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Sini

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Sonntag, 26. Dezember 2010, 22:32

Das Sozialverhalten unserer Hamster

Hi

Früher war ich der Meinung, alle Hamster seien Einzelgänger, Gruppenhaltung sei unnatürlich und Besitzer die so etwas machen sind leichtsinnig und setzen ihre Hamster unnötigem Stress und Gefahren aus.

Ich begann mich für das Thema näher zu interessieren. Las mich im Internet durch verschiedene Foren und Diskussionen über Einzelhaltung/ Gruppenhaltung. Dabei stellte ich folgendes fest:

1. Oft wird pauschaliesiert, alle Hamster werden ohne Berücksichtigung von Unterart, Haltungsbedingungen und Gruppenzusammensetzung unter einen Hut gesteckt, meist mit Aussagen wie "das kann ganz selten gut gehen, ist aber ein großes Risiko, man muß ständig bei den Tieren sein und eigentlich ist ein Hamster alleine sowieso glücklicher".

2. Es gibt nur sehr wenig ausführliche Erfahrungsberichte aus erster Hand in denen Halter offen über geglückte oder missglückte Hamstergruppenerfahrungen berichten.

3. Am schwersten ist es allerding, fundierte Literatur zu finden in der beschrieben wird wie sich Hamster in freier Natur verhalten.

Meiner Meinung nach sollte man von einer Pauschalisierung (alles Einzelgänger...)
abkommen, die Hamsterarten im Hinblick auf ihre natürliche Lebensweise
noch einmal genau betrachten und dann gemeinsam nach Lösungen suchen wie
man die Hamster möglichst gefahrlos aber auch bedürfnissorientiert
halten kann.

Was meint ihr dazu?

LG, Sini

Julchen

& Co. --> KG

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Zwerghamster: Hybride Maiki, ein strahlender Stern

Mittelhamster: 2 Goldhamster mit Flügeln

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2

Sonntag, 26. Dezember 2010, 23:03

Hallo Sini,

herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich denke jeder wird dir zustimmen, dass eine unreflektierte Übernahme von Sachverhalten und deren Verbreitung unsinnig ist.
Genauso wird sich wohl jeder User, der hier aktiv ist, dafür interessieren, die Heimtierhaltung möglichst "bedürfnisorientiert" zu gestalten.

Es gibt hier einige aktive User, die Campbell-Gruppen oder Paare halten, ich meine, dass niemand, der hier aktiv ist, eine andere Hamsterart in Gruppen hält. Wenn du daran interessiert bist, findest du sicher auch noch einige Standpunkte dazu, auch immermal "zwischen" den Hamstergeschichten.
Bisher habe ich im Zusammenhang mit Gruppenhaltung nur von Campbell-Zwerghamstern gelesen, nur nebenbei, ohne gezielt zu dem Thema zu recherchieren.
Du schreibst, dass dich das Thema interessiert und du dich bereits durch verschiedene Quellen gelesen hast, magst du welche nennen oder dein (vorübergehendes) Fazit schreiben? Insbesondere interessiert mich das bezüglich Mittel- und Roborowski-Hamstern.

Hälst du selber Hamster?

Schönen Gruß
Julia
Die Sternchen Toby, Maiki :hamstergrins: und Pepino? --> hier klicken
"Ich werde ihn Schwibbel Schwabbel nennen und er wird mir gehören er wird mein kleiner Schwabbel sein"

cina

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3

Sonntag, 26. Dezember 2010, 23:05

Na ja, allein die Tatsache, dass man nur sehr wenig über geglückte Gruppenhaltungen liest, spricht ja für sich.
Abgesehen davon muss man sich ja nur mal die Notfälle anschauen, wie die Hamster aus Gruppenhaltung aussehen - in der Regel zerbissen!
Klar, es kann gut gehen. Man kann im Einzelfall auch Katzen und Vögel problemlos in einer Wohnung halten.
Genau so hatten wir einen Vogel, der sich nicht mit Artgenossen vertragen hat. Trotzdem würde ich pauschal sagen, dass alle Wellensittiche Schwarmtiere sind. Die Einzelfälle sind in der Masse der Haustiere eine verschwindend geringe Zahl.

Ich persönlich würde davon abraten, Hamster in Gruppen zu halten. Vor allem, weil diese Information nur das Geschäft der korrupten Tierhändler antreibt, die gerne zwei Hamster als Pärchen verkaufen, nur um Profit zu machen. Wenn man im Internet nun verbreitet, dass man diese Tiere in Gruppen halten kann, unterstützt das nur deren Machenschaften.

Es KANN klappen, man MUSS es aber nicht riskieren. So meine Meinung...
Die Halter die Campbell-Gruppen zu Hause haben sind sehr erfahren oder haben jemanden an der Seite, der sich damit bestens auskennt. Ich selber würde nie eine Gruppenhaltung probieren, weil ich das Risiko nicht eingehen möchte, dass es schief geht und ich dann Schuld habe, wenn einer oder mehrere der Hamster Verletzungen davon tragen. Dafür bin ich einfach noch viel zu unerfahren.
Dass diese Tiere sehr gut alleine klar kommen, sehe ich an meiner Kurzen. Sie sucht kaum Kontakt zum Menschen, ist meist lieber alleine und ich habe keinerlei Zweifel daran, dass sie so glücklich ist.

Die Hamster im natürlichen Umfeld zu untersuchen ist eine super Idee, nur schwer umzusetzen. Sie werden im Handel wohl für 0,99 bis 1,99€ eingekauft, da interessieren sich die (meisten) Verkäufer nicht dafür, ob das Tier auch so untergebracht wird, wie es dem natürlichen Umständen entsprechen würde. Demnach würde so eine aufwendige Untersuchung warscheinlich schwer zu finanzieren.


Zusammenfassend: Ich weiß von Fällen bei Campbellis, bei denen es super
klappt, würde aber bei der offensichtlichen "Negativbilanz" selber nie
versuchen, Gruppen zu halten. Mittelhamster sind meines Wissens nach
alle Einzelgänger.
Liebe Grüße von Nicole und Smilla :hamstergrins:
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Sini

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4

Sonntag, 26. Dezember 2010, 23:42

Ich habe bereits in verschiedenen Foren Threads eröffnet, immer unter dem gleichen Titel Sammlung von Erfahrungsberichten zur Gemeinschafthaltung der Phodopus Zwerghamster, so kann man die Berichte leicht ergoogeln. Da es auch in diesem Forum wohl einige Halter mit Gruppenerfahrung gibt werde ich den Fragebogen später auch hier einstellen.



Was Mittelhamster betrifft, so sind diese relativ gut erforscht, Rolf Gattermann hat sie sowohl in Syrien als auch in verschiedenen Experimenten untersucht. 70 Jahre Goldhamster in menschlicher Obhut – wie groß sind die Unterschiede zu seinen wildlebenden Verwandten?
Dain beschreibt er ab Seite 11 z.B. einen Versuch in dem eine Gruppe Goldhamster in einem Gewächshaus gehalten wurde. Goldhamster sind territoriale Tiere und versuchen, Artgenossen aus ihrem Revier zu vertreiben.
Das Einzelhaltung bei dieser Hamsterart angeraten ist, bezweifle ich nicht. In einer anderen Studie der Uni Bern gibt es eine interessante Anmerkung: Es wird überlegt, inwiefern die Haltung in einem Versuchsraum für die Hamster stressig ist. Schließlich kommunizieren sie auch über Töne die wir nicht hören können, riechen sich und müssen trotz eigener Gehege doch auf unnatürlich engem Raum zusammen leben.

Über Roborowskis und Chinesen habe ich bisher keine verlässliche Aussage gefunden.

Mit Campbells und Dsungaren hat sich die Wissenschaftlerin Katherine E. Wynne-Edwards intensiv beschäftigt. Eine ihrer Publikationen möchte ich hier kurz vorstellen:
Evolution of parental care in Phodopus: Conflict between adaptations for survival and adaptations for rapid reproduction.
Gibt man den Titel bei Googel ein findet man
unter den ersten Treffern auch die kostenlose Fulltext-Version des
Artikels, leider kann ich ihn nicht direkt verlinken.

Darin beschreibt sie, warum die Hamsterarten
durch unterschiedliche Umweltbedingungen in ihren Lebensräumen auch
unterschiedliches Sozialverhalten entwickelten. Während Campbellpaare
eine lebenslange Bindung eingehen vertreibt das Dsungarenweibchen das
Männchen vor der Geburt und zieht die Jungtiere alleine groß.




Eine sinngemäße Übersetzung der Zusammenfassung von Hallifaxi aus dem Hamsterboard:

Zitat

Eine Spezies, der Phodopus campbelli (Campbell Zwerghamster), wurde
ausgiebig als sozial-monogame Art untersucht, zudem zieht er seine
Jungen mit Hilfe beider Elternteile auf ; die andere Art, der Phodopus
sungorus (Dsungarischer Zwerghamster) zieht seine Jungen ohne
Unterstützung des Männchen s auf.

Das kalte, aride (mehr Verdunstung als Niederschlag, sprich
Niederschlagsmangel, trocken) Habitat (Lebensraum) welches für beide
Spezies zutrifft, hat die Körperform, Isolierung und Physiognomie (des
Hamsters) beeinflusst; diese Anpassung an das Klima erhöht die
Überlebensfähigkeit /Toleranz gegenüber niedrigen Temperaturen und der
limitierten Wasserverfügbarkeit.
Zudem sorgen die „Kleinkörperlichkeit“ und die stark von den
Jahreszeiten beeinflusste Umwelt zu der höchsten (bzw. übersetzt
„gestaucht, gepresst“) im Säugetierreich bekannten Reproduktionsrate und
frühen Fruchtbarkeit/Erwachsenwerdung.

Diese schnelle Reproduktion verstärkt den Bedarf an Wasser für die
Milchproduktion und führt zudem zu weiterem „Wassermangel“ (bzw.
körperlichen Stress durch Wasserknappheit) durch mütterliche
Hyperthermie (Überwärmung,) also den Verlust von Wärme.
So benötigt die rasche Fortpflanzung im Phodopus-Habitat eine
Hitzetoleranz und eine gute Wasserverfügbarkeit, welche im Konflikt zu
den Anpassungen für das Überleben stehen.

Im Lebensraum des Dsungaren ist Regen vorhersehbar und somit können die
Tiere (Mütter) in der Brutsaison/Zuchtsaison/Wurfsaison ihre Würfe
allein aufziehen.

Im Habitat des Campbells hingegen ist die Wasserversorgung mangelhaft,
deshalb ziehen hier beide Elternteile den Nachwuchs auf. Dafür lindert
die männliche Anwesenheit die Wärmeregulation/Thermoregulation und den
„Wasserstress“ des Weibchens.
Das Ergebnis hiervon ist eine erhöhte Überlebens- und Wachstumsrate der Jungen.
Ein Grund für die gemeinschaftliche Aufzucht liegt in der rauen Umwelt
des Campbells; ein anderer Grund ist die erforderliche Reduktion des
mütterlichen Wasserbedarfs.

