunhirse" die rote Hirse? Die haben wir als Kolben, werden von Charlie aber nur als Deko angesehen. Da wäre es fraglich, ob sie die in Keksform fressen oder nur hamstern würde. Oder ist das die Sorghumhirse? Die steht bei Charlie ebenfalls ab und an mal drin und wird ebenfalls eher mäßig abgeknabbert ?(

      Bierhefe oder Bierhefeflocken kann ich in den mir bekannten online-Futter-Läden irgendwie auch nicht entdecken. Oder holt ihr das im Reformhaus? Oder hat das noch einen anderen Namen? Herje...

      liloba schrieb:

      ... das kann ich nachvollziehen :yes: Persönlich habe ich alle Vermarktungsrechte an den Verlag abgetreten und der nutzt Amazon als Vertiebsplattform. Es ist aber auch direkt im BoD-Buchshop bestellbar und auch in jeder Buchhandlung vor Ort.
      Ja, genau: wenn es bei unserer lokalen Händlerin nicht da ist, bestellen wir immer über genialokal zu ihr hin ;)
      Viele Grüße von der Waterkant, :ente:
      Melanie
    • huhu - Braunhirse ist die rote Rispenhirse - zu vergleichen mit der Silberhirse - ebenfalls Rispenhirse, also buschiges Wachstum.

      Kolbenhirse, weiß wie rot, bildet den typischen Kolben.

      Pulversisiert bekommst du Braunhirse wie Bierhefe in Super- und Drogeriemärkten / Bioläden etc.
      Liebe Grüße, Eva mit Robo Minino, Hybridin Dalia, den Campbells Diddie und Tütü
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Genau, ich kaufe immer Bierhefeflocken von Sanotact bei DM-Drogeriemarkt und die gemahlene Braunhirse im Reformhaus :)
      Liebe Grüße Gundi mit Kylie :hund: sowie Eddy, Bugsy, Nelson und Hetti :familie:

      Das Wenige, was du tun kannst, ist viel - wenn du nur irgendwie Schmerz, Weh und Angst von einem Wesen nimmst
      (Albert Schweitzer)
    • Zitronenjette schrieb:

      Aufgrund der Schmierkot-Problematik bei Charlotte (Mittelhamster) gekauft... qualmt mir jetzt der Kopf.
      Nach einer Stunde Querlesen:
      -Über die weitere Gabe von Tierchen (Mehlwürmer) muss ich erstmal weiter
      nachdenken. Gammarus und Fischchen kamen hier noch nie auf den Tisch.
      Mehlwürmer bleiben häufig liegen, Seidenpuppenspenneraupen (ach, mir
      fällt der richtige Name nicht ein...) werden gerne genommen.
      -Rispen werden künftig ebenfalls wie Kork und Co. ausgebacken und nicht "nur" eingefroren.
      -Über Avocado dürfen sich die Nasen hier künftig in Maßen freuen.
      -Unklar ist mir noch, woran ich (bei Mittelhamstern) Grieß- oder Steinbildung erkenne
      -Hoffentlich liegt bei Charlotte keine Glutenunverträglichkeit vor. Wenn ja, haben wir sie ggf. verschlimmert.
      -Päppelbrei... werden wir künftig deutlich weniger leichtfertig
      einsetzen. Wenn überhaupt. Außer bei Zähnchenproblematiken. Da macht das
      in der Tat weiterhin Sinn.


      Insgesamt ist es wirklich schön, mal ein vernünftiges Buch für
      (Zwerg-)Hamster in Händen zu halten. Ich hoffe sehr, dass sich viele,
      viele HalterInnen darauf einlassen und mal reinlesen!
      huhu Melanie - ich habe mir deinen Text mal hierher kopiert, damit du eventuell etwas Zeit sparst, da ich den Text ja auswenisg kenne :)

      Tut mir leid um deinen armen Kopf :rotwerd: :D Ich war auch ganz platt, wieviel Stoff es ausmacht, wenn man zwecks Selbsthilfe alles verständlich in den Zusamenhang bringen will.

