Diskussion zum Thema Abtreibung bei Hamstern

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    • Diskussion zum Thema Abtreibung bei Hamstern

      Hinweis: Dieser Beitrag wurde von diesem Thema abgetrennt Ein Ausbruch - hoffentlich ohne Folgen (!) , damit jedes Thema für sich alleine behandelt werden kann.
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      Huhu,

      ich möchte gerne mal eben die gängige Meinung hier zum Thema Abtreibung hinterfragen.
      Ich weiß, dass Alizin auch sehr erfolgreich gegen GBEs verwendet wird, wenn man kein Metrovetsan geben kann oder will.
      Warum sollte also die Gefahr bei einer Abtreibung soviel höher sein?
      Ebenfalls ist mir bekannt, dass auch schon Abtreibungen mit Alizin bei Hamstern durchgeführt wurden und zwar von Fr. Dr. A. Ewringmann.
      Und zwar sehr erfolgreich.
      Nun ist die gute Dame ja auch recht kompetent und schreibt gute Bücher zum Thema Medizin bei Heimtieren.

      Nur so als kleiner Denkanstoß, dass man vielleicht nicht immer gegen etwas sein sollte.

      In diesem Fall war es sicherlich die richtige Entscheidung, da die Dame schon einen Wurf hatte, aber sollte sowas bei einer gleichaltrigen Dame passieren, die keinen Wurf hatte, würde ich dieses Mittel definitiv einsetzen.

      lg
      cori

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gugu ()

    • !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Gruß Jacqueline
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      ***Mein kleiner Mogli ich werde Dich nie vergessen***Ich hab Dich sehr lieb****

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mogli ()

    • Hi,

      es kommt auf die Umstände an - d.h. auch auf die Tierart, daher ist meine heutige Aussage nur auf Hamster zu beziehen und nicht auch auf andere Kleinnager etc..

      Bei Hamstern würde ich nach Möglichkeit keine Abtreibung durchführen, es sei denn es gäbe Komplikationen, so dass ansonsten das Muttertier gefährdet wäre - mehr als durch eine Abtreibung. Da ich diesen Fall noch nicht hatte, musste ich zum Glück diese Entscheidung noch nicht treffen und der Wurf durfte auf die Welt kommen. Bisher ist auch noch kein Muttertier gestorben (das Alter ist uns ja nicht immer bekannt und ob sie bereits vorher einmal Würfe hatte).
    • Huhu,

      das war auch so gemeint, dass wenn man das Alter der Dame kennt und einem sowas "passiert" (wobei ich das ja immer nicht so ganz glauben kann bei 90% der Fälle), dann kann man mal drüber nachdenken.
      Denn das Leben der Mutter und der Kinder zu gefährden halte ich für noch egoistischer.

      So ist das leben inder Natur kann man es auch nicht vermeiden.

      Deine Hamster leben aber nicht in der Natur und damit hast DU die Verantwortung für sie.
      Denn mit der Aussage könnte man sonst auch rechtfertigen dem Tier eine notwendige Behandlung beim TA zu verweigern.
      Schließlich würden sie in der Natur auch krank werden und dann einfach sterben.
      Traurige Einstellung. :thumbdown:
      DU bist verantwortlich dafür, dass solche Unfälle nicht passieren und wenn sie passieren, dann bist DU für das Leben von Mutter und Kindern verantwortlich.

      Was ist wenn es so einfach ist!?Dann macht es jeder!

      Klar, weil man Alizin auch so im Supermarkt kaufen kann 8|

      Manchmal frag ich mich wirklich, mit wem ich es hier zu tun habe :(

      lg
    • Hallo Corinna,

      ich finde solche Diskussionen stets gut und fand daher deine Anregung eine darüber zu führen gut. Eine Diskussion ist stets aber nur dann gewinnbringend, wenn jeder seine Meinung sagen darf, sofern sie sachlich erfolgt. Eine andere Person wegen einer anderen Meinung anzugehen bringt nichts.

