Vom päppeln zu normaler Kost?

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    • Vom päppeln zu normaler Kost?

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      Hallo liebe Hamsterfreunde,

      ich habe folgendes Anliegen:
      Unsere kleine Resi wird derzeit von uns gepäppelt. Sie hat sich Vergiftet vor ca 2 Wochen, viel Gewicht verloren und mit Spritzen und Medizin vom Tierarzt wird es langsam wieder. Derzeit füttern wir sie alle 2–3 Stunden mit 1ml Brei aus einer Spritze mit der Hand, an den Futternepf geht sie kaum. Sie schläft viel und sitzt viel im Nest.
      nun wäre meine Frage wie wir es schaffen das sie wieder von selbst an den Futternapf geht und dort frisst?
      Da sie noch sehr wenig aktiv ist bin ich mir unsicher wie weit sie mit ihrem ,,Krankheitsverlauf,, ist oder werden Hamster auch bequem und faul wie wir Menschen?
      Habe Angst das sie wieder abnimmt wenn wir weniger mit der Hand füttern... ;(
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      Hi,

      Es tut mir sehr leid, dass es Resi nicht gut geht.

      Womit hat sie sich denn vergiftet?
      Welche Symptome hat sie?
      Welche Medikamente bekommt sie?

      Gebt ihr wirklich 1 ml Brei alle paar Stunden?
      Das ist sehr viel.

      Hamster stellen das Fressen ein, wenn es ihnen sehr schlecht geht.
      Man kennt das vielleicht von sich selbst: wenn man richtig krank ist, hat man einfach keinen Hunger und schläft viel. Und das ist okay, der Körper braucht die Energie um gesund zu werden. Auch einige Medikamente können zu Appetitlosigkeit führen. Zwangsernährung ist in dem Fall eher belastend für den Körper, er ist gezwungen Energie für die Verarbeitung der (großen Mengen) an Nahrung zu verbrauchen.

      In unserem Ratgeber finden sich ein paar gute Tipps, wann päppeln sinnvoll ist und was man am besten anbieten kann:
      hamsterhilfe-nrw.de/?page_id=918
      Liebe Grüße,
      Jacky
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      hey,

      mit dem päppeln das kommt vom Tierarzt. Wenn wir das nicht machen würden wäre sie schon längst verstorben. Was wäre deiner Meinung nach denn sinnvoller? Eher weniger?
      Ich habe schon den Eindruck das sie Hunger hat wenn wir ihr die Spritze hinhalten. Sie dreht sich nicht weg oder verweigert es, sondern nimmt es meist in die Pfoten und leckt und saugt dran. Der Brei ist auch recht flüssig um ihn in die Spritzen aufziehen zu können.

      Die Tierärztin meint Richtung Leberversagen bzw denke ich wenn sie das wirklich hätte wäre sie auch längst gestorben. Sie hatte einen blauen Bauch (Gerinng schlecht) und Gewicht verloren und sehr inaktiv. Tierärztin hat Spritzen zur Entgiftung gegeben und jetzt bekommt Resi 0,5 ml Vitamin B komplex über den Tag verteilt.
      Bin mir auch etwas unsicher wegen dem Füttern tagsüber, da es Hamster ja ewig sehr stresst wenn man sie weckt. Aber sie nimmt trotz der hohen Frequenzen auch nicht zu, also wird die Energie ja vom Körper benötigt oder nicht?

      Vg
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      Wenn sie von selbst fressen würde, kannst du ihr die Päppelsachen doch auch einfach in einem Napf anbieten und sie nimmt sich das, was sie möchte.

      Sie zu wecken und das Futter mit der Spritze ins Maul zu geben ist schon eine Form von Zwangsernährung. Man drängt den Hamster ja schon zur Nahrungsaufnahme.

      Für mich klingt das aber ehrlich gesagt vom Tierarzt auch sehr ins blaue geraten.
      Vitamin B gibt man normalerweise um die Regeneration von Nerven zu unterstützen, also bei neurologischen Symptomen.
      Die beschriebene Symptomatik kann auch auf einen Tumor im Bauchraum oder Leberzysten hinweisen, da bringt alles Päppeln nichts.
      Bei solchen Erkrankungen ist der Bauch oft prall, manchmal blau, der Hamster wird inaktiv, nimmt stark ab und zeigt Schmerzsymptome. Tumore zehren sehr am Körper.
      So lange das Herz-Kreislauf-System noch gut funktioniert, überlebt er aber. Überleben ist der stärkste Instinkt. Ein schwer kranker Hamsters stellt das Fressen nur ein, weil er sich auf das Sterben vorbereitet.