      Deinem Text nach hast du dir aber auch gleich alles reingezogen - samt ausgelagerten Zusatzinfos über die Vermeidung von Milbeneinschleppung :rolleyes:

      Für Charly erst mal relevant, würde ich sagen, wegen des Schmierkotes das getreidefreie Rezept zu erproben. Dieses Angebot stopfen sich die Goldies genauso freudig in die Backen wie die normale Rezeptur. Da bleibt in der Regel kein Krümelchen liegen. Kein Problem also für die Hamster, wenn man nach Verschwinden der Symptome bei dieser Fütterung bleibt, denn verschwinden wird diese Unverträglichkeit nicht mehr.
      Legt sich der Matsch unter der Fütterung, hat man die Glutenunverträglichkeit damit so gut wie bewiesen.
      Und mach dir keine Vorwürfe: Die meisten Hamster werden tierärztlich, nachdem Parasiten ausgeschlossen wurden, unter Verdacht auf Magen-Darm-Infekt erst einmal fettfrei und somit erst recht mit Getreide gefüttert.
      Bei Glutenunverträglichkeit, die man bei Hamstern labortechnisch nicht diagnostizieren kann, hat das mitunter zur Folge, dass sie zur Erholung erst einmal ein paar Tage der im Buch eingestellten Diät folgen müssen, bis die zum Teil wässrigen Durchfälle versiegen und der Hamster in den Genuss der getreidefreien Mischung kommen kann.
      Das ist bei Charly ja noch längst nicht der Fall :streichel:

      Edit: es ist übrigens ganz typisch bei Glutenunverträglichkeit, dass sich die Symptome unter AB-Gabe kurzzeitig bessern, da die hochentzündete Darmschleimhaut sich erst einmal etwas beruhigt. Der Effekt hält aber nur kurzfristg an und kann den Verlauf im Endeffekt sogar verschlimmern.

      Blasen- und Nierengrieß/Steinen kommt man in vielen Fällen über die Trinkmenge auf die Schliche. Bei erhöhten Trinkmengen folgen Zwergenhalter zunächst dem Kapitel 2 und werden an dem Punkt, wo Diabetes als Ursache ausgeschlossen ist, von dort aus weitergeleitet, bis sich die Diagnose über den abweichenden Trinkmengeverlauf Richtung Grieß/Steine erhärtet.
      Als Miha-Halter kannst du Diabetes bei erhöhter Trinkmenge erst einmal außer Acht lassen und gleich in Kapitel 3 einsteigen.
      Wann man von einer erhöhten Trinkmenge spricht und wie man sie erfasst, kannst du dem Kapitel 6.6 entnehmen.

      Bei Hamstern, die keine erhöhten Trinkmengen aufweisen, man aber der beschriebenen Symptome halber schwer auf Steine tippt, kann man die vollwertige Hauptfuttermischung, die am Ende von Kapitel 4 für Miha eingestellt ist, einfach prophylaktisch füttern und die weiteren Maßnahmen dazu beachten - da sie ja alle keine Strafe für die Nasen sind ^^
      Der Verdacht erhärtet sich dadurch, dass sich die Symptome des Hamsters unter der Fütterung verflüchtigen, solange es sich noch nicht um eine massive Steinbildung handelt.
      Will man es ganz genau wissen, lässt man in der Praxis Urin abnehmen und auf Harnkristalle untersuchen, also mikroskopieren.
      Auch dazu finden sich entsprechende Hinweise in Kapitel 3 (exakt auf S. 85)

      So, das war die Schnellnavigation :)

      Und Danke für das große Kompliment :blumen:
      Liebe Grüße, Eva mit Robo Minino, Hybridin Dalia, den Campbells Diddie und Tütü
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

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    • futterschnipsler schrieb:

      Moin,

      kannst du uns noch einen Online-Händler empfehlen, bei dem wir das mixen lassen können?
      huhu Ingo - die meisten Shops - wie z. B. "Futterparadies" und "Birds and More" bieten zwar Einzelzutaten an, geben sie aber in für Hamster in der Regel zu großen Größen ab - es sei denn, man hat eine große Bande davon zu versorgen, sodass man gleich Kiloweise zusammenstellt.
      Bei zahlreicher Nachfrage nach Eigenmixen in kleineren Mengen stellen sie ja aber vielleicht eines Tages um ;)

      Bei Eingabe "Futter selbst mischen" tauchen vor allem "Mixerama" und die "Futterkrämerei" auf, bei denen man schon lange Rezepte in Kleinstmengen mischen kann.
      Andere Shops unter diesem Stichwort kommen und gehen - da muss man immer mal schauen, auch, ob das Angebot breit gefächert genug ist.
      Mixerama hat in der Regel sämtliche Zutaten in Mengen ab 10 g in guter Qualität vorrätig. Zu dem Zweck geht man dort in den virtuellen Mixer-Bereich. Das einmal abgespeicherte Rezept lässt sich im Privat-Account jederzeit abrufen und mit einem Klick neu bestellen.
      Größer abgepackte Zutaten finden sich unter "Einzelzutaten".
      Die Futterkrämerei kann man auch auf eventuell fehlende Zutaten ansprechen. Die sind da ganz zugänglich und schauen, was sie besorgen können. Bei mehrfacher Anfrage Programmerweiterung nicht ausgeschlossen.
      Liebe Grüße, Eva mit Robo Minino, Hybridin Dalia, den Campbells Diddie und Tütü
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Sodele, die neue Futtermischung ist bestellt, denn Charlie hat seit gestern wieder Schmierkot. Es steht also zu befürchten, dass die AB-Gabe das Problem nur verdeckt hat, also tatsächlich eine Getreideunverträglichkeit vorliegt.
      Wir haben über mixerama bestellt. Zuccinikerne haben sie da nicht, wir aber noch welche auf Vorrat.

      Bis die neue Futtermischung eintrifft, pule ichalles an Getreide aus der jetzigen Mischung raus. Co-KG holt heute nochmal ein frisches Glas Möhrenbrei und für den Fall der Fälle das Gemüseallerlei. Kann ja nicht schaden, das hier zu haben. Den Auslauf hab ich grad schon getreidefrei gemacht und sämtliche Buddelbehältnisse mit frischem, vom alten Trockenfutter befreiten, Buddelinhalt befüllt. Wenn Charlotte nachher aufsteht, kram ich ihr Gehege aus. Zum Glück bunkert sie an zwei gut erreichbaren Stellen und die noch vorhandenen Deko-Getreideähren hab ich gestern schon rausgezupft. Die Arme Maus, nach der Eierstock-Entfernung letztes Jahr hatte ich gehofft, sie ist dann durch mit Krankheiten.

      Braunhirse hatten wir letzte Woche übrigens schon geholt. Ich hab schöne Kekse gebacken. Mit dem alten Trockenfutter 8| . Natürlich auch Beschäftigungsringe und so´n Baumstamm voll. Toll, alles für die Katz. Da werd ich mich dann nochmal dran machen, wenn das neue Futter da und fertig ist
      Viele Grüße von der Waterkant, :ente:
      Melanie
    • Schade um die schöne Bäckerei ...

      Zöliakie kann übrigens auch zu Fellverlust oder Struppigkeit führen und gibt sich synchron zur regenerierten Darmschleimhaut wieder.


      Zitronenjette schrieb:

      Sodele, die neue Futtermischung ist bestellt, denn Charlie hat seit gestern wieder Schmierkot. Es steht also zu befürchten, dass die AB-Gabe das Problem nur verdeckt hat, also tatsächlich eine Getreideunverträglichkeit vorliegt.
      Wir haben über mixerama bestellt. Zuccinikerne haben sie da nicht, wir aber noch welche auf Vorrat.
      ... wäre ein klassischer Verlauf: erst Besserung durch AB und dann erneuter Ausbruch, von Mal zu Mal in gesteigerter Form.

