Wie macht ihr das?

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    • Wie macht ihr das?

      Hallo ihr alle!
      Letzte Woche ist unsere Dobby verstorben. Sie lebte sehr zurückgezogen in einem LaOla unter 30 cm Streu. Ihre Häuser hat sie leider nicht angenommen. In der ganzen Zeit, in der sie bei mir war, hat sie 1x eine grössere Menge Steu an die Oberfläche gebuddelt, aber ich glaube, das war eher Innenarchitektonischen Gründen geschuldet.
      Als ich jetzt das Sreu herausgenommen habe, habe ich mehrere Pipiecken gefunden, die ganz schön gemüffelt haben. Gottseidank aber nur sehr wenig Schimmel. Meine Frage jetzt: Was macht ihr denn, wenn ihr so einen notorischen Maufwurf habt? Meine anfänglichen Bemühungen, sie an die Toi zu gewöhnen, sind fehlgeschlagen und dann habe ich sie halt einfach in Ruhe gelassen. Ich wusste ja nicht mal genau, wo sie überhaupt schläft. Ihre Vorgängerinnen waren da etwas anders. Aber für meinen nächsten Hamster will ich gewappnet sein und erhoffe mir diesbezüglich Tipps von euch!
      Danke schon mal
    • Hallo du,
      im Laufe der Zeit habe ich ein Näschen dafür entwickelt, ob in den Tiefen der Streu noch alles in Ordnung ist.
      Prinzipiell saugt sie gut auf und die Hamster buddeln eigentlich so geschickt um und wechseln die Stellen, dass alles wieder schön durchtrocknen kann.
      Bei den Riesenbergen an Einstreu habe ich deshalb beim Ausräumen noch keine böse Überraschung erlebt.
      Allerdings bin ich bei manchen Zwergen doch irgendwann auf Tuchfühlung gegangen, und habe nasse Dauerbaustellen ausgehoben. Dass man nachfülhen muss, wird mir immer dann klar, wenn sich der Streugruch an der Oberfläche verändert. Kann das gar nicht beschreiben, riecht halt ein wenig anders, als wenn alles in Ordnung ist. Leicht muffig eben.
      Bisschen fies, in solchen Fällen mit der Hand auf Tauchstation zu gehen. Aber es gibt ja Wasser und Seife für die Endreinigung am Personal :D
      Bei den meisten Zwergen wurde das auch überhaupt nicht nötig. Da war alles von Anfang bis Ende tipptopp und nach 2 Jahren fast schade, die viele Streu zu entsorgen.
      Aber beim ein oder anderen musste ich auch engmaschig für die nötige Hygiene Sorgen, weil ihm das Verteilungsprinzip nicht gängig zu sein schienen X/

      Dabei Gänge zu zerstören, tat mir am Anfang leid, aber eigentlich wird sofort fleißig wieder nachgebuddelt, was ja so gesehen wieder einer Beschäftigungstherapie entspricht.
      Im besten Falle zieht der Hamster halt beleidigt in sein Häuschen ein ;)
      lg, Svenja mit klein Fredi <3
    • Einer unserer Hamster nutzt vorschriftsmäßig die Keramiktoi, sodass hier meist Spotchecks ausreichen.
      Die andere Hamsterdame nutzt dazu leider das ganze Gehege und zwar immer unter den Ebenen. Ich mache das ähnlich wie Nebelrebü: Geruchsprobe, also immer der Nase nach. Wenn der Hamster wach ist, entferne ich vorsichtig die Ebenen und hebe die Streu an. Wenn es geht, lasse ich die Gänge intakt, aber die Sauberkeit geht hier vor.
      Wo es müffelt, wird entfernt und am Ende frische Streu nachgefüllt. Der Hamster buddelt dann gleich mit, verteilt die Streu nach Gusto und renoviert ggfs. die Gänge. Meist besteht der Renovierungsbedarf aber nur an der Oberfläche bzw. den oberen 3 cm. Dann gibt es ein Kernchen als Entschuldigung für meine Unordnung und alles ist wieder gut - und Hamsti beschäftigt.
      Susanne
      mit Coco und Radieschen und mit Fussel im <3
    • Pippilotta schrieb:

      Als ich jetzt das Sreu herausgenommen habe, habe ich mehrere Pipiecken gefunden, die ganz schön gemüffelt haben. Gottseidank aber nur sehr wenig Schimmel.
      Hallo Pippilotta,
      eine Frage vorweg: ist Dobby der Hamster in Deinem Avatar, also ein Goldi? Oder ein Zwerg?

