Stress durch Artgenossen?

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    • Stress durch Artgenossen?

      Ihr Lieben,

      ich brauche einen Rat. Aktuell leben bei mir 4 Goldhamster. 2 Männchen und 2 Weibchen. Selbstverständlich leben alle in ihren eigenen Gehegen und teilweise auch Zimmern. Die 2 Ausläufe teilen sie sich in Schichten.
      Trotzdem frage ich mich, ob das schon reicht, einen Hamster zu stressen. Auffällig ist Vincent, der älteste (1,5 Jahre). Seit April nimmt er ab, er ist jetzt von 165g auf 142g gerutscht. 2x war ich mit ihm beim TA, bei 2 verschiedenen, beide hamsterkundig. Er wurde auf den Kopf gestellt, mit Röntgen, Kotuntersuchung, etc. Es wurde nichts gefunden, Zähne sind top, und er wirkt auch nicht krank. Der ist putzmunter und sehr aktiv. Er bekommt seit April zusätzlich noch eine spezielle Päppellösung vom TA, täglich. Fressen tut er offenbar, denn Köttelchen gibt es genug. Trotzdem nimmt er ab.
      Eine Hamsterfreundin brachte mich auf die Idee, es könne eventuell Stress sein, durch die anwesenden Weibchen. In der Tat begannen die Probleme nach dem Einzug eines weiblichen Pflegis, der nur 2,5 Wochen bei mir war. Zwischendurch erholte sich Vincents Gewicht wieder. Dann nahm ich im Mai ein anderes Weibchen auf. Ursprünglich als Pflegi, aber da ein Platz frei wurde, beschloss ich sie zu behalten. Vincents Gewicht hat sich durch die Maßnahmen nicht erholt seitdem. Er bekommt zusätzlich zum Päppeln noch Leckerchen wie Pinienkerne, Nüsse oder Sonnenblumenkerne. Keine großen Mengen, aber mehr als die anderen.
      Das andere Männchen Goofy ist ein Teddy (6 Monate), sieht vom Fell her nicht besonders gut aus und kratzt sich viel. Es ist nicht dramatisch schlecht aber auch nicht richtig gut. Gegen Parasiten wurde er schon behandelt. Er markiert auch viel. Auch hier könnte Stress eine Rolle spielen.
      Das 2. Weibchen zog Anfang August ein, weil ein Platz frei wurde bei mir. Vielleicht war es ein Fehler ...
      Denn, die beiden Männchen sind auffällig, während es den Mädels gut geht. Hm, ich bin ehrlich gesagt ratlos und überlege, zumindest ein Weibchen wegzugeben. Oder wie läuft das bei anderen, die sowohl Männchen als auch Weibchen halten?
      Liebe Grüße,
      Silke mit Vincent :hzwinker: + Goofy :hamstern: + Wika :hamsterdrehen: + Hanni :dsungi:
      und Yoshi, Elmo, Mick, Radieschen, Harley, Yuki und jetzt auch Nele tief im

      Patin von Findus und Josi
      Mit den Patenhamstern Kalle, Batida & Mani im <3
    • Hallo Silke,

      wir haben hier praktisch exakt dieselbe Situation (und das schon seit langem): also 4 Hamster, die sich zwei Ausläufe im Schichtsystem teilen (einmal abgesehen davon, dass der jüngst verstorbene Nobby derzeit noch keinen Nachfolger hat).

      Ich lege sogar großen Wert darauf, dass sich immer ein :mann: und ein :frau: einen Auslauf teilen. Irgendwie "Stress" ist das schon - speziell an den gewissen Tagen, wenn die Mädels besonders gut duften. Meiner Erfahrung nach ist das jedoch eher als positiver, anregender Stress zu werten, der das Hamsterleben einfach interessanter macht. Gewiss ist es dann irgendwie auch schade, dass wir die Natur nicht wirklich ihren Lauf nehmen lassen können - aber wir wollen ja nun einmal aus guten Gründen keine weitere Vermehrung.