Diese Ergebnisse bekräftigen, dass individuelle physiognomische
Grenzen, in Ergänzung zu Grenzen der Energieverfügbarkeit und der
Zeitinvestition, essentielle selektive Motoren (eigentlich „pressure“-
Druck, Drängen) der Evolution des Sozialverhaltens von Säugetieren sind.
Mein bisheriges Fazit was die Campbells betrifft?

Zunächst einmal scheint sowohl die Haltung in der gleichgeschlechtlichen Geschwistergruppe als auch die Haltung als Einzeltier nicht der natürlichen Lebensweise zu entsprechen.
Gruppenhaltung mit gleichgeschlechtlichen Tieren scheint jedoch unter geeigneten Bedingungerelativ oft zu funktionieren. Eine offensichtliche Negativbilanz wie sie oft beschrieben wird konnte ich nicht ausmachen.

Kastration ist auch ein Thema über das geredet werden sollte.

cina

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Sonntag, 26. Dezember 2010, 23:58

Das mit der Negativbilanz ist unglücklich ausgedrückt. Die meinte ich nicht im Bezug auf die Campbells, sondern generell. Ich verfolge hier und auf anderen Seiten die Notfälle und da is ja leider häufig Gruppenhaltung bei, die schlecht endet. Das meinte ich damit.

Den Experimenten stehe ich ehrlich gesagt sehr zwiegespalten gegenüber. Auf der einen Seite gebe ich dir vollkommen Recht, dass es wichtig ist, genau zu wissen, wie die Tiere zu halten sind, da das Wohl des Tieres immer an erster Stelle stehen sollte. Auf der anderen Seite stelle ich mir dann immer die Frage, was geschieht mit den Tieren aus dem Experiment, wenn dieses abgeschlossen ist und wie exakt sind die Ergebnisse von Experimenten. Es ist ja immer eine künstliche Umgebung, von daher bin ich mir nie sicher, ob das so verlässlich ist.
Abgesehen davon, dass der domestizierte Hamster sich bestimmt auch schon stark von seinen Artgenossen unterscheidet. Allein durch die viele Züchterei - oder irre ich mich da? Weißt du, ob es dazu auch Erkenntnisse gibt?
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Sini

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6

Montag, 27. Dezember 2010, 00:10

Inzwischen habe ich den Fragebogen auch hier eingestellt. Er soll dazu dienen, Gruppenhaltung und deren Gelingen/ Misslingen differenzierter zu betrachten.

Die meisten Laborhamster werden wie alle Versuchstiere nach den Testreihen getötet. Mit Peter Fritzsche (Uni Halle) hatte ich schon Mailkontakt, dort werden die Wildfangnachzuchten in der Regel nicht getötet.
Ich stehe Tierversuchen auch kritisch gegenüber, denke allerdings, das es der falsche Weg ist, wenn wir Verhaltensverusche nicht zum Vorteil unserer Heimtierhamster nutzen würden.

Das sich domnestizierte Hamster allerdings kaum von ihren wildlebenden Artgenossen unterscheiden wird in Gattermanns Publikation sehr deutlich. Bei Interesse rate ich dir, beide Publikationen zu lesen.

Domino455

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Montag, 27. Dezember 2010, 01:46

Hallo Sini, es ist schwierig sich über dieses Thema hier zu unterhalten. Jeder Versuch dieses in der Gefangenschaft auszuprobieren, kann sehr schnell zum Leid der Tiere sein. Sei es Leid durch körperlichen Verletzungen oder Leid durch Stress und Unterdrückung. Wir hier in unserem Tierschutzforum erleben an sehr vielen Tagen des Jahres wie Tiere unter so Versuchen oder einfach nur durch Unwissenheit unter Gruppenhaltung leiden. Wir haben nicht das Interesse soetwas zu Erforschen, wir haben das Interesse soetwas zu vermeiden zum Wohle des Tieres. Nicht das du meinst das es jetzt von mir Überheblich ist dieses zu schreiben, nein ich bin einer der Wenigen die Campbellhamster auch in Gruppen halten. Aber ich tue das nur weil ich viele Jahre Erfahrung mit dieser Hamsterart habe und weil ich es mir zutraue zu Beurteilen wann es dem Tier gut tut und wann es nur Stress ist. Ich würde keinem empfehlen dieses auf evtl. Kosten der Tiere zu versuchen und ich denke auch nicht das du hier im Forum viele finden wirst die sich für dieses Thema/Experiment interessieren. Wir sind daran Interessiert das Leid von den Hamstern abzuhalten und sind darauf bedacht ihnen ein möglich artgerechtes (sofern das in der Heimtierhaltung möglich ist) Zuhause zu bieten.
Tiere in der Heimtierhaltung können nicht für sich selbst entscheiden und sind dem Menschen völlig ausgeliefert. Der oberste Grundsatz einer jeden Hamsterhaltung und -zucht ist deshalb, verantwortungsvoll und stets im Sinne der Tiere zu handeln. Denn ein einmal geschaffenes Leben kann nicht zurück genommen werden.

Pamina

Hamsterfrau

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Zwerghamster: Dsungaren Jerry Maus und Herr Meier ganz fest im Herzen

Mittelhamster: Louis (früher: Philip) aus der HH ebenso fest im Herzen

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8

Montag, 27. Dezember 2010, 03:10

Ich denke auch, dass man mit unseren Hamstern nicht noch herumexperimentieren sollte, ob sie nun in Einzelhaltung glücklicher sind oder in Gruppenhaltung. Immerhin kommen viele der Tiere hier ja schon aus schlechter Haltung und haben üble Erfahrungen machen "dürfen" oder "müssen". Ich denke nur an den Fall mit den zerbissenen Goldhamstermädchen, an ausgesetzte Dsungaren und so weiter. Mal abgesehen davon, dass ich kaum glaube, dass man von einem Verhalten solch eines Notfellchens auf alle schließen kann. Immerhin haben diese Tierchen teils schon Höllen hinter sich und dürften auch entsprechend Verhaltensänderungen haben. Wollte man tatsächlich wissen, wie sich zum Beispiel Chinesen unter verschiedenen Umständen vertragen, dann müsste man probieren, wie sich unbelastete Tiere mit verschiedenen Bedingungen abfinden können. Also müsste man meiner Meinung nach auch solche Umgebungsbedingungen schaffen, wie sie wildlebende Chinesische Zwerghamster vorfinden. Und wer kann das schon? Die Hamster müssten sich auch völlig freiwillig ein neues, eigenes Gebiet suchen können. Und wie kann das in der Heimtierhaltung möglich sein? Ich glaube auch nicht, dass man unbedingt solche Experimente braucht. Man hat doch schon Beobachtungen gemacht, zum Beispiel dass Dsungaren durchaus in kalten Winternächten ihre Höhlen mit Mäusen zusammen benutzen und sich auch in Gruppen mit diesen Tieren zusammenkuscheln um sich Wärme zu geben. Dass aber auch diese Dsungaren im Frühjahr wieder zu Einzelgängern werden und ihr eigenes Territorium suchen. Bis es wieder Winter wird. Einige Zeit sind diese Zwerge also auch in der Lage, eine Gruppenhaltung zu akzeptieren. Nun ist es aber auch in meiner Wohnung im Winter nicht so kalt wie in Kasachstan. Warum um alles in der Welt sollte ich dann also Versuche starten, ob mein Dsungi sich nun damit wohlfühlt bzw. es akzeptiert oder nicht? Will ich meinem Tier überhaupt diesen Stress, ob er nun körperlich oder seelisch ist, zumuten oder nicht? Mein Herz jedenfalls würde auf jeden Fall verneinen. Hamster sind durchaus nicht unglücklich, wenn sie allein sind. Weder die verkuschelte Jerry war es noch Herr Meier. Jedenfalls hatte ich nicht den Eindruck. Selbst wenn ich versucht hätte, die beiden mit anderen Artgenossen zu vergesellschaften, wären das kaum natürliche Bedingungen gewesen. Weil sie die anderen nicht gekannt hätten. Wildlebende Hamster werden in eine Gemeinschaft geboren und kennen die anderen Hamster von Anfang an, ob das nun die Mutter ist, die Geschwister, oder der Artgenosse, der in der Nähe seine Höhle hat. Allein schon das wäre der erste Punkt, an dem ein Versuch zur Vergesellschaftung scheitern müsste.
Ich bin auch gegen Tierversuche, und das schließt die Verhaltensforschung mit ein. Es leben noch genügend wildlebende Hamster. Will man da wissen, wie sich die Tiere unter "normalen" Bedingungen verhalten, ja dann muss man nur eine anständige Ausrüstung und eine Fahrkarte kaufen. Und dann kann man beobachten. Es ist ja schön, wenn man alles unter wissenschaftlichen Bedingungen sieht und durchleuchtet. Und vielleicht würde es sogar Sinn machen, auch wenn ich denke, es ist besser für die Tiere, wenn man sich an das hält, was man sowieso in freier Wildbahn sieht. Und da leben Dsungis ja offensichtlich den größten Teil des Jahres, nämlich den temperaturmäßig günstigeren Teil, allein für sich. Mit unseren Heimtieren jetzt Versuche zu starten halten ich für gefährlich. Es kann gut gehen, es kann aber auch schief gehen. Im Labor mag Personal vorhanden sein, wenn Beissereien anfangen und ausarten, bei mir zu Hause ist keiner mehr, wenn ich arbeiten, einkaufen oder sonstwo außerhäuslich bin. Allein aus dem Grund denke ich, es ist gefährlich. Und man sollte es lassen.