      Mit der neuen Mischung geht es íhr bestimmt rasch besser und sie wird ihr ebenso gut schmecken wie die alte. In vielen Fällen hört man, dass die Hamster endlich mal rein gar nichts liegen lassen - sie bei den Mäklern also sogar besser ankommt.
      Und da sie auf Flocken und Trockengemüse verzichtet, profitieren sogar die Zähne davon - unter der Mischung tauchen seltener Zahnprobleme im Alter auf ^^

      Solltest du mal nicht an Zucchinikerne herankommen: Die Menge einfach auf SBK und Kürbiskerne verteilen. Wo Hanfkörner besonders beliebt sind, kann man sie auch dort dazurechnen.
      Liebe Grüße, Eva mit Robo Minino, Hybridin Dalia, den Campbells Diddie und Tütü
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Hanft, SBK und Kürbiskern kommt hier zum Glück immer gut an :D

      Liloba, ich hab deinen Post mal aus Charlies Post hier rüber kopiert:


      "huhu Melanie
      - also wenn man bedenkt, dass eine Reizung durch
      Glutenunverträglichkeit die Darmschleimhaut so stark entzündlich
      schwellen lässt, dass es zu Schmierkot bis hin zu wäsrigen Durchfällen
      kommt, also auch kaum ein adäquater Nährstofftransport vom Darm in den
      Körper mehr stattfinden kann, braucht der Organismeus schon in etwa an
      die vierzehn Tage, bis sich diese Reizung wieder gelegt hat.
      Wenn sich in dieser Zeit etwas verschlimmert - oder nicht glasklar bessert, ist es ratsam, einmal alle Kost wie in dem Kapitel beschrieben abzusetzen und die Möhrenkur mit anschließendem Kostaufbau zu beginnen."

      Der Befund ist da. In seiner Detailtiefe etwas enttäuschend.


      Der TA meinte, wir sollen absolut "basic" füttern mit wenig Frischfutter. Die neue Futtermischung bekommt sie nun seit einigen Tagen.
      Wir sollen/ können ihr Mineralstoffe mitfüttern, ggf. Benebak oder Korvimin. Macht das Sinn?

      Interessanterweise ist das Fell schon wieder deutlich nachgewachsen und ist insgesamt weniger schütter. Wenigstens etwas.
      Viele Grüße von der Waterkant, :ente:
      Melanie
    • Hallo Melanie,

      der Befund passt zur Zöliakie. Wenn die Darmflora definitiv zerstört ist, würde ich die Möhrenkur wie beschrieben ansetzen (die Stoffe ziehen die Gifte aus der Darmschleimhaut, so dass sie abschwillt. Nach drei Tagen den Kostaufbau wie in Kapitel 7 beschrieben beginnen und danach auf die getreidefreie "neue Mischung" zurückgreifen. Gleichzeitig Frifuaufbau.

      Diese Störung wird nicht durch Frischfutter oder ausbalancierte Körnerkost ausgelöst, sondern durch ein Zuviel an Gluten, also durch einen ungünstig zusammengestellten Getreideanteil im Futter. Von daher am Besten den Vorgaben in Kapitel 7 folgen und die dort angegebene, vollwertige Mischung in ausreichender Menge füttern, sobald der Kostaufbau beginnt. Auf diese Weise wurden schon etliche Hamster wieder vollkommen ins Lot gebracht :wolkesieben:

      Wie in Kapitel 7 beschrieben macht dabei (nach der Möhrenkur) ein Probiotikum/Präbiotikum wie "Bird bene bac" Sinn. Folge einfach den Vorschlägen im Verlauf.