      Viele teilen ihre Meinung meist nicht mehr mit, weil sie genau dies befürchten. Finde ich schade. Aber meist können Menschen nur ihre Meinung reflektieren und ggf. ändern, wenn sie sich aktiv an einer Diskussion beteiligen und während der Diskussion durch neue "Erkenntnisse" überzeugt werden.

      Mogli hat nun ihren ehrlichen gemeinten Beitrag editiert - ebenfalls schade - denn eine Diskussion in der Gesprächspartner mundtot gemacht wird, ist keine Diskussion.

      Daher bitte stets versuchen auf der sachlichen Ebene zu bleiben, ansonsten wird die Diskussionsmöglichkeit zu diesem Thema leider beendet werden müssen. Auch auf der sachlichen Ebene kann man sehr deutlich seine Meinung sagen, aber der Gesprächspartner hat die Möglichkeit sein Gesicht zu wahren.

      einem sowas "passiert" (wobei ich das ja immer nicht so ganz glauben kann bei 90% der Fälle), dann kann man mal drüber nachdenken.


      Da es sich hier um ein Tierschutzforum handelt, ist es wohl naheliegend, dass der Prozentsatz nahe 100 % liegen dürfte. In einem Züchterforum gehe ich davon aus, wird der Prozentsatz für eine gewollte Zucht bzw. Wurf bei naheliegend 100 % liegen.
    • Mein Senf dazu

      @Gugu :applaus: Danke für die Worte!

      Ich denke, dass es trozt der recht polarisierenden Überschrift, die ein Dafür oder Dagegen impliziert, eigentlich nur eine Meinung geben kann...nämlich gar keine...

      Ich gehe jetzt mal von diesem Forum aus und nicht von Züchtern etc, da Schwangerschaften hier wohl eher als Unfall passieren, sind die Umstände relativ unberechenbar, so, dass von Fall zu Fall unterschieden werden muss. Im Fall von Emmi kann man guten Gewissens davon ausgehen, dass die Geburt nicht so riskant ist wie ein Abbruch...was nicht heißt, dass keine Komplikationen auftreten können. Aber wenn die Rahmenbedingungen anders gewesen wären, zum Beispiel eine genetische Kreuzung, wo das Risiko von migebildeten, nicht überlebensgähigen Babys sehr hoch ist oder das Alter der Mutter ein Risiko darstellt, dann wäre ein Abbruch wohl doch eher sinnvoll. Wie gesagt, da muss man abwägen.

      Generell stehe ich medizinischen Eingriffen bei Kleinsäugern kritisch gegenüber, da sie dem Ganzen nicht so viel entgegensetzen können wie eine Katze oder ein Hund.

      Aber ich bin keine TA und vond daher würde ich in so einer Situation auch immer eine/n solche/n hinzuziehen, um das Risiko abzuwägwn.

      Meine Meinung: Keine feste bzw. Immer den/die TA fragen!
      Für immer in geflügelten Gedanken:

      ~ Die Krümel & Mary Tudor & Napoleon Thaddeus Finn der I. & Zar Leopold Nepomuk Romanow der I.~
    • Huhu,

      im Grunde genommen implizierte mein Beitrag auch nicht, dass niemand eine Meinung haben kann.
      Eigentlich finde ich es schade, dass Mogli nicht zu ihrer Meinung steht. Sollte man doch eigentlich, auch wenn andere das anders sehen und einem auch mal etwas schärferer Wind ins Gesicht bläst.
      Schließlich kann niemand einem die Meinung nehmen.
      Ihr steht es genauso zu, zu sagen, dass sie das für Natur hält, wie es mir zusteht zu sagen, dass ich ihre Meinung nicht teile.
      Weil da für mich irgendwo eine Grenze zwischen Natur und Heimtierhaltung ist.

      Überall wird immer gepredigt (ja, ich bin Foren-geschädigt), dass man die Verantwortung für ein Tier übernimmt, wenn man es sich zulegt. Dem ist doch auch so.
      Wenn ich aber generell eine Einstellung habe, dass ich das Tier seiner Natur überlasse, dann passt aber irgendein Teil hier nicht in das Puzzle.
      Just my 2 cents.