      Den Nobby haben wir ebenfalls dadurch verloren, dass er, trotz unveränderter Nahrungsaufnahme und Ausscheidungen, im Alter an Gewicht verlor. Dass war ganz gewiss eine Alterserscheinung, sein ganzes Leben zuvor hatte er mit seinen Lebensumständen nicht die geringsten Probleme gehabt. Ganz im Gegenteil, möchte ich sagen! Der abendliche Auslauf wird doch wesentlich interessanter, wenn man den Mädelspuren nachschnüffeln kann... (Umgekehrt gewiss auch! ;) )

      Vor ein paar Jahren verlor Michelangelo in vergleichbarer Weise und in ähnlichem Alter ebenfalls unerklärlich an Gewicht, die TÄ vermutete eine Fehlfunktion der Leber und verordnete Vitamin B. Wirklich genutzt hat das bei Michel zwar leider nicht mehr. Doch ich bilde mir ein (oder halte zumindest für möglich), dass dann später Hannibal und jetzt auch Nobby durch die rechtzeitige Gabe von Vitamin B noch ein paar Wochen oder gar Monate gewonnen haben. Gegebenenfalls mal Vitamin B ausprobieren. Falsch machen kann man da nicht viel, zuviel Vitamin B scheidet, laut unserer TÄ, der Körper einfach aus.

      Auf gar keinen Fall habe ich den geringsten Grund zu der Vermutung, dass Mädels "in Riechweite" für Michel, Hannibal oder Nobby einen Stressfaktor darstellten, der ihr Leben verkürzt haben könnte. Michel wurde ca. 26,5 Monate alt, Nobby 27 und Hannibal 33 - und ich bin mir ganz sicher, dass sie ihr Leben mehr genossen haben, als wenn sie ganz alleine gewesen wären.

      Umgekehrt finde ich es natürlich auch extrem frustrierend, dass unsere Mädels (im Gegensatz zu den Jungs) die magische 2-Jahres-Marke einfach nicht überschreiten können. Allerdings habe ich wirklich keinerlei Anlass zu der Vermutung, dass sie ohne ihre Hamstermann-Nachbarn länger gelebt hätten... :nixw:

      Das Wichtigste ist einfach, dass sie ihre engste Umgebung (also ihr Gehege) niemals mit einem anderen Hamster teilen müssen. Das wäre in der Tat ein sehr ungesunder Stress. Aber das steht ja auch hier gar nicht zur Debatte.

      Nebenbei bemerkt, finde ich es für sich genommen noch nicht einmal sooo gravierend, wenn das Gewicht über mehrere Monate hinweg - zwischen April und jetzt (August)! - von 165g auf 142g abrutscht. Der gleiche Gewichtsverlust innerhalb nur weniger Tage/Wochen wäre freilich Alarmstufe Rot!

      Noch eine Info: ich gehöre definitiv zu denjenigen, die das Gewicht der Hamster regelmäßig jede Woche messen und protokollieren, und das seit vielen Jahren. Das ist wichtig, aber man darf sich im Einzelfall auch nicht allzusehr beunruhigen lassen. Beispiel Hannibal: wäre ich Anfänger gewesen, dann hätte mich speziell sein Gewichtsverlauf extrem beängstigen müssen: die reinste Achterbahn! Er hatte bis ungefähr zu seinem 2. Geburtstag ständig mit einem Anteil von weichen Köttelchen zu kämpfen, erst dann wurde dies überraschenderweise besser. Ob dies mit den Gewichtsschwankungen in irgendeiner Weise zu tun gehabt hat, kann ich weder mit absoluter Gewissheit behaupten, noch ausschließen. Aber egal: unser Altersrekordler hatte zu seinen besten, aktivsten Zeiten als ausgewachsener Hamster Gewichtswerte zwischen ca. 135g und 165g! Und wurde trotzdem 33 Monate alt und hat sein Ex-Labori-Leben sehr genossen ...
    • Huhu,
      Ich habe diesbezüglich bereits gegensätzliche Erfahrungen zu @ConkerTheSquirrel gemacht, die bei mir zu dem Entschluss geführt haben, keine Weibchen mehr dauerhaft aufzunehmen, solange ich nicht die Möglichkeit habe, die Gehege bei Bedarf in komplett verschiedenen, getrennten Räumen unterzubringen. Zu Pepinos Zeiten gab es hier mal einen weiblichen Pflegi namens Kira. Zwischen den beiden hat es wohl gewaltig gefunkt, denn obwohl sich Kira und Pepino nie direkt gesehen haben und Kira auch nicht im Auslauf war, reichte die Anwesenheit von Kiras Pflegigehege im Raum von Pepinos Nagerhütte, dass die beiden wie von Sinnen waren. Da hat einer bekloppter randaliert wie der andere und Pepino hat sogar Metallleisten zerschreddert, um zu seiner Angebeteten zu gelangen. Die zwei kamen gar nicht mehr zur Ruhe und Pepino stand ständig unter Strom. Der hatte wirklich nur noch eines im Kopf. Erst, als Kira vermittelt und ausgezogen war, kehrte wieder Normalität ein und die Randale sank auf ein normales Level. Auf die Dauer wäre das der totale Stress für beide gewesen, wenn Kira geblieben wäre.
      Klar muss das nicht bei jeder Hamsterkombi so sein, aber ab und an gibt es wohl solche "Hamsterliebe auf den 1. Blick", wo die dann total durchdrehen und an nichts anderes mehr zu denken scheinen. Also könnte es evtl. wirklich Stress durch einen anderen Artgenossen sein (das muss nicht unbedingt am anderen Geschlecht liegen, ich hatte auch schon Männchen, die sich im selben Raum bei natürlich getrennten Gehegen nicht ausstehen konnten und wo sich dann einer von beiden total zurückzog und erst nach dem Auszug des anderen (Pflegis) wieder aktiver wurde). Es kann aber genauso gut auch eine völlig andere Ursache haben und nur auf Verdacht ein Weibchen weggeben würde ich nicht. Kannst du evtl. schauen, dass Jungs und Mädels mal testweise in getrennten Räumen untergebracht sind und sich auch nicht denselben Auslauf teilen müssen? Ein weiterer Auslauf ist mit ein paar Platten aus dem Baumarkt und etwas Kabelbinder ja schnell gebaut. Falls da wirklich ein paar Hamster nicht miteinander "harmonieren" und sich gegenseitig stressen, hilft das vielleicht schon. Kommunizieren tun die Hamster auf jeden Fall über die Gehegegrenzen hinweg, ich kann hier teils Hamster-Unterhaltungen lauschen und vieles wird sich vermutlich im für uns nicht hörbaren Bereich abspielen.
      Viele Grüße
      Ajdika u.a. mit Shadow und Mojito
    • Hallo Silke , ich denke das dies hauptsächlich auf den Hamster ankommt , ich hatte hier schon von total ängstlichen ,scheuen Hamster , bis zum randalierenden Hamster.