      Darüberhinaus keine weiteren Zugaben verabreichen, damit Charly eine Balance gewinnt, über die sich ihre Darmflora bald bestens erholen wird. Wichtig: Hat sich einmal eine Glutenunverträglichkeit entwickelt, wird der Körper, auch wenn er völlig gesundet scheint, bei Kontakt sofort wieder reagieren. Das Chralottchen sollte also nie wieder mit glutenhaltigen Getreiden in Berührung kommen :nettnein:

      Zu diversen Aufbaumitteln (mineralstoff- und*oder Vitaminzusätze) findest du im Buch, schon in Kapitel 1 wichtige Gegenargumente.
      Auch in Kapitel 3 wird beschrieben, warum man damit gleich die nächste Baustelle erzeugt ;)

      Ja, eine ausgewogene Mischung tut dem Fell bereits in kurzer Zeit ganz offensichtlich gut :saint:

      Ein Knuddler von mir an das Weiblein <3 ^^

      PS: in der 1. Auflage des "Das kipi-Konzept" ist die spezielle, getreidefreie Mischung für Mittelhamster ja noch nicht drin. Ein Versäumnis, dass ich gerade nachgeholt habe. Die 2. Auflage startet in wenigen Tagen, bis dahin ist die 1. gestoppt.

      Für alle, die später mal hier nachlesen, aber schon im Besitz der 1. Version vom "Das kipi-Konzept" sind:

      Eva Kunze schrieb:

      Bei Mittelhamstern ist die Futtermischung aus Kapitel 4 so umzustellen, dass Dinkel, Gerste und Hafer durch die Hirsesorten Dari und Milo ersetzt werden.


      Aus: "Das kipi-Konzept" (2.Auflage)
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    • Huhu,
      Ich vermute mal, dass mein Ex-Labor-Goldi Sam auch entsprechende Probleme hatte, da er auch immer wieder unerklärlichen Durchfall hatte - nun ist Sam mittlerweile nicht mehr am Leben (Tumor), aber eines frage ich mich: Sam hat Dari und Milo nie angerührt. Wie hätte ich da das Futter entsprechend umstellen sollen? Shadow ist eigentlich der einzige hier, der sporadisch auch mal einen Darikolben anknabbert, sonst konnte ich eigentlich keinen meiner MiHas von Hirse überzeugen, auch nicht von den größeren Sorten - was mache ich mit solch einem Hirse-Verweigerer, wenn einer mal eine Zöliakie entwickelt?
      Dari, Milo, Hanfsaat, Sesam - das alles wird hier verschmäht und ist deshalb mittlerweile auch nicht mehr in meinen Futtermischungen drin...
      Viele Grüße
      Ajdika u.a. mit Shadow und Mojito
    • Es ist zum Heulen traurig, dass Tierärzte eine mitlerweile so weitverbreitete Sache (betrifft auch Menschen in immer größerem Maße) noch immer nicht erkennen :girlietempo:

      Liebe Ajdika, in Kapitel 4 findest du im Anschluss an die eingestellte Mittelhamster-Hauptfuttermischung eine konkrete Ausführung dazu, was den Tausch / Ersatz einzelner Futtermittel für Mäkler betrifft..
      Die dort eingestellte Rezeptur wurde primär so ausgerichtet, dass sie den durchschnittlichen Geschmack trifft. Die meisten putzen sie erfreut weg :wolkesieben:

      Den Buchweizen als Pseudogetreide kann man auch gegen Amaranth und Quinoa, ebenfalls Pseudogetreide, tauschen – das ist im Buch nicht erwähnt, weil diese kleinkörnigen Dingerchen meist nicht angenommen werden. Aber bei einem solchen Mäkler könnte man es trotzdem testen.

      Auch bei den Hirsen darf man selbstverständlich alle anderen Sorten durchprobieren – sie sind den Großen meist zu klein.

      Der Hinweis auf den Roggen ist im Buchtext allerdings noch verhalten ausgedrückt.
      Einer Vermutung nach könntr er ein erhöhtes Risiko für die Schmierkot-Problematik darstellen - neben der Tatsache, dass Getreide überhaupt sorgfältig angepasst gefüttert werden muss, um einer Gluten-Unverträglichkeit vorzubeugen.