Tina

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9

Montag, 27. Dezember 2010, 05:28

Zitat

Während Campbellpaare
eine lebenslange Bindung eingehen


Paare sind nicht gleichgeschlechtliche Gruppen, hieße
a) wir kastrieren jeden Bock oder
b) wir agieren entgegen des Tierschutzes und produzieren Nachwuchs...
~~~~~~
Es gibt nichts schöneres und erfüllenderes im Leben als einem Tier sein Lachen und seine Seele zurückzugeben und sich einzulassen auf das Abenteuer Tier mit Vergangenheit



"Komm essen wir Opa" - Satzzeichen retten Leben!

Tammy

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Montag, 27. Dezember 2010, 09:27

Ich bin der gleichen Meinung wie Pamina.
Warum versucht man das Verhalten der Hamster zu erforschen, in dem man sie alle zusammensperrt, wenn man das auch so zu normalden Bedingungen bei den freilebenden Hamstern sich anschauen kann ?
Ich finde mit soetwas sollte man nicht experimentieren !
Ich meine es kann gutgehen, aber die Gefahr wär mir trotzdem zu hoch dass etwas passiert.

Meiner Meinung nach ist das so wie mit der Haltung von Katzen, Hunden und Vögel in einem Haus.
Eigentlich ist das eine sehr heikle Sache diese drei Tierarten zusammen zu halten. Bei meinen Eltern hat das gut geklappt. Dort war der Vogel der Boss, danach kam die Katze und zum Schluss der Hund.
Das heißt aber noch lange nicht dass wenn es bei uns klappt, dass es auch bei anderen Tierbesitzern klappt. Und bevor die Tiere sich gegenseitig zerfleischen, oder man doch eines der Tiere wieder abgeben muss, lässt man es doch lieber bleiben.
Ganz liebe Grüße, eure Tammy :umarm:

Hamstigrüße von klein Mascarpone :love:
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Sini

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Montag, 27. Dezember 2010, 09:59

Domino, du schreibst, von Interesse an artgerechter Hamsterhaltung, ich glaube daran sind wir hier alle interessiert.
Ich zietiere mal die Wiki-Definition von artgerechter Haltung:

Zitat

Artgerechte Haltung bezeichnet eine Form der Tierhaltung,
die sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert und
auf die artspezifischen Verhaltensweisen der Tiere Rücksicht nimmt. So
versucht sie sich im Gegensatz zur konventionellen Haltung, beispielsweise der Massentierhaltung, an die Bedürfnisse der Tiere anzupassen und ihnen eine Existenz zu ermöglichen, die den angeborenen Eigenschaften und der ursprünglichen Lebensweise nahe kommt.
Für mich entspricht die Einzelhaltung eines sozialen Tieres (Campbells) nicht der natürlichen Lebensweise und ich bin daran interessiert über dieses Thema zu diskutieren weil auch ich Leid von diesen Tieren fernhalten möchte.


Pamina, ich bin mir nicht sicher, ob du mein Anliegen richtig verstanden hast. Ich möchte mein Wissen was das Sozialverhalten angeht erweitern indem ich aus den Erfahrungen anderer lerne und eine Diskussion auf Fakten beruhend starte.
Bei diesem Thema werden Vermutungen, Meinungen und Fakten recht wild durcheinandergeworfen, da weiß hinterher macnhmal keiner mehr wie fundiert eine Aussage ist.

Du schreibst über das Verhalten der Dsuangeren in freier Natur, könntest du mir dazu bitte die Quelle nennen? Ich bin immer froh, wenn ich dazulernen kann.

Obwohl ich schon seit Jahren Hamster halte, würde ich nie behaupten, ich könne erkennen ob mein Hamster glücklich ist. Man kann Hamster Zufriedenheit oder Unzufriedenheit nicht direkt ansehen und sie können leider nicht mit uns kommunizieren um ihre Wünsche zu äußern. Deswegen verushce ich ja, herauszufinden welche Haltungsart für welchen Hamster die richtige ist.

Zwerghamster (Phodopus sungorus) wurden in der Forschung als Depressionsmodelle genutzt. Einfach ein Paar aus Männchen und Weibchen trennen, schon erhält man ein depressives Hamsterchen. Evaluation of a proposed hamster separation model of depression.

Tina, mag sein, das du aus der Erkentniss so ein krasses Fazit ziehst, ich halte die bisherige Lösung
"Also machen wir es uns einfach, bezeichnen alle Einzeltiere als zufrieden und halten alle alleine" jedoch auch nicht für das Optimum.

Nochmal, bitte meine Einleitung oben nicht vergessen: Ich will nicht zu Tierversuchen anstiften, ich will Wissen sammeln und diskutieren, mehr nicht.

Tammy, sowohl Gattermann (Goldhamster) als auch Wynne-Edwards (Campbells und Dsungaren) haben die Tiere in ihrer Heimat besucht und beobachtet, sowie Beobachtungen anderer Forscher gesammelt. Hast du die Publikationen gelesen?

Tammy

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Montag, 27. Dezember 2010, 10:43

Hallo Sini,

ja vielleicht hast du Recht und man könnte unter meinem Beitrag soetwas wie "Thema verfehlt" schreiben :whistling:

Ich habe Berichte gelesen, in denen Forscher schreiben dass einige Zwerghamsterarten für einen gewissen Zeitraum zusammenleben, sich dann aber wieder trennen, oder manchmal auch ihr Leben zusammenbleiben.
Also müsste man ja eigentlich für zwei Hamster dann ein so großes Gehege bauen , dass beide sich aus dem Weg gehen können wenn sie wirklich getrennte Wege gehen möchten.
Ich stelle mir das alles sehr schwierig vor.

Leider können wir ja nicht mit unserem Hamster kommunizieren und ihn fragen was er schöner finden würde ,
wie du schon sagtest :nzwink:
Ganz liebe Grüße, eure Tammy :umarm:

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-Andreas Tenzer-

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Montag, 27. Dezember 2010, 10:51

Achso
Was mir Sorgen machen würde wäre,
wenn es irgendwann feststeht dass man einige Zwerghamsterarten nur in Gruppen halten sollte,
könnte es sein dass Zooläden diese zb in Gruppenhaltung verkaufen , an Menschen die sich falsch beraten lassen, und dann diese Gruppe in einen viel zu engen Käfig sperrt .
Da wäre dann das Leid der Tiere schon vorprogrammiert . )):
Ganz liebe Grüße, eure Tammy :umarm:

Hamstigrüße von klein Mascarpone :love:
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-Andreas Tenzer-

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Montag, 27. Dezember 2010, 10:54

Wie schon öfter erwähnt bin ich an allen wissenschaftlichen Berichten zum Thema interessiert.
Ich finde es gut, wenn ihr auch erzählt was ihr bisher zum Verhalten in freier Natur gelesen habt. Es wäre es nett, wenn ihr in diesem Thread die Titel der Publikationen oder Bücher nennt damit man auch recherchieren kann.

Emotionale Diskussionen zum Sozialverhalten gibts leider schon mehr als genug, die bassieren oft aus Meinungen, Vermutungen und Gerüchten "vom Hörensagen". Deswegen würde ich mir eine sachliche Diskussion wünschen die auf Fakten beruht.


Tammy, ich denke es wird immer Menschen geben die sich gedankenlos Tiere anschaffen und Tiere die unter falschen Haltungsbedingungen leiden.

Ich sehe eine Aufgabe des Tierschutzes nicht nur darin, Tiere aus schlechter Haltung zu retten. Es gehört auch präventive Arbeit dazu, wie die eigenen Haltungsvorraussetzungen immer wieder kritisch zu hinterfragen, zu verbessern und aufzuklären.

Das Halter das Thema Gruppenhaltung auch in den falschen Hals bekommen könnten, ist für mich kein Grund, zu verschweigen das es auch Hamster gibt die Sozialkontakte anscheinend brauchen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sini« (27. Dezember 2010, 11:24)


Astrid & Maiki

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15

Montag, 27. Dezember 2010, 12:25

Hallo Sini,

nachdem ich dir in deinem anderen Thread zum Erfahrungsaustausch geschrieben habe, möchte ich mich auch an dieser Stelle dazu äußern.

Gruppenhaltung ist ein sehr sensibles Thema, weil es oft auf Kosten der Tiere geht.
Ich selbst halte eine Campbell-Gruppe und gehöre zu den "Exoten".
Meine Beiden sind Wurfgeschwister und waren auch die friedlichsten Babies dieses Wurfes.
Die anderen beiden Schwestern mussten schon früher von der Mutter und meinen Beiden getrennt werden, weil sie anfingen zu stänkern.
Ich habe Juli und Avril im Alter von 7 Wochen übernommen.
Eigentlich sollten die Beiden gar nicht zusammen wohnen. Ich hatte für jede ein eigenes Gehege eingerichtet.
Nach einer getrennten Nacht habe ich beide zusammen in den Auslauf gesetzt, weil ich das Gefühl hatte, dass sie einzeln nicht wirklich glücklich waren.
Habe mich lange mit einer erfahrenen Campbell-Halterin unterhalten um sicher zu gehen, dass ich das Richtige tue.
Juli und Avril leben jetzt seit Anfang Juli bei mir. Da ich viel Zeit habe, um mich mit meinen Hamstern zu beschäftigen, denke ich, dass es die richtige Entscheidung war, die Beiden zusammen zu lassen.

In meinem Nagerzimmer leben außer den Zwergen noch 5 Mittelhamster.
Ich finde es interessant, wie die Mittelhamster miteinander kommunizieren.
Das kann ich meistens dann beobachten, wenn eines der Weibchen rollig ist.
Dann hängen sie auch an den Lüftungsgittern und versuchen Kontakt zu dem Anderen aufzunehmen.

Der Auslauf wird von allen Hamstern genutzt (nacheinander...).
Dort wird fleißig markiert, um die Duftmarken der anderen zu überdecken.
Ich denke, dass das ein natürliches Verhalten ist, da auch in der Natur mal ein Hamster durch das Revier eines Anderen streift.

In der Heimtierhaltung kann man nur versuchen, den Tieren ein einigermaßen artgerechtes Leben zu ermöglichen. Die Natur können wir leider nicht "nachbauen".

Viele Grüße
Astrid und die nordhessischen Fellnasen


Domino455

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16

Montag, 27. Dezember 2010, 12:56

Hallo Sini sicherlich ist so ein Thema interessant, aber eine öffentliche Diskussion könnte unerfahrene Hamsterhalter schnell dazu anstiften es auszuprobieren. Das ist es ja was mir hier Sorgen macht, ich selbst habe schon einen toten Dsungaren gesehen dem ein anderer das halbe Gesicht aufgefressen hatte. Wenn es dich wirklich so sehr interresiert dann fände ich es besser wenn du so etwas mit den anderen vielleicht per PN oder Mail diskutierst. Nicht das ich gegen Diskussionen bin, nein meine Angst ist nur das irgendwelche Hamster nun hinter verschlossenen Türen als Versuchsobjekte herhalten müssen. Das alles aus falsch Verstandenen Interesse, ich glaube dir das es dich nicht praktisch interessiert aber es könnte bei anderen eine Versuchsinteresse ausrufen.
Ich kann dir gerne meine Erfahrungen in der Gruppenhaltung bei Campbellhamstern per PN mitteilen, denn bei Campbellhamstern ist es meiner Meinung nach als einzigsten Hamsterart bedingt möglich.
Wenn du also hieran Interesse hast, kannst du mir gerne per PN Fragen stellen. Du kannst dir auch gerne mal bei mir Campbellhamster in der Gruppe ansehen, aber auch ich mußte schon öfters Gruppen trennen oder einzelne nicht soziale Tiere aus einer Gruppe nehmen.
Ich finde so Themen auch sehr interessant, würde aber nie auf Kosten der Tiere hier etwas ausprobieren.
Tiere in der Heimtierhaltung können nicht für sich selbst entscheiden und sind dem Menschen völlig ausgeliefert. Der oberste Grundsatz einer jeden Hamsterhaltung und -zucht ist deshalb, verantwortungsvoll und stets im Sinne der Tiere zu handeln. Denn ein einmal geschaffenes Leben kann nicht zurück genommen werden.

ruru

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17

Montag, 27. Dezember 2010, 14:50

Hallo Sini, diese Diskussion ist sicherlich an dieser Stelle der falsche Ort. Ausserdem kannst Du ruhig selbst im Internet recherchieren und nicht die Mitglieder für diese Zwecke missbrauchen. Deine Art und Weise das Thema aufzugreifen missfällt mir sehr und ich sehe nicht, dass Du in irgendeiner Weise einen guten Bezug zu Tieren hast. Rein wissenschaftliche Betrachtung zeigt mir: kein Herz für Tiere. Für Forschungszwecke der Gruppenhaltung von Hamstern diese in Gefangenschaft zu beobachten wäre nach meiner Einschätzung total unsinnig. Beobachtungen in freier Wildbahn wäre natürlich mit hohen Kosten verbunden, aber der richtige Weg.
Aber zurück zum Ursprung. Im Forum werden Hamsterneulinge durch Deine "Diskussion" nur verunsichert. Die Mitglieder der Hamsterhilfe investieren eine Menge Zeit, Geduld und Überzeugungskraft, um eine einigermaßen sinnvolle Haltung für Hamster zu erreichen. Mit Diskussionen die Du anregst macht man sicher einiges wieder zunichte. Diskutieren lieber anderersorts. Das ist mein Meinung.

Viele Grüße
ruru
Viele Grüße
Ruth


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18

Montag, 27. Dezember 2010, 16:45

Zitat

Tina, mag sein, das du aus der Erkentniss so ein krasses Fazit ziehst, ich halte die bisherige Lösung
"Also machen wir es uns einfach, bezeichnen alle Einzeltiere als zufrieden und halten alle alleine" jedoch auch nicht für das Optimum.


Warum "krasses Fazit"? Nenne mir einen anderen Weg. Eine gleichgeschlechtliche Haltung von Tieren die in Paarhaltung leben halte ich für nicht artgerecht und im Falle des Hamsters für gefährlich. Demzufolge gibt es keine andere Alternative als die von mir weiter oben beschrieben...??!!!
~~~~~~
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19

Montag, 27. Dezember 2010, 19:58

Ich respektiere die Anweisung von Domenik und ziehe mich aus der Diskussion zurück.