      Da es sich hier um ein Tierschutzforum handelt, ist es wohl naheliegend, dass der Prozentsatz nahe 100 % liegen dürfte.

      Das war nicht auf dieses Forum bezogen ;)
      Sondern generell auf alle Nicht-Züchter-Foren in denen ich mich so rumtreibe. Ganz spezielle das Große.
      Da begegnen einem ständig solche "Zufälle" von denen ich einfach mal annehme, dass es oft keine Zufälle sind.

      Ich finde es bei Emmi absolut die richtige Entscheidung, das schrieb ich ja auch im Eingangsbeitrag.
      Aber wenn die Chancen eben anders stehen, wie Liliana sagte, dann muss man eben den TA zu Rate ziehen und schauen, wie weit man geht.

      Generell stehe ich medizinischen Eingriffen bei Kleinsäugern kritisch gegenüber, da sie dem Ganzen nicht so viel entgegensetzen können wie eine Katze oder ein Hund.

      Leider ist es so oft nicht anders möglich. Ich würde mir wünschen, ich müsste bei einer GBE nicht gleich in Betracht ziehen, das Tier operieren zu lassen, aber eine Therapie mit AB würde für mich nicht mehr in Frage kommen.
      Ich habe 2 Tiere im Alter an Leberzysten verloren, vermutlich bedingt durch zu häufigen AB "Genuss".
      Da ich dieses Leiden umgehen wollen würde, wäre für mich eine sofortige OP bei einer GBE ein "Muss".

      Meine Meinung: Keine feste bzw. Immer den/die TA fragen!

      Man sollte aber so Gedankengänge wie Alizin mitnehmen, denn oftmals kommen TAs nicht von alleine drauf.
      Es ist sicherlich selten, dass man - so wie ich oftmals - mit einer eigenen Diagnose und Behandlungsvorschlägen ins Sprechzimmer beim TA stolpert und dann das durchdiskutiert, aber ein TA sollte meiner Meinung nach immer für Vorschläge offen sein.


      Lg
      cori
    • Hallo zusammen,

      jetzt möchte auch gern mal meinen Senf zum Thema abgeben :D

      Ich stimme Corinna zu: wenn ich mir ein Tier halte bzw. anschaffe, dann übernehme ich (und nur ich ganz allein) die Verantwortung für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Sicher versuchen wir unsere Tiere so artgerecht wie möglich zu halten. Trotzdem leben sie nicht in der Natur und so sind wir gezwungen unserer Verantworrung nachzukommen. Artgerecht ist nicht gleich Leben in der freien Natur.

      In einem Fall, in dem das Leben des Hamsterweibchens akkut gefährdet ist, würde ich mich für das Alizin oder wenn die Trächtigkeit schon fortgeschritten ist für die GB-Entfernung entschieden. Sicher ist so eine OP und auch eine Medikamentengabe immer mit einem Risiko verbunden. Man muss abwägen welches Risko größer ist. Und wie Tina im anderen Thread schrieb: ist es schlimmer bei einer OP oder einer Geburt zu sterben?

      Ich hoffe auch mich bei Emmi richtig entschieden zu haben. Sicher hätten einige von euch anders gehandelt weil sie das Risiko für zu hoch halten. Allerdings sehe ich das Tier täglich und vertraue auch auf die Meinung meiner TA.
      An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen das ich keinesfalls bewusst Babys wollte. Mal von der Verantwortung abgesehen, sind die Tierheime und Notstationen voll genug. Da braucht es keinen Zuwachs nur weil jemand "gucken wollte was passiert".

      LG Claudia
      Das Leben ist schön! Blöd ist nur, dass manche "schön" mit "leicht" verwechseln
      ~ Mafalda ~
    • Hallo,

      habe mir über das Thema nun schon laenger Gedanken gemacht und, grade durch das Lesen der Wurfpatenschaftenthreads heute, ueberlegt, warum sowas nicht in Betracht gezogen wird.