      Liebe Grüße, Eva mit Robo Minino, Hybridin Dalia, den Campbells Diddie und Tütü
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    • Anmerkung zu Hafer/Gluten

      So viel noch: Hafer gilt als glutenfrei

      Dennoch vertragen viele menschliche Glutenallergiker auch keinen Hafer. Erklärt wird dies für Menschen damit, dass Haferprodukte durch glutenhaltiges Getreide in den Betrieben kontaminiert sein können.

      Ich Misstraue diesen Erklärungen. Denn beim Tierfutter würde diese Kontamination ja auch auf alle anderen Saaten übertragen werden.
      Fakt ist aber: Hamster mit Glutenunverträglichkeit vertragen Hafer in den allermeisten Fällen auch nach Behebung der Symptome weiterhin nicht.
      In der Genesungsphase wird die Gesundung durch die Gabe von Hafer verhindert.

      Umgekehrt habe ich noch nie erlebt, dass ein Hamster mit Glutenunverträglichkeit unter Weglassung von glutenhaltigem Getreide einschließlich Hafer nicht von seinen Symptomen befreit worden wäre. Und dass, obwohl seine Futtermittel aus Betrieben stammen, die allesamt auch Hafer handeln.
      Liebe Grüße, Eva mit Robo Minino, Hybridin Dalia, den Campbells Diddie und Tütü
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • liloba schrieb:


      Das Chralottchen sollte also nie wieder mit glutenhaltigen Getreiden in Berührung kommen :nettnein:

      ...

      Ja, eine ausgewogene Mischung tut dem Fell bereits in kurzer Zeit ganz offensichtlich gut :saint:

      Ein Knuddler von mir an das Weiblein <3 ^^

      Das Wichtigste zuerst: Knuddler habe ich ausgeführt - sie hat das Anfassen wie immer über sich ergehen lassen. Ganz Grande Dame "was, war was, ich hab nichts in meinem majestätischen Dunstkreis gemerkt. Na gut, ein bisschen."

      Da die Mischung ihr zu schmecken schien, haben wir schon mal nachbeordert und steht ihr ab nach der Kur wieder zur Verfügung.

      Vielen lieben Dank dafür, dass du nicht müde wirst, immer wieder ausführlich zu antworten. Dafür gibt´s von mir einen virtuellen Knuddler und ein dickes Blümchen obendrauf :umarm: :blumen:
      Viele Grüße von der Waterkant, :ente:
      Melanie
    • Ajdika schrieb:

      Shadow ist eigentlich der einzige hier, der sporadisch auch mal einen Darikolben anknabbert, sonst konnte ich eigentlich keinen meiner MiHas von Hirse überzeugen, auch nicht von den größeren Sorten - was mache ich mit solch einem Hirse-Verweigerer, wenn einer mal eine Zöliakie entwickelt?
      huhu - ich nochmal. Momentan kommt alles etwas kleckerweise :rolleyes:

      Manchmal ist es so, dass bestimmte Futtermittel nicht gemocht werden, da, wo der Gesamtinhalt eine Kummulierung unerwünschter Stoffe ergeben würde.
      So beobachtet man öfter, dass eine Mischung, bei der etliches liegenbleibt, mit einer "nährstoffglättenden" Veränderung zugunsten von mehr Ausgewogenheit plötzlich komplett verzehrt wird.

      Mit anderen Worten: Bleibt die Hirse liegen, stimmt wahrscheinlich etwas mit der Zusammenstellung der Gesamtkomposition nicht (oder die Ware ist nicht frisch genug).

      Dass Hirse zur Ernährung der Hamster fest dazu gehören sollte zeigt sich schon darin, dass sie in ihrem ursprünglichen Lebensraum auch reichlich vorkommt. Das gilt für den Lebensraum der Zwerge genauso wie für Mittelhamster.
      Sie gehört zu den extrem günstigen Futtermitteln für Hamster, während man mit anderen Getreiden und Hülsenfrüchten vorsichtig umgehen muss, will man Probleme vermeiden (Grießbildungen; Gicht und Rheuma - also unnötige Versteifung im Alter; Erzeugung von Glutenunverträglichkeiten; schütteres Fell.
      Übermäßiges Krallenwachstum kann neben zu kalkhaltigem Wasser auch im Zusammenhang damit stehen.)