      In letzterem Fall könnte ich wohl eher wenig beitragen, weil ich zwar schon viele Jahre Erfahrung habe, aber eben nur mit Mittelhamstern.

      Noch eines vorweg: ich bin aus guten Gründen kein so großer Freund von Tiefstreu, möchte dies aber auf keine Fall irgendeinem Hamsterhalter ausreden. Es ist eben ein Thema mit einigem Für und Wider, und unter den (Gold-)Hamstern gibt es eben Buddler und Nicht-Buddler.

      Ein Grund, meinen Hamstern weniger Streu anzubieten, ist trivial und liegt einfach daran, dass drei von unseren vier Gehegen erst gar keine Streuhöhe von mehr als ca. 14-15cm zulassen. Der zweite Grund ist ein hygienischer (genau das, was Du erlebt hast!). Der dritte Grund sogar weitaus unangenehmer und - wenn auch weit hergeholt erscheinend - einer befreundeten Hamsterhalterin exakt so passiert: Der (kranke) Hamster war in einem üppigen Gehege mit sehr hoher Einstreu tief abgetaucht und dort gestorben. Blöderweise war unsere Freundin währenddessen selbst erkrankt und deswegen bewegungstechnisch stark eingeschränkt. Den unter diesen Umständen im ungünstigsten Fall bereits seit 3 Tagen toten (und bereits arg müffelnden) Hamster unter Schmerzen ausbuddeln zu müssen, war etwas, das ich nicht selbst erleben möchte.

      (Um Missverständnisse zu vermeiden: natürlich behaupte ich nicht, dass jener Hamster etwa aufgrund des Buddelns gestorben - also etwa erstickt - sein könnte. Ich setze voraus, dass die Wühler perfekt "unter Tage" klarkommen, da muss man sich überhaupt keine Sorgen machen.)

      Wir versuchen, unseren Hamstern viel Auslauf zu bieten. Das soll nun auch wieder nicht heißen, dass Buddeln und Laufen sich irgendwie ausschließen würden. Je weniger Auslauf man seinem Hamster bieten kann, umso wichtiger wird dann sicherlich auch ein reichliches Buddelangebot sein.

      Die grundsätzliche Frage ist meiner Meinung nach aber: warum buddeln Hamster eigentlich?

      Na klar, sie müssen sich (in freier Natur) Gänge und eine Wohnhöhle anlegen, das ist absolut lebensnotwendig. So gesehen sicherlich ein Grundbedürfnis, genauso wie das Herumlaufen und -stöbern "im Revier".

      Nur: was ist, wenn die Wohnhöhle einmal angelegt ist? Hat es sich dann nicht womöglich - jedenfalls für eine Weile - erledigt? Ich kann nicht recht glauben, dass das Buddeln an sich wirklich ein tägliches (!) Grundbedürfnis ist, so wie das Herumlaufen im Revier. Essen muss ich täglich, eine Wohnhöhle anlegen/erweitern jedoch nicht unbedingt.

      Und weiter: suchen (Heimtier-)Hamster, die heftig in ihrer Einstreu buddeln, dort vielleicht nur nach einem verborgenen Ausgang? Die Einstreu so "aufzubrezeln", dass sich wirklich stabile Gänge darin anlegen lassen, ist sowieso schwierig, wenn auch sicherlich nicht unmöglich.

      Wie dem auch sei - meine Strategie ist, dem Hamster ein Häuschen anzubieten, das dieser nach Möglichkeit annimmt und das es mir gleichzeitig ermöglicht, es leicht kontrollieren und reinigen zu können. Also versehe ich meine Häuschen mit einem Dach-Eingang, setze sie auf den Gehegeboden und "versenke" sie so in der Einstreu, dass die Einstreu ringsum eben ungefähr gleich hoch ist wie das Häuschen (also so ungefähr 12-15cm hoch). Ich kann also jederzeit problemlos das Dach abnehmen. Weiter weg kann das "Einstreu-Gelände" ja durchaus ansteigen, wenn man das möchte.

      Innen lege ich die Häuschen mit Hanfmatte aus, die natürlich in Abständen erneuert werden muss (der Hanfmattenverbrauch ist sicherlich ein kleiner Nachteil, den ich aber gerne in Kauf nehme; aber man muss ja auch nicht Hanfmatte nehmen, ein kuscheliger Einstreu-Pegel innerhalb des Häuschens täte es ja vielleicht auch). Eine Ecktoilette findet natürlich auch Platz, idealerweise noch eine zweite für die Vorratshaltung. In der Regel sind es Zweikammerhäuschen, manch ein Bewohner kommt aber sogar besser mit einem Einraum-Appartement zurecht. Als "Bettzeug" verwende ich die "Safebed"-Papierstreifen.