      Ich bin/war sehr aktiv in der Rattenhaltung und auch in der Notfallvermittlung. Teilweise raeumen wir auch Messiwohnungen mit 50+ Tieren oder fangen ausgesetzte Rattenein.
      Grade in solchen Faellen ist die Gabe von Alizin sehr gaengig. Da bei einer Verpaarung mit Wildratten die Nachzuchten recht kompliziert zu halten sind ist die Gabe hier fuer alle Beteiligten ein Vorteil. Bei Grossnotfaellen sind die Tiere haeufig in schlechtem Zustand und sowohl Weibchen als auch Babys haben aeussert schlechte Startbedingungen, wenn sie es ueberhaupt schaffen. Denn wenn schon 50 Tiere da sind, steht auch die Vermittlung unter keinem guten Stern, wenn dann noch (bis zu 18 Babys pro Rattenweibchen) etliche kleine nachkommen. Nun ist der Vorteil bei Ratten, dass sie in Rudeln (also ab 3 Tieren) gehalten werden und nur einmal die Trennung in Geschlechtergruppen vorgenommen werden muss, sobald die Soehne geschlechtsreif sind, danach eine weitere Trennung nicht mehr noetig ist. Aber das gleicht sich wohl in etwa mit der Menge der Nachkommen aus.

      Die Erfahrung mit Alizin und Ratten liegt hier zwischen Duisburg und Dortmund mit sehr vielen Faellen vor. Mir ist nur ein Fall bekannt wo trotz Behandlung noch Jungtiere geboren worden, die dann zu klein und nicht ueberlebensfaehig waren, und ein Fall wo es zu Zwischenblutungen kam, die aber behandelt und gestoppt werden konnten. Ansonsten liegen weit ueber 200 Faelle mit gutem Ausgang vor.

      Grade in so Situationen wie nun, wo die Pflegestellen ueberquillen und es einfach schwierig ist sich um alle Tiere ausreichend zu kuemmern, frage ich mich, warum Alizin nicht haeufiger in Erwaegung gezogen wird. Oder vielleicht wird es das und es wird hier nur nicht oeffentlich gepostet, was ich auch verstehen koennte.

      Da der Thread ja nun schon recht alt ist, gibt es evtl. auch weitere Erfahrungen mit Hamstern und der Anwendung.

      LG
      Lakes
      Love is like a butterfly, hold it too tight, it'll crush. Hold it too loose, it'll fly. Unknown Author

      Hinter der Regenbogenbrücke MH: Josephine, Merle, Corda, Peanut, Karrin, Hajo I +II | Robos: Paul, Grisu, Gracia | Chinese: Bao | Dsungare: Orangino, Findus, Pepe, Megan, Pou
    • Hallo, habe auch schon hier einiges zu dem Thema gelesen und es gab mal eine Stellungnahme von Team, die ich sehr vernünftig finde: Das Entstehen von neuem Leben ist natürlich nicht erwünscht, aber wenn das Baby nunmal auf dem Weg ist, so hat es das Recht, diese Chance zu nutzen und zu leben.
      Zumal man ja nicht weiß, wie weit der Fötus schon entwickelt ist... .

      Wir haben unsere Katze Minou aus dem örtlichen TH geholt, ein Fundtier, dass an einer Landstraße aufgegriffen wurde und ins TH kam und dort kastriert wurde. Direkt danach holten wir sie ab und brachten sie zum nachimpfen nochmal zum TA. Die sah sich die Kastrationsnarbe an und sagte, so eine lange Narbe wäre nicht normal, das würde man nur machen, wenn noch Junge im Bauch beim kastrieren waren, die rausgeholt wurden ;( . Das war 2008. Ich denke aber heute immernoch daran, dass es sicher keine winzigen Föten mehr waren, sondern schon etwas größere, vielleicht schon optisch vollständig entwickelte Welpen, die da entsorgt wurden ;( . Warum durfte Minou keine Trächtigkeitsquarantäne absitzen? Warum musste sie direkt kastriert werden? Warum hat man uns nichts davon gesagt, sondern nur, die können wir reservieren und bald wird sie kastriert und wenn alles verheilt ist, dürfen wir sie abholen? Warum durften die Babys nicht leben?