      Vielleicht probierst du nochmal in die Richtung was aus?

      Zitronenjette schrieb:

      Vielen lieben Dank dafür, dass du nicht müde wirst, immer wieder ausführlich zu antworten. Dafür gibt´s von mir einen virtuellen Knuddler und ein dickes Blümchen obendrauf :umarm: :blumen:
      ... ganz lieben Dank :love:
      Liebe Grüße, Eva mit Robo Minino, Hybridin Dalia, den Campbells Diddie und Tütü
      Patenpuschel: Grisu, Filly, Knut; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Huhu,

      liloba schrieb:

      Manchmal ist es so, dass bestimmte Futtermittel nicht gemocht werden, da, wo der Gesamtinhalt eine Kummulierung unerwünschter Stoffe ergeben würde.
      So beobachtet man öfter, dass eine Mischung, bei der etliches liegenbleibt, mit einer "nährstoffglättenden" Veränderung zugunsten von mehr Ausgewogenheit plötzlich komplett verzehrt wird.

      Mit anderen Worten: Bleibt die Hirse liegen, stimmt wahrscheinlich etwas mit der Zusammenstellung der Gesamtkomposition nicht (oder die Ware ist nicht frisch genug).
      Dass viele MiHas mit Hirse nicht viel anfangen können, ist denke ich so wie bei den Zwerghamstern und Grassamen: Es mag in der natürlichen Umgebung vorkommen. Es mag (in Maßen, nicht in Massen genossen) gesund sein. Trotzdem gucken sie es in der Heimtierhaltung mit dem Plüschhinterteil nicht an ^^
      Auch Dari und Milo sind denen oft einfach zu klein und fummelig.
      Manche meiner MiHas wären wohl eher in den Hungerstreik gegangen, als Hirse anzurühren :rolleyes: Dabei ist es auch einerlei, ob ich eine Mischung von der Futterkrämerei, vom Futterparadies, von Getzoo oder von Mixerama gewählt hatte - eines blieb gleich: "Hirse? Mag ich nicht. Die kannst du selber behalten, KG, ich bin doch kein Zwerg" :whistling: Daher ist in meinen eigenen Futtermischungen fast keine Hirse mehr enthalten, nur noch 10g Dari auf 500g Futtermischung (ohne Kräuter, Blüten o.ä. gerechnet). So wird das Futter auch gut angenommen und längst nicht so viel liegengelassen wie bei den Fertigmischungen. Sollten sie doch mal plötzlichen Appetit auf Hirse verspüren und ihre Meinung ändern, gibt es ja noch die Silberhirsebüschel und Sorghum-Kolben von der Knabberdeko, die sie ernten könnten (die werden auch immer wieder mal erneuert, damit sie frisch & genießbar bleiben) und dann könnte ich den Hirse-Anteil im Futter auch wieder anpassen.

