Milbenbefall bei Zwerghamster

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Milbenbefall bei Zwerghamster

      Guten Tag,

      Wir haben seit 2 Wochen einen Dsungarischen Zwerghamster. Er ist jetzt ca. 10 Wochen alt. Die Eingewöhnung klappt soweit sehr gut. Gestern als ich sein neues zu Hause reinigen wollte, fand ich in seinem Häuschen kleine schwarze Milben. Er selbst hat keine. Wir haben ihn dann eingepackt und sind zum Tierarzt gefahren. Die Tierärztin war etwas ratlos. Was sie definitiv sagen konnte war, dass unser Zwerghamster top fit aussieht, d.h. er hat keine Verkrustungen, Blut oder Tierchen im Fell. Sie gab uns ein Umgebungsspray Inuzid mit und hat uns geraten den Stall zu reinigen und damit auszusprühen, sowie alle Dinge in seinem Stall zu reinigen. Das haben wir getan. Soweit so gut. Weiß denn hier vielleicht jemand, was das für Milben sind? Hattet ihr das schon mal? Wie können wir das vermeiden? Als Einstreu benutzen wir Leinen von Fressnapf und zum kuscheln im Häuschen hat er Kappokwolle.....
      Vielleicht habt ihr einen Rat, was wir besser machen können. Freue mich auf eine Antwort
      Liebe Grüße
    • Hi Natascha,

      hilfreich ist die Milben auf Tesa zu kleben und die Art von einem Tierarzt oder Parasitologen bestimmen zu lassen. Meines Wissen unterscheidet
      sich je nach Art die Vorgehensweise. Ein ratloser Tierarzt ist nicht wirklich hilfreich. Auf der Ratgeberseite findest du ein paar Infos zu Milben.

      Drücke dir die Daumen.
      Liebe Grüße Claudia
    • Ich kann mich da Claudia nur anschließen.
      Es gibt harmlose (aber lästige) Futter- oder Staubmilben, und es gibt blutsaugende Milben. Letztere können, wenn der Befall zu schlimm wird, einen Hamster sogar töten oder auf Menschen und andere Haustiere überwechseln. Beide Sorten sollte man schleunigst loswerden. Die blutsaugenden Milben leben nicht auf dem Hamster sondern in der Umgebung (oft im Schlafhäuschen) und wechseln nur zum Blutsaugen kurz auf das Tier rüber.

      Laß bitte die Krabbelviecher von einem Spezialisten (Schädlingsbekämpfer oder Labor für Parasitologie) zweifelsfrei bestimmen und such dir dann einen TA, der nicht ratlos ist sondern von Hamstern Ahnung hat.
      Und bitte nicht lange warten sondern schnell reagieren.

      Ich habe meine Milben hier übrigens damals über eine verseuchte Kapokschote eingeschleppt.
      :kerze1: Für immer in meinem Herzen: Fine (Dsungarin), Sheela, Yumi und Poncho (Robos), Miss Sherlock und Käpt'n Migues (Hybriden)
    • Hallo @Topolina,

      der groben Beschreibung und dem Verlauf nach hattest du es eventuell "einfach bloß" mit völlig harmlosen Raubmilben zu tun :)
      Man schleppt sie z.B. über Kräutertöpfchen ein, wo sie bewusst eingesetzt werden, um wirklich schädlichen Parasitenbefall zu vermeiden.
      Sie sind für Hamster völlig harmlos, weil diese weder zur Vermehrung noch zur Ernährung einen Wirt für sie darstellen und sie sie somit nicht befallen. Im Nest findet man sie nur deshalb versammelt, weil sie die Wärme gern nutzen, die der Hamster dort verbreitet.
      Sie ernähren sich hauptsächlich von Blattläusen und anderen kleinen Parasiten. Mangels dessen knabbern sie auch schon mal am Frifu, halten sich damit auf Dauer aber nicht gut.

      @Wudin hat in folgendem Thread einschlägige Erfahrungen damit gemacht und super recherchiert, wie in einem solchen Fall zu verfahren ist. Viel Lesestoff, bis sie dahinter kam, aber es lohnt sich, bis zum Resümee zu folgen :thumbup: Hilfe - MILBEN!!!


      Liebe Grüße, Eva mit Robo Minino, Hybridin Dalia, Diddie und Tütü
      Patenpuschel: Grisu, Filly; Cailant und Luan aus dem Campbellprojekt

      Nicht Erbarmen, Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig!
    • Ich hoffe, es hilft dir weiter.

      Bei mir war es damals ein sehr deutliches Indiz, dass die Milben, die ich zwischen Toipa zwerquetscht hatte (sorry, ihr armen, harmlosen Raubmilben :S ) kein Blut gesaugt hatten, sprich, es war kein roter Fleck zu sehen. Das hat mich schonmal sehr hoffen lassen, oder zumindest konnte ich dann schon etwas ausschließen.