      :hlaugh: Liebe Grüße :dsungi:
    • Hi, ich möchte mich gern auch an der Diskussion beteiligen. Ich will jedoch nichts zu Abtreibungen äußern, dennoch zu dem angeblich so ungefährlichen Alizin.
      h weiß, dass Alizin auch sehr erfolgreich gegen GBEs verwendet wird, wenn man kein Metrovetsan geben kann oder will.

      Warum sollte also die Gefahr bei einer Abtreibung soviel höher sein?
      Bei diesem Beitrag und auch in anderen Foren wird sehr schnell zu Alizin geraten bzw. darauf hingewiesen, dass es das gibt. Ich finde es hoch problematisch, da auch Alizin ziemlich heftige Nebenwirkungen haben kann und ich mal vermute, dass die Mehrheit hier nicht Veterinärmedizin studiert hat. Die Äußerung, man solle dann doch zu Alizin greifen, vermittelt Außenstehenden und Unwissenden, dass es gar nicht so gefährlich sein kann, wenn es in einem Tierschutzforum positiv dargestellt wird. Positiv meint hier im Sinne von kaum oder keinen Nebenwirkungen. Das halte ich schlichtweg für fahrlässig.
      Alizin hat eine Menge Nebenwirkungen (in den Quellen sind einige aufgeführt, aber nicht vollständig: vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?t…/00056694.01?inhalt_c.htm, pharmazie.com/graphic/A/05/8-00605.pdf) und kann von vielen Tierärzten für Hamster nicht richtig dosiert werden, weil die meisten TA keine Erfahrungswerte haben.
      Mein TA ist sehr hamsterfahren und lehnt eine Behandlung damit ab, weil die Dosierung und auch die Nebenwirkungen nicht ohne und vor allem nicht berechenbar sind.
      Meiner Ansicht nach wird bei Hamstern auch sehr schnell wild herumexperimentiert, sowohl von TA als auch Haltern. Das kann nicht richtig sein.
      Man sollte aber so Gedankengänge wie Alizin mitnehmen, denn oftmals kommen TAs nicht von alleine drauf.

      Es ist sicherlich selten, dass man - so wie ich oftmals - mit einer
      eigenen Diagnose und Behandlungsvorschlägen ins Sprechzimmer beim TA
      stolpert und dann das durchdiskutiert, aber ein TA sollte meiner Meinung
      nach immer für Vorschläge offen sein.
      Sicher sollte man sich vorher informieren. Die Frage ist hier aber wo man dies tut. In Hamsterforen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Behandlungsvorschläge gemacht werden, zu bestimmten Medis geraten wird-und natürlich der Hinweis, zum TA zu gehen. Und in so einigen Fällen werden dann nicht nur die KGs verrückt gemacht, sondern auch falsches Wissen weitergegeben, dass im schlimmsten Fall gefährlich ist, wenn jemand ohne entsprechendes Fachwissen handelt. Ein Beispiel: Jemand spottet sein Tier mit einem Tropfen wegen angeblichem, und vor allem nicht diagnostizierten Demodexbefall, weil der Halter den TA überzeugen konnte, dass das Tier ja Demodex haben müsse. Der TA hat wie so oft keine anständige Diagnose gemacht und gab das Mittel mit. Im Forum hieß es, man gebe einen Tropfen Spot On. Der propagierte Tropfen war aber zu hoch dosiert und der Zwerghamster starb an einer Vergiftung.
      Nochmals, ich halte es für gefährlich, dass in den Foren zum Teil verbreitetes falsches bzw. zu sorglos weitergegebenes Wissen ohne wissenschaftliche Literatur anzunehmen und in einem Forum zu verbreiten. Wenn man mit einem TA spricht, ist das ja was anderes.
      Ich kenne allein vier TA in und um Dortmund, die selbst eine Behandlung mit Alizin bei Hunden ablehnen, obwohl es da deutlich mehr Erkenntnisse und Studien gibt als bei Hamstern.

      ch bin/war sehr aktiv in der Rattenhaltung und auch in der
      Notfallvermittlung. Teilweise raeumen wir auch Messiwohnungen mit 50+
      Tieren oder fangen ausgesetzte Rattenein.