Abschließend möchte ich sagen, dass meine Grundidee wohl Missverstanden wurde, es ging mir nie darum, Haltungsbedingungen für Hamster zu verschlechtern oder den Hamstern Schaden zuzufügen. Ich wollte Denkanstöße geben und Ideen sammeln, auch um später meine Zwerghamster evtl. nach neustem Wissenstand halten zu können.

Die Diskussion wollte ich öffentlich führen weil ich dachte, es sei besonders im Sinne des Tierschutzes, sich für artgerechte Haltung einzusetzen. Exoten wie Zwerghamster sind kaum erforscht, ich denke nicht, das die Art der Haltung wie sie heute praktiziert wird, unbedingt in 20 Jahren noch als "Richtig" angesehen wird. Man vergleiche nur was sich in den letzten Jahren in Punkten wie Käfiggröße- und Ausstattung getan hat.

Silke H.

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20

Montag, 27. Dezember 2010, 20:09

Zitat

Tina, mag sein, das du aus der Erkentniss so ein krasses Fazit ziehst, ich halte die bisherige Lösung
"Also machen wir es uns einfach, bezeichnen alle Einzeltiere als zufrieden und halten alle alleine" jedoch auch nicht für das Optimum.

Also ganz ehrlich Sini, ich glaube nicht, dass die Hamsterhilfe es sich "einfach" macht. Die Hamsterhilfe vermittelt Tiere nicht umsonst in Einzelhaltung. In ihrer Arbeit steckt viel Arbeit und jahrelange Erfahrung. Im Übrigen habe ich bei meiner Recherche nicht sehr viele Berichte über Gruppenhaltung von Hamster gefunden, spricht das nicht für sich??? Und das dies ganz schnell nach hinten losgehen kann, hat die Hamsterhilfe ja auch schon oft erlebt!!! ;(
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21

Montag, 27. Dezember 2010, 20:16

Du kannst wie schon angeboten gerne per PN nachfragen was ich für Erfahrungen bei Campbellhamstern habe und dir auch jederzeit ein eigenes Bild davon machen. Meine Bedenken waren halt nur das so etwas schnell mal zu Versuchen führen kann, damit meinte ich nicht bei dir. Ich möchte bei den Hamstern auch immer alles genau wissen und ergründen und kann dich hier verstehen. Fordere doch einfach User auf dir wie schon gesagt dir ihre Erfahrungen per PN mitzuteilen.
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22

Montag, 27. Dezember 2010, 20:18

Hallo,

ich finde das Thema auch sehr spannend und wichtig!
Warum wird denn bei fast allen anderen Tieren wirklich stark auf Gruppenhaltung geachtet, trotz großer Probleme.
Und ich denke, wenn einige Zwerghamster wirklich Gruppentiere sind, dann müssen sie auch so gehalten werden.
Die Konsequenzen wären dann wie Tina schon gesagt hat Kastration oder unverantwortliche Vermehrerei!
Für mich bliebe nun deshalb nur die Kastration als Möglichkeit.
Bei anderen Kleinnagern ist dies schon jetzt normal!
Männliche Lemminge haben kaum eine Chance artgerecht als Heimtier zu leben, außer als Kastrat!!!
Auch bei Mäusen ist eine Kastration üblich!
Also, warum dann nicht bei Hamstern?

Zwerghamster leben wohl nicht in Gruppen, wie Meerschweinchen oder Mäuse, sondern als Paar (Männchen + Weibchen) zusammen.
Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass eine gleichgeschlechtliche Gruppenhaltung bei Zwerghamstern auch deswegen oft nicht klappt!

Einen weiteren Grund für die Annahme, dass Zwerghamster besser solitär leben, ist denke ich eine zu geringe Gehegegröße.
Diebrain und einige Studien der Uni Bern (http://www.hamsterinfo.de/magazin/hamste…gr%C3%B6%C3%9Fe) lassen den Schluss zu, dass Hamster mehr als die angegebenen Mindestmaße von 100x40/80x50 benötigen.
Oft werden Zwerghamster aber auch noch viel viel kleiner Gehalten und dies endet oft tödlich!
Wenn man nun überlegt, dass 100x40 schon für einen Hamster zu klein ist und bei Gruppen oft empfohlen wird, die Einrichtung doppelt anzubieten und sich die Hamster auch einmal aus dem Weg gehen sollten.....Naja dann wundert mich der Schluss, dass Zwerge nicht zusammen gehalten werden sollten nicht!

Mein Fazit:
1. Zwerghamster sollten nicht kategorisch als Einzelgänger dargestellt werden! Es ist jedoch, so lange noch keine besseren Haltungsanforderungen definiert sind (wissenschaftlich oder durch mehrere positive Erfahrungen), notwendig, dass Zwerge weiterhin einzeln vermittelt werden!
Das sollte auf jeden Fall (besonders an Anfänger und jüngere Halter) unmissverstädlich so weitergegeben werden!!!
2. In der Natur sind Zwerghamster wohl keine Gruppentiere, sondern Paartiere und leben nicht (bzw. ausschließlich in Notsituationen wie kalten Winter) in großen Gruppen zusammen. Eine natürliche und artgerechte Haltungsform ist also ausschließich Paare (also jeweils 1 Männchen + 1 Weibchen).
Damit nicht (ungewollter) Nachwuchs entsteht muss das Männchen auf jeden Fall kastriert werden!
3. Wenn Zwerghamster in Paaren gehalten werden brauchen sie ein großes Gehege (>1m²), viele Verstecke und Häuser, sowie einen großen Tiefstreubereich zum Buddeln. Damit es nicht zu Streitigkeiten kommt sollte das Futter im Gehege verstreut werden (und nicht im Fressnapf angeboten werden) und die wichtigen Einrichtungsgegenstände doppelt anzubieten (2 Laufräder & Häuser).
4. Mangels Erfahrungen z.B. bei der Kastration und Vergesellschaftung von Zwerghamstern müssen Vergleiche mit anderen Kleinnagern gemacht werden. Dadurch bekommt man neue Einblicke und Denkweisen, die auch die Tabuisierung z.B. der Kastration von Hamstern erneuern.
Natürlich sind die Ergebnisse nicht 1:1 auf Hamster übertragbar, aber ich denke dennoch, dass dies einen wesentlichen Impuls geben kann und muss!

"Es gibt bei Zwerghamstern keine optimale Lösung für eine tiergerechte Gruppenzusammensetzung, wenn nicht gezüchtet werden soll. Einzelhaltung ist jedoch auch nicht tiergerecht." (http://www.tierschutz.com/publikationen/…werghamster.pdf )
Aber: Zum Wohle der Tiere sollte Leid von ihnen ferngehalten werden und so lange nicht fest steht, wie man Zwerghamster erfolgreich artgerecht hält, sollten sie weiterhin alleine leben (dürfen). Diese Haltungsform sollte jedoch (so wie Sini es tut) immer wieder zum Wohle der Tiere nach neuen Erkenntnissen hinterfragt werden um zu versuchen Lösungen für eine wirklich artgerechte Haltung als Paar, jedoch ohne die Gefährdung der Hamster, zu finden!

Meine Quellen (die ich noch so im Kopf habe):
http://ratfrett.jimdo.com/
http://igfh.wordpress.com/2010/09/05/505/
http://www.terrahamster.de/Terrahamster/…aarhaltung.html
http://www.rodent-info.net/campbell_zwer…sozialverhalten
http://www.rodent-info.net/dsungarischer…nschaftshaltung
http://www.tierschutz.com/publikationen/…werghamster.pdf

LG Esther
Liebe Grüße von Esther und den Fellpopos

Sei du selbst die Veränderung ,die du in der Welt sehen willst!
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23