      Mal interessehalber: Woraus schließt du, dass Hirse für MiHas in der Heimtierhaltung so wichtig sein soll? Anders als bspw. Robos, die in der Wüste Gobi wohl wirklich nur die Pflanzensamen und Insekten finden, an die sie sich im Laufe der Evolution angepasst haben und höchstens in kleinen Teilen ihres Verbreitungsgebiets auf den Menschen und von ihm eingeschleppte Pflanzen treffen, sind Goldhamster ja Kulturfolger. Als Kulturfolger plündern sie in Syrien durchaus die Felder, egal ob da nun Wassermelone, Weizen, Gerste oder Linsen darauf wachsen und manchmal eben auch Dari/Sorghum (welche auch nicht aus Syrien, sondern aus Afrika stammt, wo der Goldhamster nicht herkommt). Daraus, dass Goldhamster das fressen, was auf den Feldern dort angebaut wird, würde ich noch nicht alleine schließen, dass sie das auch alles für ihre Ernährung brauchen, weil sie sich genau an dieses eine Futtermittel im Laufe der Evolution angepasst hätten. Der Mensch baut dort an, was er für sich für sinnvoll hält, sicherlich ohne zu überlegen, wie dieses oder jenes nun dem Hamstermagen bekommt, und der Hamster frisst es. Nicht alles, was ein wildlebender Goldhamster an Nahrung findet, muss auch gesund für ihn sein. Und nicht alles, was ein wildlebender Hamster problemlos wegsteckt, verträgt auch ein Heimtier-Hamster noch, der sich nach all der Zucht doch durchaus von der Wildform abhebt. Daher sehe ich Aussagen, dass Goldis Futtermittel XY unbedingt brauchen, (nur) weil XY in ihrem natürlichen Lebensraum = vom Menschen bebaute Felder vorkommt, erstmal mit einer gewissen Skepsis entgegen ^^
      Viele Grüße
      Ajdika u.a. mit Shadow und Mojito
    • Ajdika schrieb:

      Mal interessehalber: Woraus schließt du, dass Hirse für MiHas in der Heimtierhaltung so wichtig sein soll?


      Betrifft die Mittelhamster: In Vorderasien, und somit im Lebensraum der »Syrischen Goldhamster« werden schon seit Jahrtausenden etliche Getreidearten kultiviert. Darunter glutenfreie Hirse.
      Auch unkultivierte Wildwüchse kommen bis heute noch vor.

      Hamster in der Natur finden ab Juni / Juli erste reife Körner, futtern sich daran wohlig rund, lagern davon Vorräte ein, die sie über den Winter aufzehren – ab Frühjahr beginnt ihre Runderneuerung zum organischen Schadstoffabbau – , denn alle Vorräte sind verbraucht, der Hamster ernährt sich von erstem neuen Spross, benötigt auffüllend auch noch eher rare Insektenkost dazu – sein Organismus baut gründlich ab, was sich über die Monate an unliebsamen Nebeneffekten durch eine erhöhte pflanzliche Proteinzufuhr kummuliert hat. Sein Stoffwechsel regeneriert sich gründlich. Ab etwa Juni dann geht es wieder los, mit Getreiden und Hülsenfrüchtem, die ihn – hoch nährstoffreich – wieder über den Winter bringt ...

      Das Problem in der Hamsterhaltung: Hier findet eine ganzjährige Nährstoff-Flutung statt. Das Resultat, wenn man dabei zu reichhaltig auffährt: Der Hamster leidet wie der Mensch an sehr typischen »Zivilisationskrankheiten«. Dabei ist vor allem (mal wieder) eine überhöhte Proteinzufuhr mit all ihren Folgen zu benennen.
      Speziell bei den Getreiden ist es das Klebereiweiß, das eine Überreaktion hervorruft, die zu einer schweren Darmschädigung und somit zunächst Blähungen, dann Schmierkot, später regelrechten Durchfällen führt. Das Immunsystem klappt dabei ab.
      Aber auch die Hülsenfrüchte mit ihren hochwertigen Proteinen stören kumuliert das Wohlbefinden.
      Ganz besonders problematisch wird es, kommen dann auch noch tierische Proteine hinzu.


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      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!

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    • Vielleicht nochmal als Abschluss:

      Charlotte ist seit über einer Woche/ ca. 10 Tage Schmierkot-frei. Das gab´s seit drei Monaten nicht mehr. Das Fell sieht deutlich besser aus und sie ist agiler unterwegs. Natürlich ist sie keine junge Hüpferin mehr, aber in ihren Wachphasen wird nun auch wieder geradelt und deutlich länger das Gehege und der Auslauf durchforstet.
      Viele Grüße von der Waterkant, :ente:
      Melanie