      Grade in solchen Faellen ist die Gabe von Alizin sehr gaengig.
      ICh habe das bei Ratten auch gehört, Hamster sind aber nicht wie Ratten und reagieren auch vom Stoffwechsel anders. Meist sind sie deutlich empfindlicher. Die vier TAs, mit denen ich sprach, sagten mir, Alizin sei kein gängiges Mittel bei Hamsterweibchen, auf die Probleme hat Gugu bereits hingewiesen. Insofern bin ich der Ansicht, dass Ratte und Hamster nicht wirklich vergleichbar sind und solche Äußerungen von Foris fehl verstanden werden können, weil sie denken, dass Hamster und Ratte doch sehr eng beieinander sind.

      Die Erfahrung mit Alizin und Ratten liegt hier zwischen Duisburg und
      Dortmund mit sehr vielen Faellen vor. Mir ist nur ein Fall bekannt wo
      trotz Behandlung noch Jungtiere geboren worden, die dann zu klein und
      nicht ueberlebensfaehig waren, und ein Fall wo es zu Zwischenblutungen
      kam, die aber behandelt und gestoppt werden konnten. Ansonsten liegen
      weit ueber 200 Faelle mit gutem Ausgang vor.
      Bei Ratten gibt es die Erfahrungen, ja, bei Hamstern aber nicht. Und ich finde es auch richtig, dass Alizin nicht einfach gegeben wird, nur weil das Weibchen möglicherweise schwanger ist, denn es hat damit in der Vergangenheit bei Hamstern eine Menge Probleme gegeben, wie mir mein TA erzählte. Er bekam nämlich so einige Hamsterinen, die kurz vor dem Verbluten waren, weil ein TA "einfach mal" Alizin gegeben hat.
      Grade in so Situationen wie nun, wo die Pflegestellen ueberquillen und
      es einfach schwierig ist sich um alle Tiere ausreichend zu kuemmern,
      frage ich mich, warum Alizin nicht haeufiger in Erwaegung gezogen wird.
      Oder vielleicht wird es das und es wird hier nur nicht oeffentlich
      gepostet, was ich auch verstehen koennte.
      Diesen Gedankengang kann ich durchaus nachvollziehen, aber auch hier wird das Risiko um die Gabe von Alizin deutlich verharmlost.
      Herzliche Grüße,
      Anne


      "Die Achtung vor der Eigenart des Tieres ist die Grundlage für eine Freundschaft mit ihm" (Alfred Buckowitz).
    • Hallo,

      es geht nicht um die Verharmlosung. Es ist ein Medikament und es hat Risiken und Nebenwirkungen und dass die auf dein Einzelfall abgestimmt werden muessen ist doch selbstverstaendlich. Zudem sollten Medikamenteempfehlungen eh imemr reflektiert behandelt werden, egal wo man sie her hat. Wer das nicht kann, ist in einem Forum deutlich zu naiv unterwegs, denn letztendlich kann hier jeder irgendwas schreiben, es gibt am Eingang keine Pruefung des qualifizierten Wissens.

      Ein TA derbei der Festlegung der Medikamente auf seine Patienten hoert ist fuer mich nicht serioes. Schliesslich hat er Veterinaemedizin studiert und die meisten anderen eben nicht. Wenn er die Vorgehensweise nicht kennt oder verantworten kann, sollte da auch nichts verordnet und mitgegeben werden.

      Die Aussage des Teams fehlt in diesem Thread fast gaenzlich. Im ersten Posting steht etwas von Erfahrung und ein Vergleich mit Hunden und Katzen. Ratten sind natuerlich keine Hamster, jedoch deutlich kleiner und damit dem Hamster aehnlicher als der Stoffwechsel einer Katze. Zusaetzlich stand hier irgendwo, dass die Erfahrung mit Kleinsaeugern fehlt und dem muss ich wiedersprechen. Sie liegt halt bei Ratten sehr wohl vor und kann, gluecklicher Weise und mit Abwägung aller Risiken und Umstaenden, auch recht gut angewendet werden.