      Viel Erfolg :!:
    • Erstmal vielen Dank für Eure antworten. Leider waren da gestern dickere Milben dabei, die ich zerquescht habe und aus denen Blut kam :/
      Aber nun will mal den Teufel nicht an die Wand malen. Jetzt sind ja gerade keine mehr da. Das Inuzid wirkt auf jeden Fall gegen die Viecher, dass konnte ich gestern mit eigenen Augen beobachten. Und sollten welche wieder kommen, werde ich den Tesaabklatsch machen.
      @wundi, hast du das dann sofort ans Labir geschickt?
    • Hallo ... wir hatten leider auch schon zwei Mal Besucher :huh: .

      Ich habe dann einen Tesaabklatsch gemacht und das ganze an die TiHo in Hannover geschickt.

      TiHo Hannover Parasitologie

      Kosten lagen bei rund 20€.

      Bei uns konnten Sie mir relativ schnell sagen, dass es Futtermilben waren. Die Saugen zwar nicht am Tier können aber das Futter "vergiften".

      Grüße

      P.S. Ich schaue mal Zuhause, ob ich noch Bilder finde.
    • @Topolina sorry, hab das gerade erst gelesen

      Also, nein, ich hatte meine Milben dann ja gar nicht mehr ins Labor gegeben, wenngleich ich ja auch für den Fall einige Labore herausgesucht hatte. Ich war eben 'nur' bei den Tierärzten (die ja leider die falsche Diagnose gestellt hatten).

      Mir persönlich genügte letzendlich die Kombination aus kein Blut gesaugt, keinerlei Symptome an allen drei Hamstern und dann natürlich die nach wie vor megatolle Hilfe des Schweizer Labors, die mir dann ja bereits durch das Foto(!) versichert hatten, dass die Milben eben keine Saugwerkzeuge haben <- ein nach wie vor sehr wichtiges Indiz, wie ich finde, auf welches deutlich das Augenmerk gelegt werden sollte!!!
      Dann noch die Überlegung, was hatte ich im Gehege neu eingebracht - das war das Basilikum - und die Aussage des Basilikumlieferanten, dass sie eben jene Raubmilden einsetzen (die die liebe Melle ja auch vorab bereits im Internet entdeckt hatte).

      Fazit - mir reichte das aus und alles war gut bei uns. Manchmal lohnt sich aufwendiges recherchieren, ja, aber ich möchte hier, das sei bitte nochmal betont, niemanden zur Sorglosigkeit verführen. Spätestens, wenn wirklich Symptome am Hamster auftauchen, muss man selbstverständlich handeln.

      Das Inuzid hatte ich übrigens auch und habe damit durchaus gute Erfahrungen gemacht.

      Wie sieht es denn jetzt bei dir aus?
    • Guten Abend ☺

      Hier hat sich nicht viel getan. In den letzten 8 Tagen habe ich noch zweimal jeweils ein Tierchen in seinem Schlafhäuschen gefunden. Also habe ich es nochmal ausgebacken und mit Inuzid besprüht. Rakete selbst zeigt keinerlei Auffälligkeiten, ausser das er es nicht mag, wenn ich ihm sein Häuschen klaue Augen, Ohren, Nase, Fell etc. alles sieht normal aus.
      Solange sich hier nicht wieder eine Krabbelinvasion zeigt, wovon man dann ja auch ein Tesaabklatsch machen könnte, bleiben wir hier alle ruhig und beobachten das Ganze.
      Vielen Dank für deine Antwort. Würdest du es auch so machen, wie wir? Liebe Grüße
    • Topolina schrieb:

      Würdest du es auch so machen, wie wir?
      Hi, das kann ich pauschal nicht beantworten. Also, einerseits, ja, würde ich es so machen.
      Ich bin grundsätzlich dagegen, zu viel am Hamster zu machen (weshalb ich ja auch die erste Diagnose, direkt mit Spotten und allem für mich erstmal ausgeschlossen und eben hinterfragt hatte). Deshalb denke ich mir, wenn ihr tatsächlich ja keine Symptome am Hamster bemerkt, top, dann hoffen wir, dass es so gut gelaufen ist. Natürlich unter weiterer, kritischer Beobachtung, aber das habt ihr ja schon gesagt.

      Andererseits bin ich einfach persönlich der Typ Mensch, der es - auch wenn es (nochmal) glimpflich bis gut ausgegangen ist - unbedingt WISSEN wollte, mit welcher Art Milben ich es hier zu tun hatte und im besten Fall dann eben auch, woher sie kommen. Deshalb fand ich damals hier im Forum auch den Tipp Gold wert, die Krabbeltierchen mal zu fotografieren und im Internet zunächst nen Abgleich vorzunehmen.... Aber, wie gesagt, das bin eben ich; mir wäre es zu kribbelig, das alles dem Zufall zu überlassen und unwissend zu bleiben ;) .

      Beobachtet weiter.... ich hatte zB. noch längere Zeit danach immer wieder mal die ein oder andere Milbe entdeckt. Da beruhigte es mich einfach, zu wissen, dass es den Tieren nach wie vor gut geht und natürlich erst recht, dass es liebe Milben sind (die uns im Zweifel sogar gegen die bösen beschützen können) ^^ . Wünsche euch jedenfalls alles Gute und dass es das jetzt einfach war und gut is' :thumbsup: .