      In den 13 Jahren habe ich das so abgeändert das die Großen von ihren Gehegen alleine in den Auslauf starten können . Das finde ich optimal , weil ich als KG viel bessser auf die Auslaufzeiten und Auslaufwünsche von den Hamster eingehen kann. Ich brauche nur noch die Türen öffnen und sie können dann alleine entscheiden , ob und wie lange sie den Auslauf nutzen wollen

      Maya Alter soll 27 Monate sein , läuft am liebsten in den frühen Morgenstunden und oft nochmal irgendwann am Nachmittag . Sie geht schon den Spuren der anderen gerne hinterher aber ganz ruhig , sammelt hier und dort ihre Leckerlis ein und geht dann wieder schlafen.

      Cupper 26 Monate steht nie vor 2 Uhr auf , der stört sich überhaupt nicht an den 2 Mädels , er rennt nur überall rum sammelt was so alles angeboten wird und verzieht sich wieder in sein Reich.

      Juno cirka 7-8 Monate ist ausgehbereit ab 22:00 - 23:00 Uhr , ganz selten auch mal um 20:00 Uhr , sie könnte viel mehr den Ausaluf genießen geht meist nach 2 Stunden wieder von alleine ins Gehege zurück .Im Auslauf besucht sie gerne alle anderen Kumpels , bei Cupper und Toulouse wird genau so an der Türe geknuspert wie bei Maya, die würde gerne alle besuchen

      Toulouse 9 Wochen, ist noch sehr ängstlich und war bis jetzt nur 2 Mal im Auslauf , er besucht auch alle , schnuppert an alle Türen , aber er bleibt dabei so ruhig , das ich denke er hat keinen Stress dabei.

      Hopkins hat im Schlafzimmer ein Gehege mit Dauerauslauf , mittlerweile bettelt er ab 20.00 Uh das ich ihn mit dem Hamstertaxi rüber ins WZ nehme . Seit dem er hier mit den Auslauf genießen darf , ist er richtig mutig und aktiv geworden . Ihm tut es wirklich gut den anderen Gerüchen nachzuwuseln .

      Im Hamsterzimmer wohnen noch Anuk 26 Monate und Casper cirka 16 Monate , beide haben ihren eigenen Dauerauslauf und das ist für sie so am besten. Dem Casper , fehlt ein Hinterbeinchen , er ist ein sehr hibeliger Teddymann , der immer in Bewegung ist , er braucht einfach viel Platz , das er sich austoben kann. Er ist auch genre im WZ unterwegs , aber dann würden die anderen zu kurz kommen , geht leider somit nicht immer.


      Es ist gut möglich das einige Stress mit den anderen Düften haben , aber in den meisten Fällen habe ich nur positive Erfahrungen damit gemacht , das mehrere Hamster sich einen Auslauf teilen .