      Zudem ist aus meinem Beitrag rauszulesen, dass ich mich frage WARUM es nicht haeufiger bei Hamstern verwedent wird. Dass es zB extremere Nebenwirkungen bei Hamstern hat und es nun, obwohl wir 4 Jahre weiter sind, immernoch keine weitere Erkenntnisse gibt ist doch ein Grund.
      Wenn ich aber so Hamster sehe wie aus dem TH Gelsenkirchen, die komplett zerbissen sind, mit extremen Verletzungen und gesundheitlichen Problemen kaempfen, dann frag ich mich doch, was da besser ist. Nun noch eine Aufzucht der Jungen, die sowohl die Mutter als auch alle Jungtierer gefaehrdet oder ob man da was machen kann.

      LG
      Lakes
      Love is like a butterfly, hold it too tight, it'll crush. Hold it too loose, it'll fly. Unknown Author

      Hinter der Regenbogenbrücke MH: Josephine, Merle, Corda, Peanut, Karrin, Hajo I +II | Robos: Paul, Grisu, Gracia | Chinese: Bao | Dsungare: Orangino, Findus, Pepe, Megan, Pou
    • Also, ich finde das sehr schwierig,zu sagen in dem Fall wäre es besser für das Tier keine Babies zu bekommen.
      Beim aktuellen Fall sehe ich ausserdem das Problem,das man ja auch nicht genau sagen kann ob ein Weibchen trächtig ist;und dann in welchem Stadium der Schwangerschaft.
      Auch kann ich mir vorstellen das eine Abtreibung/das Medikament die Hamster auch sehr belastet.

      Ich denke auch, das das Team der HH bestimmt sehr verantwortungsvoll mit einer evtl. Schwangerschaft ihrer Schützlinge umgeht,da habe ich vollstes Vertrauen.
      Schließlich ist Nachwuchs bei Hamstern auch ein natürlicher Prozess... (den der Mensch natürlich nicht willentlich herbeiführen sollte)
      Sinéad




      The quarternary code
      Gave mankind a rose
      So we could see the beautiful die


    • Sinead schrieb:

      Ich denke auch, das das Team der HH bestimmt sehr verantwortungsvoll mit einer evtl. Schwangerschaft ihrer Schützlinge umgeht,da habe ich vollstes Vertrauen.

      Danke

      Das Thema "Wegspritzen" ist im Team vor einigen Jahren besprochen worden und wir haben entschieden, dass dies für uns - solange keine medizinische Notwendigkeit besteht - keine Option zur Wurfkontrolle darstellt. Bei uns ist bisher aufgrund eines Wurfs kein Muttertier gestorben. Nur ein geringer Prozentsatz der aufgenommenen Weibchen ist trächtig, eine prophylaktische Behandlung aller weiblichen Hamster mit Alizin ist für uns daher nicht vertretbar.
    • Danke Gugu!!! Ich finde es nämlich total wichtig, dass Alizin kein Mittel zur Wurfkontrolle ist und prophylaktisch angewendet wird.
      Es ist ein Medikament mit ziemlichen Nebenwirkungen. Da diese für Hamster in den von mir begefügten seriösen Quellen nicht enthalten sind, mal hier von meinem Tierarzt:
      schwere Blutungen, trotzdem bestehende Schwangerschaft, Hormonprobleme, Entzündungen der Gebärmutter und der Eierstöcke, Kreislaufprobleme, starke Schmerzen durch das angeregte Zusammenziehen im Unterleib usw.

      Besonders den Schmerzaspekt finde ich relevant in Bezug auf Prophylaxe und einem zu leichtfertigen Umgang bzw. positiven Propagieren von Alizin wirklich entscheidend.

      Ich habe leider keine Studien zu Hamstern, daher konnte ich an Nebenwirkungen nur die Studien zu Hunden nehmen, die es gibt.