      Ich würde daher unbedingt eine Zweitmeinung von einem hamsterkundigen Tierarzt einholen.
      Sinnvoll wäre sicher ein Ultraschall, um sich anzusehen, was da im Bauchraum oder an den Organen los ist.
      Nur mit sicherer Diagnostik kann man gezielt und sinnvoll behandeln.

      Ich weiß nicht, wo du her kommst, aber vielleicht ist auf unserer Tierarztliste ein passender in deiner Nähe: hamsterhilfe-nrw.de/?page_id=911
      Liebe Grüße,
      Jacky
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      also prall ist der Bauch nicht.
      Auf der Liste ist leider kein Tierarzt für mich bei und da wir ziemlich auf dem Dorf wohnen ist die Auswahl der Tierärzte hier sehr begrenzt. Lange Autofahrten möchte ich gerne Vermeiden.
      Sie hat Plastik gefressen, Verstopfung hat sie nicht da kann ich mir eine Vergiftung schon gut vorstellen. Und es ist aktuell grade der einzige Strohhalm an den wir uns klammern können. ;( ;(
      Resi ist noch kein Jahr alt. Parasiten oder Ähnliches ist es auch nicht, der Kot wurde untersucht. Vielleicht bin ich auch einfach zu ungeduldig und es braucht mehr Zeit ?(
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      Wenn sie Plastik gefressen hat, kann doch auch eine Darmverletzung oder so vorliegen.
      Wieso soll sie von Plastik eine Vergiftung und Leberversagen bekommen?

      Besser eine lange Autofahrt und eine vernünftige Behandlung, als den Hamster leiden zu lassen, weil nicht richtig behandelt wird.

      Aktuell haltet ihr sie durch die Ernährung per Spritze am Leben und sie baut trotzdem weiter ab. Das kann ja auch nicht die richtige Lösung sein.

      Nach 2 Wochen hätten die Medikamente definitiv anschlagen sollen, wenn sie das richtige waren.
      Liebe Grüße,
      Jacky
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      Die Medikamente geben wir seit letzten Donnerstag.
      Das sie Plastik gefressen hat ist bereits zwei Wochen her, bei einer Darmverletzung wäre sie doch auch längst tot. Zum mindest wäre es beim Menschen so, wenn es unbemerkt bleibt.
      Auf der Liste ist trotzdem kein Tierarzt für uns, Hamsterhilfe Thüringen hat nur einen Tierarzt und in Sachsen gibt es keine Hamsterhilfe. Also ist es recht schwer hier jemand geeignetes zu finden.

      Wir sind einfach verzweifelt und nervlich ziemlich am Ende mit dieser ganzen Geschichte. Und ich weiß nicht ob eine Besserung besteht oder nicht
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      Es gibt ja noch jede Menge private Pflegestellen, die sich zum Beispiel in Facebookgruppen organisieren oder das große Hamsterforum: das-hamsterforum.de/
      Die haben auch eine deutschlandweite Tierarztliste oder einen Forenbereich, in dem man nach einem passenden Tierarzt fragen kann.

      Auch nach nun einer Woche sollte der Hamster Besserung zeigen, zumindest so weit, dass er nicht stirbt, sobald man die Zwangsernährung beendet. Er sollte wieder selbst fressen.
      Hamster verstoffwechseln sehr schnell.
      Der Zustand vom Hamster klingt wirklich ernst und die Ursache sollte herausgefunden und richtig behandelt werden.
      Bisher wurden diverse Vermutungen angestellt und Behandlungen durchgeführt, die für mich wenig Zusammenhang haben.

      Dass sie weiter abnimmt bedeutet einfach, dass die Grunderkrankung so an ihr zehrt. Verdünnter Gemüsebrei hat doch auch kaum Kalorien.
      Das ständige Wecken zur Fütterung bedeuten zusätzlichen Stress und im Endeffekt bringt es auch nichts, wenn man die Krankheitsursache nicht richtig behandelt.

      Was ich sagen möchte: Eine Ferndiagnose geht nicht. Man kann jetzt tausende Vermutungen anstellen und abwarten oder einen fachkundigen Tierarzt suchen, der sich um vernünftige Diagnostik bemüht. Wenn etwas im Bauchraum oder an den Organen vermutet wird, sollte ein Ultraschall gemacht werden. Sonst rät man ja nur.
      Liebe Grüße,
      Jacky