Montag, 27. Dezember 2010, 20:30

Ein sehr schöner Beitrag der im Grunde meine Meinung widerspiegelt. Die Haltung gleichgeschlechtlicher Gruppen ist folglich vergleichbar mit Einzelhaltung --> vielleicht nicht falsch aber grds. auch nicht richtig und zudem gefährlich wenn man zu langsam ist. ...
~~~~~~
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24

Freitag, 14. Januar 2011, 20:51

Berechtigte Anfrage von Sini

Ich finde, Sini hat hier eine berechtigte Diskussion anregen wollen.
Mir leuchtet aber auch ein, warum es so schwierig ist, dieses Thema aufleben zu lassen.
Eine Flut von armen Hamsterbabys mit elender Zukunft könnte die Folge sein.
Doch tabuisiert man das Thema, kommt es am Ende zu heimlichen Experimenten, was natürlich niemand zuzugeben wagt.
Außerdem könnte eine ehrliche Bestandaufnahme zu der Erkenntnis führen, Hamstern schlussendlich in keinem Fall gerecht werden zu können.
Deshalb habe ich mich zu offenen Worten entschieden. Denn es ist nun einmal so, dass ich etliche Versuche startete, die ich nicht mehr untenehmen würde und vielleicht erspart es manchem Hamster ja die Eigenversuche seines Halters, denn auch ich habe damals hauptsächlich damit begonnen, weil ich bemerkte, dass die Dsungaren keine solchen Einzelgänger sind, wie man ihnen nachsagt.

Ich habe jahrelang erst Mittelhamster, später Dsungaren gezüchtet – und dann damit aufgehört, als ich Begriff, was die Leute mit falsch definierter Tierliebe und purem Unwissen für ein Elend über ihre Schützlinge bringen. Mittlerweile bin ich für mich persönlich sogar zu der Einstellung gelangt, überhaupt kein Tier mehr halten zu wollen, denn eigentlich gehören sie in die Natur, die wir nie nachahmen können. Wer weiß schon, wie sehr so ein Hamster vermisst, was ihm natürlicherweise geboten würde. Trotzdem habe ich noch immer drei Dsungaren bei mir.

Durch langjährige Erfahrung und sorgfältige Haltung kann ich hier mitteilen:
Niemals einen Mittelhamster vergesellschaften. Männchen wie Weibchen erkämpfen sich ihre Einzelgängerschaft, sobald der Nestgeruch dem Geruch der Geschlechtsreife weicht.
Der Versuch der Gruppenhaltung (gleichgeschlechtlich) ist ebenso zum Scheitern verurteilt, wie der Versuch der Paarhaltung. Egal, wie kuschelig und friedlich sich die Jungtiere zuvor verhalten haben. Das gilt auch ohne Ausnahme für Geschwisterkinder. Egal, ob man sie bewusst auf kleinem Raum zusammenhält (was im übrigen Tierquälerei ist, auch wenn der Erfolg sich einstellen würde) , oder ob man sie in einem weitläufigem Gehege mit bester Ausstattung – alles doppelt, viel Spielangebot, reichlich Futter – leben lässt.

Bei Dsungaren sieht das etwas anders aus.
Vorneweg: Niemals gleichgeschlechtlich halten. Selbst Nestgeschwister, egal ob Männchen oder Weibchen, beginnen irgendwann zu beißen. Leider scheint der Versuch der Gruppenhaltung oftmals gelungen, denn sie leben bis zu 6 Monaten zusammen, wenn ihnen kein eigenes Reich geboten wird. Spätestens nach 6 Monaten – meistens eher – kommt es aber nach meiner Erfahrung zu erbitterten Kämpfen. Und auch vorher, mit etwa 3 Monaten, macht sich verstärkte Aggression bemerkbar. Die Tiere sind sichtlich gestresst, bis es unweigerlich zu handfesten Beißereien kommt.
Ich habe meinen Gruppen–Dsungies nach deutlichen Misserfolgen selbst die Wahl gelassen, indem ich ihnen die Möglichkeit bot, während des Freilaufes einen eigenen Bau zu beziehen. Sie nutzten diese Chance schon, wenn sie erst ein paar Wochen alt waren – je nach Temperament schon mit 6–8 Wochen, andere brauchen etwas länger, aber nach drei Monaten waren sie alle umgezogen.

Allerdings muss ich sagen: Paarweise zeigen die meisten Dsungaren ein enormes Sozialverhalten.
Ich habe nur ein einziges Männchen erlebt, das lieber wieder seine Freiheit vorzog und kein einziges Weibchen, das der Gemeinschaft entkommen wollte.
Entgegen aller Hinweise diesbezüglich, blieben die Männchen auch nach der Geburt dabei.
Manche Männchen verbleiben sogar mit im Nest.
In anderen Fällen ziehen sie es vor, ein wenig Abstand zu nehmen.
Meistens sind es aber die Weibchen, die das bestimmen – dulden oder ins Nebenhaus verscheuchen.
Ich habe nie erlebt, dass das Paar sich gänzlich trennen wollte. (Große Gehege: 100x50x50 mit ebenso großer Etage:!!).
Die Männchen kehrten in allen Fällen aus dem Freilauf zurück und die Weibchen zeigten keine Einwände.
Manche Paare sind sichtlich eng miteinander verbunden und „verwaisen“, wenn der Partner stirbt. Andere Paare leben eher lose nebeneinander und zeigen sich nicht beeinträchtigt, wenn sie alleine weiterleben.
Ein Weibchen vergraulte seinen Partner, als dieser sehr gebrechlich und inkontinent wurde. Sie biss aber nicht zu, sondern piepte ihn plötzlich ständig nervtötend an und entzog ihm das Nestmaterial, egal, wie viel ich ihnen zusteckte. Ich musste ihm Asyl bieten und er verstarb drei Wochen später..
Die Männchen dagegen lebten allesamt geduldig neben alten Partnerinnen und benahmen sich rücksichtsvoll (übernahmen die Nestpflege, schleppten Futter an)

Aber: Und jetzt kommt der dicke Haken: Wird ein Weibchen mehr als 2x hintereinander schwanger, ist es anschließend nervlich nur noch ein Wrack und kann auch körperlich trotz bester Ernährung ausmergeln. Es bleibt dauerhaft hypernervös und entweder sehr aggressiv oder über die Maßen scheu, – in beiden Fällen auf Männchen nur noch sehr schlecht zu sprechen.
Das bedeutet in verantwortlicher Haltung: Die Weibchen müssen vor der ersten Niederkunft vom Männchen getrennt werden, brauchen mindestens drei Monate Ruhe, nachdem die Brut aus dem Haus ist, bevor sie wieder schwanger werden usw.… usw.
War ein Weibchen drei Mal schwanger und ist es über ein Jahr alt, wird es dann in der Regel nicht mehr schwanger und ich habe etliche Paare auf diese Weise zusammengehalten. Aber manche Mädels brachten dann doch noch einmal Junge zur Welt. Also auch darauf kein Verlass. Und heute muss ich sagen: Ein Junges abzugeben kann für das Tier großes Unglück bedeuten!!!! Es wäre in vielen Fällen besser nicht geboren – die Hamsterhilfe kann ein trauriges Lied davon singen.
Da das Mindestmaß für Nagerunterbringungen (80x50) auch dann im Grund zu klein ist, wenn die Tiere zusätzlichen Auslauf bekommen, braucht man also sehr viel Platz und Geld, wenn man sich ein Paar halten will und erzeugt in jedem Fall Nachwuchs. „Mein“ stärkster Wurf betrug 9 Junge.
Ich bin überzeugt: „Meine“ Zwergenpärchen waren glücklicher, als in Einzelhaltung. Das war nicht zu übersehen.
Dennoch waren sie immer wieder getrennt, um das Weibchen nicht um den Verstand und die Gesundheit zu bringen.
Und der Nachwuchs ging in fremde Hände – wer weiß, was diesen süßen Fellnasen widerfahren ist. Welchen Preis mussten sie für das Glück ihrer Eltern zahlen?
Ich halte meine Dsungies nun nur noch einzeln.
Doch das macht mich auch nicht wirklich froh und so werde ich damit aufhören, einem Tier meine Liebe anzutun.
Manchmal träume ich davon, meine Fellnasen in die Heimat zu fliegen.
Sie dürften den Wind erschnuppern, unendliche Strecken zurücklegen– und dabei wirklich Veränderung wahrnehmen, Bauten anlegen, Bindungen unter natürlichen Bedingungen eingehen, ….und nachts würden sie seelig davon träumen, dass sich endlich alles so anfühlt, wie es ihr Hamstersein ihnen seit jeher einflüstert. Sie würden im Alter nicht an ihren Gebrechen gepflegt, sondern beizeiten, wenn ihre Gesundheit nachlässt, mit einem Happ verspeist sein. Eine göttliche Vorsorge, die manchem ausgedehntem Leid zuvorkommt.

Bleibt die Frage: Wie klappt die Verpaarung wohl in Freiheit? Kein Weibchen wird sich schwängern lassen, bis es den Verstand verliert und womöglich ausmergelt. Diese Frauen sind verdammt wehrhaft, wenn es darauf ankommt und geben in der Gefangenschaft gegenüber dem Männchen stets den Ton an. Das Männchen kuscht bereitwillig. Nur gegen das Besteigen verwehren die Damen sich kaum. Drücken höchstens mal den Popo auf den Boden, wenn das Männchen seine dollen fünf Minuten übertreibt.
Ich denke, die Jahreszeiten spielen da in Freiheit eine bedeutende Rolle. Die Tiere haben möglicherweise einen Zyklus, bestimmt durch Temperatureinflüsse, und sind während der kältesten Wochen und Monate gar nicht fruchtbar. Eine Geburtenregelung, die in Gefangenschaft ausfällt. Nichts, was der Mensch nachahmen will gelingt so perfekt, wie die Natur das hinbekommt.
Übrigens riechen die Männchen nach Popkorn – wirklich, es riecht wie auf der Kirmes, Kinobude oder so – richtig stark nach frischem, gesüßtem Popkorn, wenn die Männchen ihrer Sexualität nachkommen möchten. Egal, ob sie mit dem Weibchen zusammenwohnen, oder es einfach nur mit im Zimmer anwesend ist. Können sie kein Weibchen erschnuppern, kommt dieser Geruch nicht auf - werden sie also wohl auch nicht „heiß“.
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen können, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken können.

liloba

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25

Sonntag, 16. Januar 2011, 20:00

@peka
Wie kommst du darauf, bei Hamstern fände in der Natur eine Geburtenregelung statt?
Hast du darüber etwas gelesen, erfahren – oder ist das eine Vermutung?
Könntest du mir die Quelle nennen, oder falls es eine persönliche Vermutung ist, noch etwas genauer werden?
Liebe Grüße von liloba und Fellpopos :dsungi: :dsungi: :dsungi: :dsungi:


Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch - nicht Erbarmen, Gerechtigkeit sind wir ihnen schuldig.
(Schopenhauer)

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26

Montag, 17. Januar 2011, 08:18

Ich denke, ein Beitrag wie der letzte von peka ist mutig und wichtig, damit nicht aus Unwissenheit immer wieder die gleichen Fehler zum Leidwesen der Tiere gemacht werden.