      Leider habe ich auch die Erfahrungen gemacht , das ich mit einigen Hamster so oft beim TA war , weil sie abnahmen , ihre Gewohnheiten änderten , auffällig wurden , es wurde auch nichts festgestellt zuerst , aber später hatten sich irgendwo im Körper Tumore oder Abzesse gebildet was die TÄ nicht erkannt haben.
      Pate von Hanka :love: und Harmony :love:



      Liebe Grüße Anne und ihre Fellnasen :familie:
    • Ajdika schrieb:

      Zu Pepinos Zeiten gab es hier mal einen weiblichen Pflegi namens Kira. Zwischen den beiden hat es wohl gewaltig gefunkt, denn obwohl sich Kira und Pepino nie direkt gesehen haben und Kira auch nicht im Auslauf war, reichte die Anwesenheit von Kiras Pflegigehege im Raum von Pepinos Nagerhütte, dass die beiden wie von Sinnen waren. Da hat einer bekloppter randaliert wie der andere und Pepino hat sogar Metallleisten zerschreddert, um zu seiner Angebeteten zu gelangen. Die zwei kamen gar nicht mehr zur Ruhe und Pepino stand ständig unter Strom. Der hatte wirklich nur noch eines im Kopf.
      Das ist natürlich 'ne krasse Nummer... 8|

      Als etwa unser Alberich noch ein Dreivierteljahr jünger und Henriette gerade zu seiner Nachbarin geworden war, gingen ja auch die Hormone voll durch, vor allem mit Henriette. Dies aber eben nicht jeden Tag gleich, sondern in enger Verbindung mit dem Rolligkeitstag. Da hatten wir es dann regelmäßig mit "Henriette Jekyll und Miss Hyde" zu tun, bevor alles allmählich in ein ruhigeres Fahrwasser geriet.

      Der springende Punkt ist aber doch weniger der - in Deinem Beispiel zweifellos sehr grenzwertige - Randale-Stress an sich, sondern die Frage, ob die langfristige Gewichtsabnahme des Männchens tatsächlich auf einen "Hormonstress" im Hinblick auf das Nachbarmädchen zurückzuführen ist. Und genau da erlaube ich mir doch einige Zweifel. :nixw:
    • Ich habe auch die Erfahrung gemacht das Hamster da unterschiedlich reagieren. Meist war es bei den Zwergen im grünen Bereich. Wollten halt alle die ganze Nacht in den Auslauf am Rolligkeitstag. Ich hatte aber auch mal einen männl. Zwerg der von unserem TA die Diagnose Liebeskrank bekam. Er war kaum zu bändigen,fraß kaum und bekam kahle Stellen. Kein Pilz,keine Milben. Einfqch Liebeskummer. Sollte ihn kastrieren oder abgeben. Ich habe ihn in einen reinen Männerhaushalt gegeben. Er wurde ruhiger,Fell wurde toll und er nahm zu. Aktuell hab ich ein Zwergenmädel wo nie zu sehen war ob sie Rollig ist oder nicht. Bis ein Bub einzog kürzlich. Fasse ich sie an fällt sie sogar in die Deckstarre. Vermeide ich natürlich. Sie und der Bub sind alle 4 Tage extrem aufgedreht. Oft gibt es gar keine Probleme. Ich denke es kann zu Stress führen bei manchen. Glaube auch nicht das dieser unbedingt positiv fürs Tier ist. Es ist nun mal ihre Natur und ihr Instinkt sich Fortzupflanzen. Dann haben sie den Geruch in der Nase und können nicht hin. Glaub schon das da der ein oder andere wirklich Liebeskrank wird.
    • Vielen lieben Dank für Eure Antworten!
      Nun, ich werde das für's erste weiter beobachten. Keinem Hamster geht es aktuell wirklich schlecht. Jedoch glaub ich bei Goofy, dass er schon stark auf seine Kollegen reagiert. Er markiert mit Abstand am meisten.
      Vincent kriegt weiterhin seine Päppelspritze am Abend und ich warte ab. Derzeit deutet nichts auf eine Krankheit hin. Gewichtsabnahme kam allerdings nicht schleichend, sondern er hatte auch Einbrüche von mehr als 10g pro Woche dabei, die er dann teilweise wieder aufgeholt hatte. Das ist schon eine komische Nummer. Nur, viel tun kann man im Moment wohl nicht. :nixw:
      Liebe Grüße,
      Silke mit Vincent :hzwinker: + Goofy :hamstern: + Wika :hamsterdrehen: + Hanni :dsungi:
      und Yoshi, Elmo, Mick, Radieschen, Harley, Yuki und jetzt auch Nele tief im

      Patin von Findus und Josi
      Mit den Patenhamstern Kalle, Batida & Mani im <3