Päppeln von Hamstern

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Wenn Hamster durch eine Erkrankung zu viel an Gewicht verlieren oder sehr geschwächt sind, ist es eventuell nötig zu päppeln.
Nur mit tierärztlicher Rücksprache!
Dabei ist zu beachten: Wenn der Hamster nur Brei frisst, nutzen sich die Zähne nicht mehr richtig ab. Daher müssen die Zähne regelmäßig kontrolliert und eventuell vom Tierarzt gekürzt werden!
Eine Zwangsernährung sollte nur auf tierärztliche Anweisung und Erklärung erfolgen.

Geeignete Päppelnahrung:
Päppelbrei sollte immer genug Flüssigkeit enthalten, damit er erstens besser zu verfüttern ist und zweitens wird so auch genügend Flüssigkeit dem Tier zugefügt. Daher vor der Fütterung auch immer ausreichend lange quellen lassen.
Generell ist es empfehlenswert, sich an den Bestandteilen des normalen Hamsterfutters zu orientieren und davon vorwiegend hochkalorische Bestandteile zu wählen.
Aus den folgenden Sachen können Päppelbreie hergestellt werden. Dabei muss man testen, was vom Hamster gut gefressen wird.
Es empfiehlt sich stets breiige und gemahlene Bestandteile zu mischen.

  • Babybrei im Gläschen (Karotte, Pastinake, Gemüseallerlei, pures Rind- oder Hähnchenfleisch, ohne Gewürze), Obstbrei belastet den Darm stärker und ist nicht geeignet
  • geriebener Apfel/gemuste Banane (nicht für Zwerghamster!)
  • Schmelzflocken (mit Wasser angerührt)
  • Quark und Joghurt 3,5%(nicht bei Antibiotika Behandlung)
  • Katzen-Aufzuchtmilch (nicht bei Antibiotika Behandlung)
  • 7-Korn-Brei (von Milupa)
  • feine Haferflocken oder andere Getreideflocken
  • Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Nüsse (gemahlen)
  • Eifutter Complet Exotic (z.B. von Birdsandmore.de)
  • gemahlene Mehlwürmer/Gammarus

käufliche Breimischungen (sollten idealerweise mit Gemüsebrei und gemahlenem Getreide gemischt werden):

  • Aufbaubrei von Rodipet.de
  • Herbi Care Plus
  • Critical Care
  • Royal Canin Convalescence Support

Nahrungsergänzungsmittel, die nach Absprache mit dem Tierarzt dem Päppelbrei zugefügt werden können:

  • Vitakombex (Vitamine)
  • Bioserin
  • Elugan oder Sab Simplex (bei Magen-Darm Problemen)

 

Wann und wie Päppel ich?

Verliert der Hamster an Gewicht oder verweigert die Nahrungsaufnahme, sollte grundsätzlich ein Tierarzt aufgesucht werden.
Meistens steckt hier eine ernste und lebensbedrohende Erkrankung dahinter.

Zusätzlich zu einer tierärztlichen und medikamentösen Behandlung kann es allerdings sinnvoll sein, den Hamster zu päppeln.

Es gibt hier zwei Varianten.
Einmal das Zufüttern einer Päppelbreimischung in einem zusätzlichen Schälchen, wenn der Hamster selbständig frisst.
Dies ist Gewichtsabnahmen oder zur Gewichtsstabilisierung bei einer Erkrankung sinnvoll.
Auch bei alten Tieren oder Zahnproblemen kann es sinnvoll sein zusätzlich Brei anzubieten, da dieser leichter aufgenommen werden kann und zusätzlich für Energie sorgt.

Die zweite Variante ist die Zwangsernährung, wenn das Tier zu schwach ist um selbst noch Nahrung aufzunehmen oder die Nahrungsaufnahme komplett verweigert.
Diese Variante ist nur zu wählen, wenn der Hamster gar keine Nahrung mehr selbständig aufnimmt und andernfalls zu verhungern droht.
Zwangsernährung darf nur in enger Absprache und nach genauer Anleitung durch den Tierarzt durchgeführt werden.

Das direkte Päppeln ins Mäulchen kann mit einer Pipette oder einer kleinen Spritze (Ohne Nadel!) erfolgen.
Wichtig ist, dass nur kleine Mengen nacheinander ins Mäulchen gegeben werden, damit der Hamster Zeit zum Kauen und Schlucken hat. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass keine Flüssigkeit oder Nahrung in die Luftröhre kommt.

Da eine Überfütterung gefährlich werden kann, sollte immer auf die Menge geachtet werden.
Nicht zu vielauf einmal füttern!
Besser mehrmals kleine Mengen füttern als zu viel auf einmal.
Es ist spätestens genug gefüttert worden, wenn der Bauch des Tieres eine leichte Rundung aufweist!

 

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