Wenn man aber bedenkt, dass 30 oder 40 Jahre alte Leitfäden zur Hamsterhaltung inhaltlich gewiss nicht deckungsgleich sind mit "modernen" Erkenntnissen, wie sie etwa von der HH umgesetzt werden, oder dass ganz allgemein im Bereich der Wissenschaft dominierende Persönlichkeiten mitunter kraft ihrer Autorität das Meinungsbild derart prägen, dass abweichende - aber möglicherweise dennoch richtige - Thesen keine Chance haben, gehört zu werden, ist es sicherlich nicht verkehrt, als sicher angesehene "Wahrheiten" von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand zu stellen. Soweit Sini dies beabsichtigt hat, finde ich es in Ordnung, weil es vom Ansatz her auf das Wohl des Tieres zielt. Munteres Herumexperimentieren wäre dadurch natürlich in keiner Weise gerechtfertigt.

Dass z.B. Mittelhamster nicht in Gruppenhaltung gehören, dürfte nicht zur Diskussion stehen. Bei Zwerghamstern kenne ich mich nicht aus. Auf einen Punkt, der in der Diskussion hier und da aufkommt, möchte ich noch näher eingehen, ausgehend von diesem Zitat:

Doch das macht mich auch nicht wirklich froh und so werde ich damit aufhören, einem Tier meine Liebe anzutun.
Manchmal träume ich davon, meine Fellnasen in die Heimat zu fliegen.
Sie dürften den Wind erschnuppern, unendliche Strecken zurücklegen und dabei wirklich Veränderung wahrnehmen, Bauten anlegen, Bindungen unter natürlichen Bedingungen eingehen, und nachts würden sie seelig davon träumen, dass sich endlich alles so anfühlt, wie es ihr Hamstersein ihnen seit jeher einflüstert. Sie würden im Alter nicht an ihren Gebrechen gepflegt, sondern beizeiten, wenn ihre Gesundheit nachlässt, mit einem Happ verspeist sein. Eine göttliche Vorsorge, die manchem ausgedehntem Leid zuvorkommt.

Der darin zum Schluss geäußerte, bemerkenswerte Gedanke, ob zu einer artgerechten Tierhaltung nicht auch ein artgerechter - um nicht zu sagen würdevoller - Tod gehören könnte, ist mir auch schon gekommen. Davon ausgehend scheint es mir jedoch angebracht, sich darüber klar zu werden, was wir gemäß allgemeinem Konsens mit dem viel zitierten Begriff der "artgerechten Haltung" eigentlich meinen, und was diesen von einer gewissermaßen "naturäquivalenten" Haltung unterscheidet.

Artgerechte Tierhaltung hat mit einem Leben in freier Wildbahn so viel zu tun wie Rainer Calmund mit einem entsagungsreichen Lebenswandel. Das Leben in freier Wildbahn wird allzu oft romantisch verklärt und quasi als paradiesisch angesehen, soweit die Natur nur möglichst unangetastet ist. Das Gegenteil ist der Fall! Das Paradies ist nicht draußen in der freien Natur zu finden, sondern weit eher in einer perfekt umgesetzten, kontrollierten "artgerechten Haltung". (Man erinnere sich nur, dass der Garten Eden so etwas wie ein wohlbehüteter Cluburlaub mit Rundum-Sorglos-Paket auf begrenztem Areal gewesen ist mit dem einzigen Haken, dass es da so einen Platzwart mit gewissen Ansprüchen gab...)

Artgerechte Haltung - sei es nun im Heimtier- oder Zoobereich - heißt, dass wir dem Tier möglichst all das bieten, was es erstens lebensnotwendig braucht (das richtige Futter, Wasser, Behausung, Klima) und was es zweitens zu seinem Wohlergehen benötigt (Umgebung, Platz zur Entfaltung, soziale Kontakte mit Artgenossen etc.). Schädliche Einflüsse versuchen wir nach Kräften fernzuhalten. Und eine Vermehrung wird nur dann zugelassen, wenn sie zu Zuchtzwecken ausdrücklich gewünscht ist. Dies stellt natürlich eine dem Tier auferlegte Beschränkung dar, die allerdings nicht ohne die Gegenleistung weitestgehender Sorgenfreiheit ist.

Die "freie Natur" erlegt weitaus umfassendere Beschränkungen auf: es gibt natürliche Barrieren und Fallen, aus denen ein Tier sich nicht aus eigener Kraft befreien kann; Es gibt giftige Pflanzen, die man sich besser nicht einverleiben sollte; es gibt Nahrungskonkurrenten und Witterungseinflüsse (Dürre, Überschwemmung etc.), die die Lebensgrundlage schmälern oder gar vernichten; und sofern man nicht in der Nahrungskette ganz oben steht, gibt es Feinde, die einen selbst gern als Mittagessen haben würden. Und da, wo die Natur vielleicht nicht mehr ganz so unberührt ist, gibt es noch den Menschen, der einen womöglich als Schädling betrachtet. Oder eben auch als potentielles Mittagessen...

Zudem stellt "artgerechte Haltung" einen allgemeinen, eben auf die Tierart bezogenen Rahmen dar. Das Individuum stellt u.U. noch ganz eigene Ansprüche, denen man als Tierhalter gerecht werden sollte. Im Sinne artgerechter Haltung verlangt beispielsweise die HH richtigerweise regelmäßigen Auslauf für die vermittelten Hamster; dennoch gibt es einzelne Hamster, die gar nicht scharf auf Auslauf sind. Und wenn ich unserer Coco etwa einen quasi maßgeschneiderten Kletterturm gebaut habe, hat das mit artgerechter Hamsterhaltung nicht das Geringste zu tun - jedoch glaube und hoffe ich, dass ich damit Cocos individuellen Bedürfnissen gerecht werde.

Dass ein Tier eigentlich in seine angestammte Umgebung gehört, steht selbstverständlich außer Frage. Doch die verantwortungsbewusste Heimtierhaltung ist gewiss nicht generell abzulehnen. Es wird auch oft übersehen, dass Tiere - in den Grenzen, die ihre Art zulässt - Anpassungsfähigkeit besitzen. Leider können wir unser Haustier nicht fragen, was ihm lieber wäre: der "Goldene Käfig" oder die riskante Freiheit. Wenn man wie peka aus guten Gründen zu dem Schluss kommt, keine Tiere mehr halten zu wollen, ist das gewiss eine respektable Entscheidung. Den Notfellchen, die in einer Organisation wie der HH auf ihren eigenen "Goldenen Käfig" warten, ist damit jedoch in keiner Weise geholfen. Sie sind nun einmal hier und überdies in ihrer Heimat bedroht, so dass wir wohl kaum ein Flugzeug chartern und sie in den Nahen Osten ausfliegen wollen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ConkerTheSquirrel« (17. Januar 2011, 08:32)


peka

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27

Montag, 17. Januar 2011, 23:58

Hallo liloba,
Leider habe ich in dieser Richtung über Zwerghamster noch nie etwas gelesen. Bei anderen Tierarten funktioniert so etwas aber bekanntlich (Temperatur und Lichteinfluss). Wenn es dich interessiert:
Es wäre denkbar, dass die Weibchen in der Natur lediglich in den Sommermonaten – von etwa Anfang Juni bis Ende August – empfänglich sind, weil in ihrem natürlichen Lebensraum ja sehr lange Kälte herrscht – möglich, dass die Funktion der Vermehrung nach der Winterpause vielleicht allmählich einsetzt, sie haben noch Zeit, sich wieder tüchtig was anzufuttern und dann geht es los: Drei Wochen tragen, werfen, nach 4 weiteren Wochen bereits den 2. Wurf zur Welt bringen, einen dritten hinterher – und schon ist die Zeit der Fruchtbarkeit wieder vorbei – der Zyklus stellt sich auf Winter ein, die Hamster sammeln was das Zeug hält für den Winter…Monate der Winterruhe beginnen…
Das würde sich auch mit meiner Beobachtung decken, dass ein Weibchen in seinem Leben 3x schwanger wird, danach aber nicht mehr – bis auf wenige Ausnahmen.
Warum sie die aufeinander folgenden Aufzuchten natürlicherweise verkraften – davon gehe ich aus, denn die Natur regelt so was eigentlich ganz gut –, in Gefangenschaft aber zu stark darunter leiden, liegt vielleicht an dem Zusammenspiel weiterer Faktoren. Zum Beispiel dem, dass ein Weibchen, wenn es im Frühjahr zum ersten Mal schwanger wird, eine sehr lange Phase der Ruhe hinter sich hat.
Die Weibchen aus diesem 1. Wurf können in der Saison noch maximal zweimal schwanger werden, profitieren dafür von einer dick gefutterten, ausgeruhten Mama. Die Weibchen aus dem 2. Wurf haben schon eine etwas angegriffene Mutter, bekommen in der Saison aber selbst nur noch einen Wurf. Die Weibchen aus dem letzten Wurf bekommen selbst keine Kinder in der Saison und starten erst im Alter von etwa 9 Monaten, nach langer Ruhephase in die Schwangerschaften.
Das ganze würde Sinn machen, weil die Hamster in kurzer Zeit möglichst viele Junge kriegen müssen, da der Rest des Jahres dazu ungeeignet ist.
Darüber hinaus finden die Muttertiere in der Natur vielleicht besondere Kräuter, die sie beruhigen und stärken. Das wäre typisch für unsere wohldurchdachte Natur, und tatsächlich finden sich in diesen Gebieten in den kurzen Sommermonaten viele wertvolle Kräuter und Samen. Von frischem Obst, Kleingetier und Getreide ganz abgesehen. Wir können den Speiseplan nachahmen, aber ob nicht etwas ganz Entscheidendes fehlt??? Ich gehe davon aus.
Außerdem können die Weibchen nach einer Zeit der intensiven Brutpflege von 1–2 Wochen für längere Zeit das Nest verlassen und draußen herumstromern, um ihr Futter zu sammeln und Abstand von dem zunehmend quirligen Nachwuchs zu bekommen, was sie sicher viel besser stärkt, als die eingeschränkten Möglichkeiten der Bewegung im Käfig und Auslauf – in Raumluft anstelle von reichlich mit Sauerstoff gesättigter Luft und mit wenig Abstand zu den Jungtieren.
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen können, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken können.

peka

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28

Dienstag, 18. Januar 2011, 00:40

...und noch:

So viel ich weiß, ist ein Kletterturm schon irgendwie artgerecht – wenn der Hamster von oben in ihn hineinplumpsen kann. Das imitiert das Schlüpfen in seine Fallröhren, die er in freier Natur anlegt.
Ich denke auch: freie Wildbahn ist keineswegs romantisch . Das Leben dort ist kein Zuckerschlecken. Aber spannend. Und erfüllend, wenn alles so läuft, wie es in die Kreatur gelegt wurde.
Ich hoffe (wünsche) immer, meine Hamster fühlen sich einfach nur wohl. Ich lasse sie ihr Futter suchen, stelle überall im „Laufzimmer“ interessante Kisten mit Sand, Kräutern etc auf, in die man durch Laufröhren und dann kleine Einschlüpfe einbrechen kann…und irgendwie haben sie es schon richtig gut. Aber im Grunde ist das im Gegensatz zu dem Abenteuer, das das Leben ihnen bieten würde, doch nur imitierter Firlefanz. Diese Tiere können dem Ruf, dem zu folgen sie geboren sind, nur sehr begrenzt nachkommen und wir wissen nicht, in wie weit sie das verstimmt. Ob sie sich leicht abfinden/umstellen. Ob sie die Obhut genießen/ nicht missen wollte – oder einen ständigen Drang verspüren, endlich den Ort zu erreichen, an dem sie ihrem Ruf/Instinkt folgen können. Wir können sie nicht fragen und nur alles tun, damit es ihnen wenigstens augenscheinlich gut geht.