      Damit habe ich durch die Bank sehr gute Erfahrungen gemacht. Manche Hamster (vorwiegend Mädels) finden es "urgemütlich", wenn sie sich zusätzlich Unmengen von Einstreu in die Bude baggern und selbst mit Ach und Krach noch Platz finden. Na gut, wer's mag ... aber OK! ;)

      Unser Sonnenschein Samson (Sammi) war beispielsweise einer der ganz wenigen, die anfangs noch ein wenig Bedenken zu haben schienen. Er grub sich lieber irgendwo ein. Das war jedoch nach ein paar Tagen vorbei, Sammilein war ganz von selbst in die Schlafbude umgezogen.

      Unser kleines Geister-Mädchen Gertrud (Trudi) war uns als kleines Buddel-Monsterchen angekündigt. Leider ist sie immer noch ein ziemlicher :geist: -Hamster und dabei aus ihrem Souterrain-Häuschen kaum rauszubekommen. Fast fühlt sie sich schon zu wohl in ihrer Bude. ^^ Gebuddelt hat sie in der umliegenden Einstreu zudem nur oberflächlich, um hineingefallene Körnchen auszubuddeln.

      Man mag meine Hypothese, was das Wühlen und Buddeln angeht, nicht teilen, aber in der Praxis fühle ich mich weitestgehend bestätigt.
    • Ich denke, dass Zwerge aufgrund ihrer Kleinheit sicherlich etwas weniger Feuchtigkeit produzieren als MiHas.
      Einer unserer Hamster hat einen tiefen Buddelbereich in einer Gehegehälfte (30 cm), die kaum bespieselt wird, während die andere Gehegehälfte ca. 10 cm eingestreut ist. Da findet sich ab und an etwas zum Wechseln. Die obere Etage ist nur flach eingestreut und mit Sandbad, Futterschale, Häuschen (mit Toi) und Maisspindelgranulat bestückt.
      Beim anderen Hamster ist 20-30 cm eingestreut, aber dort sind nur immer nur dieselben Flächen bespieselt. Dort tausche ich dann aus und streue nach. Dies ist allerdings das Rodipet La Ola-Gehege, das im Gegensatz zu einem Aqua oder Terra nicht rundherum komplett dicht ist, sondern minimal Luft an den Verbindungsstellen rein lässt. So ist etwas Luftaustausch gegeben.
      Der Putzaufwand hält sich insgesamt bei uns in Grenzen.

      Vermutlich muss man einfach ausprobieren, wie man am besten klar kommt und ob der Hamster ein Buddler ist. Da hatte ich auch solche und andere.

      PS: Die Hanfmatten finde ich auch klasse, das Safebed Papier habe ich noch nicht genutzt.
      Susanne
      mit Coco und Radieschen und mit Fussel im <3
    • Vielen Dank für eure Antworten!
      Es war tatsächlich so, dass ich unseren Hamstern (Mihas) bisher weniger Streu anbieten konnte. Da hat es mit der Sauberkeit auch weitestgehend funktioniert.
      Aber jetzt hatte ich für Dobby das neue Gehege und dachte, dass ich jetzt mal so richtig tief einstreuen kann. Ausgerechnet Dobby hat sich als der totale Unterweltler herausgestellt. Sie hat von vornherein ihre Häuser nicht angenommen, hat aber mit der Zeit ein umfangreiches Gängesystem angelegt. Freilauf fand sie immer doof.
      Irgendwann hatte ich das dann akzeptiert. Wenn morgens das Frfu weg war, war alles gut. Wenn ich sie dann doch mal erwischt habe, hat sie brav den Gesundheitscheck über sich ergehen lassen - da war auch immer alles gut.
      Als dann letzte Woche zwei Tage das FriFu nicht abgeholt war, musste ich wohl oder übel nach ihr graben und wusste nicht einmal genau, wo.
      Eine Hanfmatte hatte ich auch liegen, sie war an einigen Stellen komplett zerrupft. Amsonsten habe ich ihr gelegentlich Toipapier hingelegt, das sie sich selbst kleingerupft hat. Merkwürdigerweise hatte sie keinen nennenswerten Futterbunker.
      Bei meinen bisherigen Hamstern habe ich es immer eher so gehandhabt wie du Concker the Squirrel. Ich bin jetzt darin bestärkt, es bei meinem nächsten Hamster auch wieder so zu machen.