      Zusaetzlich stand hier irgendwo, dass die Erfahrung mit Kleinsaeugern
      fehlt und dem muss ich wiedersprechen. Sie liegt halt bei Ratten sehr
      wohl vor und kann, gluecklicher Weise und mit Abwägung aller Risiken und
      Umstaenden, auch recht gut angewendet werden.
      Auf wen denn? Auf Hamster? Das sehe ich anders. Auch wenn Ratten und Hamster sich ähnlich sind, sind sie dennoch sehr unterschiedlich und ist die hier beschriebene Übertragbarkeit nicht auf alle Kleinsäuger neben Ratten gleichermaßen übertragbar. Das ist einfach ein Fehlschluss, der da gezogen wird, weil Hamster und Ratte dafür doch zu unterschiedlich sind (Kommentar zweier TA aus Tierkliniken und meines TA). Das ist so ähnlich wie bei Tierversuchen von Hunden und Katzen im Vergleich. Der Vergleich funktioniert eben nicht, weil sie zu unterschiedlich sind.

      Wenn ich aber so Hamster sehe wie aus dem TH Gelsenkirchen, die komplett
      zerbissen sind, mit extremen Verletzungen und gesundheitlichen
      Problemen kaempfen, dann frag ich mich doch, was da besser ist. Nun noch
      eine Aufzucht der Jungen, die sowohl die Mutter als auch alle
      Jungtierer gefaehrdet oder ob man da was machen kann.
      Was in einem solchen Fall das Beste wäre, frage ich mich wohl auch. Manchmal überlege ich auch bei sehr kranken und stark misshandelten Tieren, ob für sie nicht im Einzelfall auch das Einschläfern besser wäre. Es gibt ja immer mal wieder Tiere, die so zerbissen sind, sich aufgegeben haben (fressen nicht mehr usw.), geschwächt sind etc., wo ich es vielleicht überlegen würde, wenn Päppeln nicht erfolgreich ist.

      Nur grundsätzlich finde ich Gugus Antwort wichtig, zur Prophylaxe ein solches Medikament geben? Das fände ich sehr unverantwortlich von einem TA, bei den Nebenwirkungen und einem sowieso völlig gestörtem Tier, das auch körperlich mit Sicherheit nicht auf der Höhe ist.
      Herzliche Grüße,
      Anne


      "Die Achtung vor der Eigenart des Tieres ist die Grundlage für eine Freundschaft mit ihm" (Alfred Buckowitz).
    • Hallo,

      ich finde die Stellungnahme auch gut und auch absolut ok. Und nein eine reine Prophylaxe ist da sicher nicht der richtige Weg.

      Durch diesen Fall aus Gelsenkirchen kam ich ja nur auf die Idee, warum es nicht angewendet wird oder ob es angewendet wird, es aber nicht offiziell gesagt wird.

      Zusaetzlich stand hier irgendwo, dass die Erfahrung mit Kleinsaeugern fehlt und dem muss ich wiedersprechen. Sie liegt halt bei Ratten sehr wohl vor und kann, gluecklicher Weise und mit Abwägung aller Risiken und Umstaenden, auch recht gut angewendet werden.


      Auf wen denn? Auf Hamster? Das sehe ich anders. Auch wenn Ratten und Hamster sich ähnlich sind, sind sie dennoch sehr unterschiedlich und ist die hier beschriebene Übertragbarkeit nicht auf alle Kleinsäuger neben Ratten gleichermaßen übertragbar.


      Nein, eben nicht auf Hamster, rein auf Ratten. Aber Kleinsaeuger sind sie nunmal alle und wie gesagt, es ist 4!!! Jahre her. Da kann sich medizinisch ein Meilenstein auf tun.
      Denke aber, dass das Thema bei Hamstern einfach anders ist und viel gefaehrlicher und deswegennicht so in Frage kommt. Aber es waren bei mir ja auch nur Ueberlegungen und es fehlte ein klares Statement mit Erfahrung und vom Team.

      All das wurde ja nun dazu geschrieben und gesagt, und somit ist klar, wie der medizinische Wissensstand ist, dass er noch nicht weiter als vor 4 Jahren ist, dass das Risiko bei Hamstern zu gross ist und auch wie die HH dazu steht.
      Alles bestens und Thema durch :)

      LG
      Lakes
      Love is like a butterfly, hold it too tight, it'll crush. Hold it too loose, it'll fly. Unknown Author

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