Die sozialen Kontakte kann man allerdings gerade nicht bieten – nicht bei Tieren, die sich dadurch ständig vermehren. Und diese winzigen Tiere zu kastrieren, ist leider viel zu gefährlich für sie. Ich fände eine Sterilisation ohnehin humaner, als zu kastrieren, aber diese kleinen Samenstränge sind wahrscheinlich viel zu winzig, um sie zu durchtrennen – und auch da eine gefährliche Betäubung von Nöten. Sehr schade.
Ich persönlich würde mich wahrscheinlich eher fürs Aussterben entscheiden, wenn ich die Wahl hätte, als unter einer völlig fremden Spezies – isoliert von meiner eigenen Art – verwöhnt zu werden, ohne meine Familie und die Möglichkeit, dem nachzugehen, was für mich den Sinn meines Lebens ausmacht. Aber das ist bei Menschen wahrscheinlich auch viel komplizierter…und manchem würde durchaus Vollpension, Zimmerservice und ein Fernseher genügen ;)
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29

Donnerstag, 20. Januar 2011, 09:42

Hallo zusammen!

Rein interessehalber: mich würde mal folgender Aspekt des Sozialverhaltens unserer Hausgenossen interessieren, wobei ich mich als Halter von bisher 4 Goldhamsterdamen (nacheinander) speziell an diejenigen Hamsterliebhaber wende, zu deren Haushalt mehrere Mittelhamster (selbstverständlich jeweils in Einzelhaltung, aber eben gleichzeitig und in einem Raum) gehören:

In diversen Beiträgen - etwa in den Hamstergeschichten - wird immer wieder beschrieben, dass die gleichzeitige Haltung mehrerer Hamster in übereinander/nebeneinander angeordneten Gehegen/Käfigen eine positiv anregende Wirkung auf die kleinen Gesellen hat. Etwa dadurch, dass manch ein scheues, zurückgezogenes :geist:-Hamstermännchen angesichts einer neuen, feschen Nachbarin ganz plötzlich unerwartetes Geltungsbewusstsein an den Tag legt und mutig unter Beweis stellt, was für ein toller Kerl er doch ist... :pfeifen:

Dies wundert natürlich erstmal in keinster Weise; wenn eine Spezies ihr Einzelgängertum derart kultivieren würde, dass sie sogar die der Arterhaltung dienenden Kontakte mit Artgenossen meiden würde, wäre sie logischerweise längst ausgestorben.

Aber an den Tagen, an denen das Weibchen nicht rollig ist, oder in den Fällen, wo Männchen neben Männchen bzw. Weibchen neben Weibchen wohnt, wäre ich jedoch eigentlich ganz unbedarft davon ausgegangen, dass die nahe Anwesenheit eines oder mehrerer Artgenossen eher nachteilig auf die allgemeine Stimmungslage unserer kleinen Einzelgänger wirkt. Dabei setze ich voraus, dass die Tiere über Geräuschs- und Geruchswahrnehmung selbst dann mitbekommen, dass sich Artgenossen in unmittelbarer Nähe befinden, wenn Blickkontakte - genau wie selbstverständlich die direkte Begegnung - ausgeschlossen sind. Daneben gibt es gewiss auch Fälle, wo die Tiere von Gehege zu Gehege oder vom Gehege in den Auslauf durchaus auch Blickkontakt haben.

Jedoch scheint in der Praxis eher das Gegenteil der Fall zu sein. Vielleicht entstehen Probleme nur dann, wenn sich die Tiere tatsächlich "ins Gehege" kommen und somit ernste Interessenkonflikte aufkommen würden. Oder gibt es auch Fälle, wo z.B. zwei Gehege/Käfige in getrennten Räumen aufgestellt werden mussten, weil ständig "dicke Luft" herrschte?

Oft ist es ja auch gängige Praxis, dass sich mehrere Tiere - zeitlich gestaffelt, versteht sich - denselben Auslauf teilen. Auch hier entnehme ich den Schilderungen, dass dies allenfalls im positiven Sinne anregend wirkt und die Neugier anstachelt, hätte jedoch eher Probleme erwartet.

Wie gesagt, aufgrund der Tatsache, dass bei uns immer nur ein Hamster gleichzeitig hofiert wurde, hat sich diese Frage hier nie gestellt. Lediglich eine Beobachtung (die aber äußerst spekulativ und nicht nachweisbar ist) könnte evtl. in diese Richtung gehen: unsere ersten drei Hamsterdamen fühlten sich beim "kleinen Auslauf" auf dem Sofa immer sehr wohl; Cocos Vorgängerin Fritzi hatte dabei die Angewohnheit, exzessiv zu markieren. Coco mochte dann etwa ein Dreivierteljahr lang (!) das Sofa überhaupt nicht leiden, markierte teilweise auch recht heftig und hätte aber vor allem liebend gerne den Sofabezug aufgeschlitzt. Erst vor etwa einem halben Jahr hat das allmählich aufgehört.

Meine vielleicht gewagte Hypothese ging dahin, dass sich Fritzis Duftmoleküle in den (Synthetik-)Fasern evtl. besser und länger halten konnten als anderswo und Coco sich dadurch veranlasst gefühlt haben mag, den Platzhirsch rauszukehren; im Auslaufzimmer haben wir so etwas nicht beobachtet, Cocos berühmte Angriffen auf die Fußleisten standen jedenfalls in keinem erkennbaren Zusammenhang mit Fritzis beliebtesten Markierpunkten. Bekannt ist mir lediglich eine ähnliche Beobachtung von Larissa und Fredo (Radieschen/Eurobummler).

Martina und Josie

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30

Donnerstag, 20. Januar 2011, 20:55

Hallo Benno,
da fühle ich mich doch glatt stellvertretend für meine Hamster angesprochen :D .

Harry (Mh) zog ja als erster hier ein und durfte 5 Monate lang als verwöhntes Einzelkind hier leben. Ein sehr schüchterner kleiner Mann! Im Auslauf schlief oder döste er meist in der Buddelbox, nur wenn Josie oder ich uns dazu gesellten wurde er aktiv.Er wohnte bis dato in Josies Zimmer.

5 Monate später kam Sir Lancelot (Mh).
Harry zog ins Wohnzimmer um und Sir Lancelot zu Josie. Die ersten Tage hier war Sir L. sehr aktiv und stand gegen 20 Uhr auf. Im Laufe einiger Tage nahm das aber immer mehr ab und er wurde zum Geisterhamster... Die Geschichte ist ja einigen bekannt.

Beide nutzten den gleichen Auslauf.
Plötzlich stand Harry immer etwas früher und wollte raus (gegen 20 Uhr- 21 Uhr). Im Auslauf war er sehr aktiv... keine kleine Schnarchnase mehr :nettnein: .
Es wurde markiert was das Zeug hält. :D
Da Sir L. nicht jeden Tag Auslauf bekam (wegen des späten Aufstehens), war Harry an den Tagen, wenn Sir L. nicht am abend vor ihm Auslauf hatte, deutlich inaktiver.

Anfang September zogen beide Herren in ein Doppelstock EB hier im Wohnzimmer.

Bei Harry zeigte sich keine Veränderung seines Verhaltens, die ich auf Sir L. zurückführen kann.
Sir L. stand jedoch auf einmal früher auf (gegen 22.30- 23 Uhr)! Ob das nun alleine an Harry lag, oder das er sich im EB sicherer fühlte als im Terra, weiß ich nicht.

4 Wochen gingen ins Land.... und dann...

... dann kam Trulla. :D

Beide Herren waren ab dem ersten Tag wie ausgewechselt. Deutlich forscher im Gehege unterwegs und Auslauf wurde richtig gehend gefordert! Meine Männer hibbelig und aktiv... Ich konnte es nicht glauben.
Die Aufstehzeiten wurden bei beiden 2-3 Stunden früher!

An den rolligen Tagen ist hier sehr viel los. Sir L. und Trulla z.B. kommunizieren via Zwitscherlaute miteinander. Das ist allerliebst :love: .
Am Tag nach der Rolligkeit ist Trulla weniger aktiv und geht sehr früh schlafen. Meine Männer laufen dann etwas irritiert durchs Gehege und wundern sich warum heute kein Duft in der Luft liegt. :D
Am 3. Tag ist hier alles sehr gemäßigt, aber immer noch mit Aktivität verbunden.
Am 4. Tag... gehts dann wieder von vorne los....

In den letzten 4 Wochen habe ich jedoch nichts mehr von Trullas Rolligkeit mitbekommen. Seit dem sind hier alle Tage wie der 3. Tag.
Ob das nun mit der Jahreszeit zusammen hängt :nixw: .. keine Ahnung.

Mein Fazit für "meine" Hamster:
Die Mischhaltung tut ihnen sichtlich gut. Trulla kann ich zwar nicht beurteilen, aberr ich weiß auf jeden Fall das es ihr gut geht.
Meine Herren sind aus Ihrer Lethargie gerissen worden und wuseln nun, wie es sich für Hamster gehört, eifrig herum.

Ich würde, falls nichts anderes mich davon abhalten würde, nur noch mehrere Hamster "zusammen halten".
Die "Gegenwart" eines Artgenossen, ausserhalb des eigenen Territoriums, hat hier sehr anregend gewirkt.

Lieber Gruß Martina
Luciana :hlaugh:
Winston :hgrins:
Louis :htongue:

Mein Harry Schatz, Sir Lancelot, Elijah, Trulla, Bings und Bandit tief im Herzen :trauer6:

Korazon

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31

Donnerstag, 20. Januar 2011, 21:05

Huhu :)
auch ich kann hier nur bestätigen das die gemischte Haltung allen gut tut :D und das obwohl ich vorher extrem spektisch war.
Bis Tilda hier einzog hab ich eigentlich dafür gesorgt das die Nasen ausser wenn Auslaufzeit ist keinen Sichtkontakt haben.
Als Tilda einzog blieb nichts anderes mehr über, sie wohnt neben Mephisto, die beiden können sich durchs Gitter sehen und flirten nun Abends immer miteinander..... immer so 10-15 minuten dann gehen beide ihren alltäglichen Beschäftigungen nach.
Ausser Zoe stehen alle hier im Wohnzimmer normalerweise vor 21 Uhr auf, sie markieren und untersuchen den Auslauf sehr ausgiebig.
Das einzig nervige, und das ist auch für uns KGs anstrengender als für die Hamster, ist die Kommunikation von Bax und Meph wenn der jeweils andere in den Auslauf will... dann geht lautstarkes gequicke los.... das könnt ihr euch dann vorstellen wie euer Quitscheentchen in der Badewanne...sowohl von der Tonlage als auch von der Lautstärke :).
Meine Mädels sind trotzdem "nur" alle vier Tage rollig und völlig normal drauf.
Was mir an der Gemischthaltung auffällt ist das alle wesentlich aktiver und auch aufgeschlossener, neugieriger sind.
Alles in allem fällt mir nix negatives ein :).
The Original "Chaoshausen"


2009-2011, ich werde euch NIE vergessen!!!!!

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ConkerTheSquirrel

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32

Freitag, 21. Januar 2011, 08:55

Martine und Anika,

Danke schonmal für Eure sehr aufschlussreichen Antworten! :danke:

Trotz Auslauf kommt ja in der Heimtierhaltung schnell mal Langeweile für die Tierchen auf. Gut zu wissen, dass trotz der Unmöglichkeit einer Gruppenhaltung durch diese Art der Mischhaltung ein "Aufpeppen" der Lebensqualität ohne nennenswerte negative Aspekte erzielt werden kann.

da fühle ich mich doch glatt stellvertretend für meine Hamster angesprochen
Speziell das, was ich aus Harrys, Sir L's und Trullas Threads schon wusste, zusammen mit einigen anderen Infos (etwa der verliebte Mr. Kane!) hat natürlich zu meiner Frage geführt. Einige Details waren mir aber noch neu, also nochmal Danke für Deine ausführliche Schilderung! Und obwohl es eigentlich nicht zum Thema gehört:

Trullas Verhalten am Tag nach der Rolligkeit ist identisch mit dem von Fritzi, deren 4-Tages-Zyklus aktivitätsmäßig sehr ausgeprägt war. Mich wundert jedoch, dass Trulla sich in den letzten Wochen anders verhält. Fritzi hat ihr 4-Tage-Aktivitätsprogramm mit der Präzision eines Uhrwerks durchgezogen, bis die GBE sie im 23. Lebensmonat übermannt hat. Das ging also weit über die "Hormonumstellung" hinaus, von der hier im Forum gelegentlich zu lesen war und die so im Alter von etwas über einem Jahr statfinden soll.

Unserer schwarzen Diva ist hingegen nur mit einem "Logbuch" beizukommen, das ich seit Oktober führe. Das Auf und Ab ihrer Aktivität wirkt unregelmäßig, aber immerhin liegen Cocos seltene Deckstarre-Ereignisse bisher allesamt in einem 4-Tages-Raster! Mit viel gutem Willen und etwas Fantasie lassen sich die interpolierten Tage der Rolligkeit mit einer gewissen Tendenz zu gehobener Aktivität oder gar Randalebereitschaft und der nachfolgende Tag mit einer Tendenz zu verminderter Aktivität korrelieren.

Das einzig nervige, und das ist auch für uns KGs anstrengender als für die Hamster, ist die Kommunikation von Bax und Meph wenn der jeweils andere in den Auslauf will... dann geht lautstarkes gequicke los.... das könnt ihr euch dann vorstellen wie euer Quitscheentchen in der Badewanne...sowohl von der Tonlage als auch von der Lautstärke
Klasse! :thumbsup: Hier muss ich erneut Fritzi ins Spiel bringen: an den rolligen Tagen ist sie immer besonders bewegungsfreudig und rastlos im Auslauf unterwegs gewesen und hat dabei fleißig Quietschentchen gespielt :love:. Manchmal nur zwei, drei Laute, manchmal ging das aber auch über mehr als eine Stunde, mit gelegentlichen Pausen und einem Intensitätsspektrum von sehr leise bis richtig laut. Das war einerseits für uns äußerst spaßig; andererseits tat es einem aber auch richtig leid, dass wir Fritzi versagen mussten, dem Ruf der Natur zu folgen (bzw. dass keine Hamstermännchen da waren, die Fritzis Rufen hätten folgen können... :D )

DupMim

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33

Freitag, 21. Januar 2011, 17:55

Huhu,

ich hab alles durchgelesen und finde den Thread sehr interessant. :)

Aber in mir ist da so eine Frage aufgekommen: Männliche Hybriden (die man ja nicht züchten sollte, ich meine Notfelle) können ja keinen Nachwuchs bekommen (hab ich gelesen, stimmt das?).
Könnte man also ohne die Gefahr, Jungen zu bekommen, es mit einem Weibchen gesellschaften, sofern sie sich mögen? :)

Anmerkung: Ich bekomme zwar einen Hybriden, aber ich würde das natürlich nicht ausprobieren, da ich dazu viel u unerfahren bin und für ein Weibchen (falls sie sich streiten) kein weiteres Gehege zur Verfügung hätte!

LG

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34

Freitag, 21. Januar 2011, 18:07

Hallo DupMim,

mit Hybriden sollte man nie züchten.
Meiner Meinung nach, sollte man das auch mit allen anderen Hamsterarten unterlassen.
Zur Zucht gehören wirklich gute Kenntnisse in Genetik.
Außerdem gibt es so viele Notfellchen, die auf ein neues Zuhause warten.

Hybriden sind auch zeugungsfähig.
Demzufolge wäre es fatal, wenn du ein Hybridenmännchen mit einem Weibchen zusammen setzt.
Innerhalb kürzester Zeit würden viele Babys entstehen.
Hamster sollte man auch nicht vergesellschaften, das geht so gut wie immer schief.
Erfolgreiche Gruppenhaltung funktioniert wenn auch nur mit Wurfgeschwistern. Und selbst da ist es immer ein Risiko.

Ich spreche da aus Erfahrung, da ich gerade einen privaten Notfall übernommen habe, wo das Weibchen jetzt ihren dritten Wurf in Folge aufzieht. (Das sind auch Hybriden)

Viele Grüße
Astrid und die nordhessischen Fellnasen


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35

Freitag, 21. Januar 2011, 18:52

Zitat


Hamster sollte man auch nicht vergesellschaften, das geht so gut wie immer schief.
Erfolgreiche Gruppenhaltung funktioniert wenn auch nur mit Wurfgeschwistern. Und selbst da ist es immer ein Risiko.


Viele Grüße
Huhu,
Dann hast du den Thread nicht gelesen. ;)

Aber ich bin mir sehr sicher! Erst dadurch, dass männliche Hybriden nicht fruchtbar sind, hat man doch erst erkannt, dass Dsungare und Campbells unterschiedliche Arten sind.

LG

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36

Freitag, 21. Januar 2011, 19:12

Hallo Michelle,

wenn du nichts genaues weißt und kein Experte/Züchter bist, dann verbreite bitte doch kein Halbwissen.
Die meißten Dsungaren sind Hybriden.
Wirklich artreine Dsungaren sind sehr selten (es gibt wenige Züchter, deren Zuchtziel die artreinheit von Dsungis ist!)
Wenn nun also Hybriden unfruchbar wären, dann gäbe es wohl hier in der Vermittlung kaum noch Dsungis/Hybriden!
Die Gene von Hybriden sind oft "Fehlerhaft", sodass es zu Gendefekten und teilweise dem Tod der Jungtiere kommt!
Vielleicht sind einige davon auch unfruchtbar!
Die meißten leider nciht, denn sonst hätte sich das Problem der Zooladen- /Kinderzimmerschwangerschaft bei Dsungis erledigt!

Außerdem darf man sowieso nicht von DEM HYBRID sprechen, denn Hybriden können vollkommen unterschiedlich sein!
Alleine die Färbung gibt dir darüber augenscheinlich auskunft, wie aber die Gene sind, kann ja niemand sehen!
Liebe Grüße von Esther und den Fellpopos

Sei du selbst die Veränderung ,die du in der Welt sehen willst!
Mahatma Gandhi

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37

Freitag, 21. Januar 2011, 19:18

Hallo DupMim,

bitte wirf mir nicht vor, dass ich diesen Thread nicht gelesen hätte.
Ich beschäftige mich sehr intensiv mit dieser Thematik.
Du kennst mich nicht und auch nicht mein in den letzen Jahren erworbenes Fachwissen.

Dieser Thread sollte ein sachlicher Austausch sein, um die Bedürfnisse unserer Hamster besser verstehen zu lernen.
Durch unqualifizierte Äußerungen werden weniger erfahrene Hamsterhalter nur verunsichert.

Nenn mir doch bitte mal die Quelle, woher du dein Wissen hast, denn ich möchte immer gern etwas dazu lernen.

Gruß
Astrid und die nordhessischen Fellnasen


Esther

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38

Freitag, 21. Januar 2011, 19:37

Hallo Astrid,

hier gibt es eine Quelle einer Dsungi-Züchterin über die Hybridenproblematik:
"[...]die Unwissenheit vieler Züchter, führte zur Vermischung der beiden Zwerghamsterarten. Die einen erkannten nicht, dass sie zwei unterschiedliche Arten miteinander verpaarten, die anderen taten dies, um beim dsungarischen Zwerghamster eine größere Farbvielfalt zu erzielen. Ganz so einfach stellte sich die Kreuzung der beiden Arten aber nicht heraus: Haarlose Zwerghamster mit zu großen Augen und Ohren, krummen Wirbelsäulen und diversen krankhaften Veränderungen wie Nierenprobleme waren das Resultat. Bei der direkten Verpaarung zwischen Campbell und Dsungare kamen oft unfruchtbare Tiere heraus. Dennoch gelang es Züchtern, mit den Hybriden – so werden Kreuzungen aus Dsungaren und Campbells genannt – weiterzuzüchten, in dem sie sie mit artreinen Dsungaren immer wieder verpaarten, bis optisch fast nur die Campbellfarbe übrig blieb, das Tier selbst aber aussah, wie ein Dsungare."
http://www.dsungare.de/hybrid.html
Liebe Grüße von Esther und den Fellpopos

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39

Samstag, 22. Januar 2011, 12:42

Hallo Esther,

erst mal Danke für diese Quellenangabe. Die Internetseite kannte ich allerdings schon.
Es ging mir um die Quelle, wo die pauschale Aussage getroffen wurde, dass ALLE Hybriden unfruchtbar sind.
Denn das kann definitiv nicht stimmen, denn es gibt mittlerweile nur noch wenige artreine Dschungaren.
Die Problematik der Genschäden ist mir bekannt, auch dass zum Teil unfruchtbare Tiere entstehen.
Die von dir angegebene Quelle beweist ja eigentlich, dass Hybriden auch fruchtbar sind, denn sonst wäre die Rückkreuzung von einer Campbell-Farbe auf Dschungaren-Aussehen nicht möglich.

Ich habe hier momentan die Folgen eines sehr fruchtbaren Hybriden sitzen.
Deswegen rege ich mich über solche pauschalisierten Aussagen auf.
Solche Thesen können katastrophale Auswirkungen haben.

Viele Grüße
Astrid und die nordhessischen Fellnasen


Esther

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40

Samstag, 22. Januar 2011, 13:21

Hallo,

Ich habe das ganze gestern eben mal gegoogelt und dies war die einzige relativ seriöse Quelle, dass es eine Fruchtbarkeitsproblematik bei Hybriden-Hamstern gibt!
Ich habe ja genau deine Meinung!
Ich verfolge auch schon ein wenig deinen Zwergen-Thread mit und ich mein, da sieht man doch wirklich, was verdammt noch mal mit Hybriden (Campbells/Dsungis und wie auch immer genau der genetische Code ist) und generell mit falscher Haltung/gewolltem oder ungewolltem Nachwuchs passieren kann.
So schnell kannst du garnicht gucken und hast sehr sehr viele Babies da...
Und das bei teilweise einem trächtigem Weibchen aus dem Zoohandel!
Es wäre wirklich super, wenn alle Hybriden unfruchtbar wären, denn dann gäbe es ja kaum ungewollte Zwergenbabies und die Hamsterhilfen und Tierheime hätten nicht so viele Notfellchen!
Leider ist dem ja nicht so, denn auch unseriöse Vermehrer können nur mit potenten Hamstern weiter vermehren!

Ich kenne es nur auch aus dem großen Hamsterforum, dass einfach Meinungen und Thesen irgendwo aufgeschnappt werden, manchmal auch mit dem Stille-Post-Prinzip, dann nochmal im anderen Kontext weitergegeben werden und so dann etwas eben wie hier geschrieben wird...
Oft wird ja auch als Argument, wenn jemand vorhat seine Hamster bräuchten Babys, genannt, dass Hybriden eben problematisch sind und evtl. ist so diese Meinung z.B. auf Basis oben genannter Quelle irgendwann mal entstanden...
Ein Forum lebt vom Meinungs- und Erfahrungsaustausch, aber jeder sollte nach bestem Wissen und Gewissen Wahrheiten schreiben!
Mit "ich hab mal gehört..", "ich glaube zu wissen..." kann man bei solchen Themen einfach nicht argumentieren!
Schnell kann das jemand falsch auffassen und auch so weitergeben und durch einen falschen Satz hier werden wieder neue Hybriden geboren, aus Versehen und Unwissenheit!
Liebe Grüße von Esther und den Fellpopos

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